<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131</id><updated>2011-07-29T07:14:36.410+02:00</updated><title type='text'>Marcos kleine Welt</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>33</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-3345563645731365104</id><published>2009-09-13T11:47:00.009+02:00</published><updated>2009-09-16T19:48:09.156+02:00</updated><title type='text'>Das geht sich aus!</title><content type='html'>Nach einjähriger Abwesenheit stehe ich wieder in Sölden an der BP-Tankstelle am Start des Ötztaler Radmarathons und friere erst mal. Das durchwachsene Wetter vom Vortag ist zum Glück einer klaren Nacht gewichen, was wir aber mit Temperaturen im tiefen einstelligen Bereich bezahlen müssen. Ein hohes Ziel hatte ich mir für dieses Jahr gesetzt: dieser verdammte Pin mit der Aufschrift „unter 8 Stunden“ mußte dieses Jahr her. Mit Flo, Matthias und Freundin Steffi, stehe ich im ersten Startblock und freue mich, daß ich auch sofort einige bekannte Gesichter wie Harry und Micha sehe. Das gegenseitige Glückwünschen und Austauschen der letzten Rennergebnisse verkürzt die Wartezeit bis zum Start dann doch ein wenig. Noch mal schnell der drückenden Blase nachgegeben und wieder zurück in die Startaufstellung. Wir bekommen noch die wichtigsten Informationen durchgesagt, darunter so prickelnde Informationen wie jene, daß es am Kühtai gerade nur zwei Grad hat. Der Streckensprecher erzählt noch mal, daß es 238 km mit 5500 Hm seien – lustigerweise spricht der italienischsprachige Sprecher nur von 229 km. Das wird wohl der Grund sein, weshalb die Italiener so schnell sind...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 6.45 Uhr fällt dann endlich der Startschuß, und das Rennen auf das ich mich das ganze Jahr vorbereitet und gefreut habe, geht los. Nur wenige Meter hinter der Startlinie gleich die erste Schrecksekunde: da liegen schon die ersten auf dem Asphalt, und ich fast mittendrin, da ich gerade damit beschäftigt war meinen Tacho zum laufen zu bringen, was mit den langen Handschuhen gar nicht so einfach ist. Eiskalt ist mir, ich kann kaum das Rad geradeaus halten, weil ich so zittere, und meine Hoffnung, daß es zügig losgehen würde wird auch nicht erfüllt – das Führungsfahrzeug fährt, wie ich finde, extrem langsam, was die Sache eher gefährlicher als sicherer macht. Ich fühle mich alles andere als sicher auf dem Rad, mir ist kalt, und ich hoffe nur, daß ich die Abfahrt bis Ötz heil überstehe. Endlich zieht auch das Führungsfahrzeug an, und das Tempo wird höher. Wärmer wird mir dadurch leider trotzdem nicht. Nach etwa 40 Minuten, rund fünf Minuten langsamer als ich gehofft hatte, hat die Zitterei endlich ein Ende, und Ötz ist erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An schätzungsweise hundertster Position biege ich um den Kreisverkehr und versuche sofort mich weiter nach vorne zu orientieren. In meinem Übermut fahre ich durch eine Lücke, die eigentlich nicht wirklich groß genug ist, und räume dabei fast einen Italiener ab, der mir alles an Flüchen hinterruft, was ihm so einfällt - „Testa di cazzo!“ ist da noch das freundlichste, was ich zu hören bekomme. Tut mir ja leid, war auch mein Fehler, aber jetzt suche ich schnellstmöglich das Weite. Auf den ersten beiden steilen Kilometern sortiert sich so langsam das Feld, und ich lasse die Schnellsten zunächst ziehen. Als es nach etwa zwei Kilometern flacher wird, sehe ich die Spitzengruppe vor mir langsamer werden und schließe mit einem kleinen Zwischenspurt die Lücke. Doch ich habe kaum aufgeschlossen, da muß ich auch schon einsehen, daß diese Gruppe genau jene 0,5 bis 1 km/h schneller fährt, als es für mich gut ist. Ich lasse wieder abreißen und befinde mich zunächst im „Niemandsland“ zwischen erster und zweiter Gruppe. Langsam schließen andere Fahrer zu mir auf, während andere auch einsehen müssen, daß die Spitzengruppe für sie zu schnell fährt. Insgeheim hatte ich ja schon gehofft mit den Besten über das Kühtai zu kommen, aber dieser Plan ist nun schon nach drei Kilometern Makulatur. Jetzt gilt es den eigenen Tritt zu finden, was an diesem umrhythmischen Berg und bei der Kälte nicht gerade leicht fällt. Immerhin verwöhnt uns die Natur mit einer herrlichen Morgenstimmung; der abziehende Nebel und die klare, kalte Luft verleihen diesen ersten Steigungskilometern einen ganz besonderen Zauber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Sqy_8KE5jGI/AAAAAAAAAEY/tDpvSLoWVnI/s1600-h/DSC_0003+1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 213px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Sqy_8KE5jGI/AAAAAAAAAEY/tDpvSLoWVnI/s320/DSC_0003+1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5380886695018859618" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach Ochsengarten geht es im Steilstück durch eine Baustelle, die allerdings – zumindest für die vorderen Gruppen – kein Problem darstellt. Mittlerweile hat sich eine relativ große Gruppe zusammengefunden und gemeinsam streben wir dem ersten Paß des Tages entgegen. Kurz unterhalb der Paßhöhe stehen meine Eltern. Schnell im Vorbeifahren den vorbereiteten Verpflegungsbeutel gegriffen, die beiden Flaschen verstaut und weiter geht’s.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Sqy_8viqd9I/AAAAAAAAAEg/QPnNKfurxRM/s1600-h/DSC_2376+1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 204px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Sqy_8viqd9I/AAAAAAAAAEg/QPnNKfurxRM/s320/DSC_2376+1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5380886705075812306" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Sqy_8zpx1MI/AAAAAAAAAEo/XRHV473ZLn8/s1600-h/DSC_2381.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 213px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Sqy_8zpx1MI/AAAAAAAAAEo/XRHV473ZLn8/s320/DSC_2381.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5380886706179396802" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach 1 Stunde und 41 Minuten ist die Kühtai-Paßhöhe erreicht, das heißt etwa 61 Minuten Fahrzeit für das Kühtai – das ist nach meinem Geschmack. Schnell ein Gel reingedrückt, mit einem großen Schluck nachgespült, Weste wieder zugemacht und die langen Handschuhe wieder angezogen. Die Abfahrt verläuft unspektakulär und wie immer sehr schnell, nach etwas mehr als einer halben Stunde ist Innsbruck erreicht. Jetzt gilt es den Brenner zu bewältigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach den Erfahrungen aus dem Jahr 2007, als ich krampfhaft versucht hatte eine Gruppe zum laufen zu bringen und dabei viel Kraft gelassen hatte, ohne daß meinen Bemühungen Erfolg beschieden war, ist mein Plan in diesem Jahr mich konsequent zu verstecken. Keinen Meter will ich im Wind fahren, stattdessen gilt die Devise Kräfte sparen und verpflegen. Anscheinend haben noch ein paar andere denselben Plan, denn das Tempo ist alles andere als schnell. Aber gut, dann kann ich in aller Ruhe essen und mich auch ein wenig mit Harry und Peter unterhalten, beides Leidensgenossen von unserer Trondheim-Oslo-Unterwasserfahrt. Insgesamt verläuft die Brennerauffahrt ohne große Ereignisse, fast schon langweilig. Einzig die Frage, wann und wo ich am besten zum pinkeln anhalte, beschäftigt mich. Als Harry mit demselben Hintergedanken am Steilstück kurz vor der Passhöhe aus unserer Gruppe rausfährt, schließe ich mich ihm an und stelle mich an den Straßenrand. Leider dauert das mal wieder viel zu lang mit dem Pinkeln, und bis ich fertig bin, ist die gesamte Gruppe schon an mir vorbeigerauscht. Kurz vor der alten Mautstelle hab ich das Ende der Gruppe aber wieder eingeholt. Jetzt muß nur noch mit der Verpflegungsübergabe alles glattgehen. Da stehen auch schon Rebecca und Andrea. Ich bremse ein wenig ab, entledige mich meiner langen Handschuhe und greife im Vorbeifahren meinen Beutel mit Trinkflaschen und weiteren Gels. Bis ich jedoch alles in meinen Trikottaschen verstaut habe, ist die Gruppe auch schon wieder enteilt, und ich ganz allein auf weiter Flur. Mist. Mit einem Kraftakt versuche ich der Gruppe wieder näherzukommen, aber in der eher flachen und einfachen Abfahrt Richtung Sterzing habe ich keine Chance noch mal näherzukommen. Fluchend trete ich in die Pedale. So eine Scheiße. Das kostet Zeit und Kraft. Von hinten nähert sich ein weiterer Fahrer, der im gleichen Dilemma steckt wie ich. Wenigstens sind wir jetzt zu zweit. Gemeinsam schimpfen wir über unsere schlecht getimeten Pinkelstopps und versuchen so gut wie möglich Gas zu geben. Das kostet mich Zeit, unnötige Körner und vor allem auch die Chance mir am Jaufen ein gutes Hinterrad zu suchen. Auf dem kurzen Flachstück zwischen Sterzing und Beginn des Jaufenpasses schließen weitere Fahrer von hinten zu uns auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Jaufenpaß ist erreicht, jetzt gilt's. Ein Blick auf die Uhr und ich beginne zu rechnen: etwas mehr als vier Stunden bin ich jetzt unterwegs, für den Jaufen gebe ich mir eine Stunde, für die Abfahrt nach St. Leonhard 25 Minuten, für die Auffahrt zum Timmelsjoch plane ich mal lieber zwei Stunden ein und für die Abfahrt nach Sölden sollten so 35 Minuten realistisch sein. Ok, auf 8-Stunden-Kurs bin ich wohl, aber ich will ja mehr. Also Weste ausziehen, Trikot aufmachen und auf geht’s. Auf den Jaufen freue ich mich, andererseits hatte ich bei all meinen bisherigen Teilnahmen am Jaufen auf den letzten Kilometern immer eine Krise, insbesondere 2007 hätte ich auf dem Jaufengipfel das Rad am liebsten in den Straßengraben geschmissen. Aber daran verschwende ich jetzt keinen Gedanken. Es rollt gut, und daß ich am Brenner meine Gruppe verloren hatte, hat jetzt den kleinen psychologischen Vorteil, daß ich jetzt immer wieder Fahrer ein- und überhole. Andererseits finde ich nur wenig Unterstützung in meinem Bestreben ein wenig von der verlorenen Zeit wieder gutzumachen. Aber mein Tritt ist gut, und noch habe ich nicht das Gefühl, daß mir ein Einbruch drohen könnte. Weiter geht die Fahrt. Ich versuche die verbleibenden Kilometer bis zum Gipfel abzuschätzen und auszurechnen, wie schnell ich fahren muß, um nach fünf Stunden Fahrzeit oben zu sein – da ich die restlichen Kilometer aber nicht genau kenne, ein eher fehlerträchtiges Unterfangen, aber immerhin eine Beschäftigung. Mittlerweile hat sich immerhin der eine oder andere Fahrer mir angeschlossen. Ich versuche weiterhin mein Tempo so konstant wie möglich zu halten, und lasse auch mal Fahrer ziehen, wenn mir das Tempo zu hoch erscheint. Endlich ist die Baumgrenze erreicht und der Blick auf die letzten Kehren bis zur Paßhöhe wird frei gegeben. Genau hier hatte ich bei allen meinen bisherigen Teilnahmen meine große Krise, aber dieses Jahr habe ich mir die Kräfte offensichtlich besser eingeteilt. Der Tritt ist weiterhin rund, und so stellen dieses Mal die letzten Kehren kein unüberwindbar scheinendes Hindernis für mich dar. Nach 5:02 h erreiche ich die Paßhöhe des Jaufenpaß. Brauche ich etwas zu trinken? Ein kurzer Blick auf meine Trinkflaschen: eine ist noch ganz voll – das sollte bis zur Labe in Schönau reichen. Also die Weste übergezogen und dann meine Lieblingsabfahrt runter. Im Kopf erneuere ich meine Rechnung: Acht Stunden minus 35 Minuten für die Abfahrt vom Timmelsjoch minus zwei Stunden für die Timmelsjochauffahrt ergibt 5:25 h. 23 Minuten für die Abfahrt. Das sollte doch zu schaffen sein. Etwas vorsichtiger als ich das von mir in Erinnerung hatte, aber dennoch zügig steuere ich durch die vielen Kehren. Immer wieder ein kurzer Blick auf die Uhr. Sollte passen. Auf den letzten Abfahrtskilometern taucht vor mir eine fünf oder sechs Fahrer große Gruppe auf. Das paßt ja perfekt, dann bin ich auf den ersten, flachen Kilometern des Timmelsjochs nicht allein. Da muß ich rankommen. Ich gebe noch mal alles in der Abfahrt und just im Kreisverkehr in St. Leonhard habe ich den Anschluß geschafft. Nochmal ein kurzer Blick auf die Uhr: exakt 5:25 h. Perfekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt geht’s richtig los. Ab hier wird der Ötzi zum Ötzi, am Timmelsjoch zeigt sich, wer sich die Kräfte gut eingeteilt hat, und wer anfangs gnadenlos überzogen hat. Auch ich habe hier schon die unerschiedlichsten Erlebnisse gehabt. An die Timmelsjochauffahrt meines ersten Ötzis erinnere ich mich nur noch schemenhaft, bei meiner zweiten Teilnahme siegte der Kopf über den Körper, fuhr ich mit von Krämpfen geplagten Beinen, und bei meiner bisher letzten Teilnahme plagte mich am Fuß des Anstiegs die nackte Angst den Berg nicht zu schaffen. Und heute? Verhaltene Zuversicht würde ich es nennen. Klar, ich spüre meine Beine und der Anstieg ist immer lang und streckenweise sehr steil, aber immerhin geht es um mein großes Ziel hier und heute die Acht-Stunden-Marke zu knacken, und dafür muß ich das Timmelsjoch laut meiner Rechnung in weniger als zwei Stunden bewältigen. Die magischen Zahlen in meinem Kopf lauten 7:25 h. Das war die Marke, die es auf der Paßhöhe zu erreichen galt. Also los, nicht lange fackeln. Ich fahre in der Gruppe, in der ich auch Peter wiedertreffe, mit durch die Führungen, das ist mir jetzt egal, ob das jeder macht oder ob da welche nur draufliegen. An den ersten etwas stärker steigenden Stücken übernehme ich sogar alleine die Führung. Ok, das läuft ja mal recht gut. Noch ist der Anstieg von Flachpassagen durchsetzt, in denen die Gruppe von Nutzen ist, und ich mich immer wieder kurz im Windschatten der anderen erholen kann. Am Straßenrand taucht eine Gruppe von Italienern auf, die uns frenetisch anfeuern und uns „acqua per tutti“ anbieten und somit für etwas Abkühlung bei mittlerweile doch recht warmen Temperaturen sorgen. Bisher läuft es bei mir wunderbar. Meine Sorge gilt jedoch den steilen Kilometern ab Moos. Würde sich meine Führungsarbeit dort rächen? Egal, zwei Stunden für das Timmelsjoch sind zwar machbar, aber üppig viel Puffer hab ich nicht. Ich muß jetzt fahren. In den Kehren bei Moos zerfällt unsere Gruppe schließlich. Mit zwei weiteren Fahrern fahre ich aus der Gruppe raus. Schnell habe ich meinen Tritt gefunden. Ich erinnere mich, wie ich vor zwei Jahren mit 8 bis 9 km/h hier hinaufgeschlichen war und das Gefühl hatte zu stehen, heute bleibt Geschwindigkeit durchweg zweistellig, pendelt meist zwischen 11 und 12 km/h. Dafür überhole ich einen Fahrer nach dem anderen, denen es so wie mir vor zwei Jahren zu ergehen scheint. Meine zwei Begleiter mußte ich zwar ziehen lassen, aber dennoch überhole ich Fahrer um Fahrer, die mir teilweise aufmunternde Worte zurufen. Nichtsdestotrotz sehne ich das Flachstück mit der Labe herbei, andererseits will ich auch schnell an Höhe gewinnen, weil es weiter oben kühler ist. Hier unten ist es mir in der Zwischenzeit doch einen Tick zu warm. Zum Glück gibt es am Timmelsjoch regelmäßige Kilometerangaben, was mir meine Rechenspiele doch erheblich erleichtert. Auf Basis von verbleibenden Kilometern und Höhenmetern, sowie abgeschätzter Steigrate und bisheriger Durchschnittsgeschwindigkeit versuche ich möglichst präzise hochzurechnen, ob die magischen 7:25 h erreichbar sind oder nicht. Das Ergebnis ist mehr oder weniger immer dasselbe: könnte klappen, aber genau vorhersagen kann ich es nicht. Immerhin hab ich aber noch eine zweite Beschäftigung neben dem Treten. Beim Erreichen des Flachstücks treffe ich auf einen Deutschen, der mir auch wieder ein paar mutmachende Worte zuruft, um sich dann in meinen Windschatten zu hängen. So froh ich über das Flachstück bin, es bricht meinen Rhythmus. Ich könnte hier sicherlich auch etwas schneller fahren, aber ich bin auch froh mir eine kleine Verschnaufpause gönnen zu können und nutze diese Phase um mich noch mal zu verpflegen. An der Labe greife ich mir im Vorbeifahren eine Flasche Wasser. Das sollte bis ins Ziel reichen. Meine Getränketaktik ist bisher perfekt aufgegangen. Auch die ausgelassene Jaufenlabe hat sich nicht gerächt. Von hinten hat Peter mit einem Begleiter wieder aufgeschlossen. Zu fünft nehmen wir die letzten zehn Kilometer bis zum Gipfel in Angriff. Beim Blick nach oben geht mir Erik Zabels Worte durch den Kopf: „Schaut euch die Scheiße an. Wär ick doch bloß Surfer jeworden.“ Aber es hilft ja alles nichts. Jetzt muß noch mal richtig draufgetreten werden. Und das tue ich dann auch. Ohne daß ich Gefühl habe besonders schnell zu fahren, fällt einer nach dem anderen aus unserer Kleingruppe zurück. Jetzt bin ich allein. Nur noch der Berg und ich – und die magischen 7:25 h im Kopf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SqzA4z4xITI/AAAAAAAAAFQ/3dQB2PycDSk/s1600-h/sportograf-6873074.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 213px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SqzA4z4xITI/AAAAAAAAAFQ/3dQB2PycDSk/s320/sportograf-6873074.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5380887737034416434" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SqzA5OGHO-I/AAAAAAAAAFY/mbOtEAXdmCc/s1600-h/sportograf-6873078.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 213px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SqzA5OGHO-I/AAAAAAAAAFY/mbOtEAXdmCc/s320/sportograf-6873078.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5380887744069712866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Vom Straßenrand werde ich immer wieder angefeuert. Irgendwie läuft das heute. Der Tacho fällt auch an den steilsten Passagen nicht unter 11 km/h. Ich erreiche das „5 tornante“-Schild, von dem ich mich beim letzten Mal hatte täuschen lassen und dachte es seien nur noch fünf Kehren bis zum Tunnel. Dieses Mal weiß ich es besser. Ich erreiche die Getränkelabe und lasse mir meinen üblichen Becher Cola reichen, von dem ich die üblichen drei Alibi-Schlücke trinke. Es wird für einen kurzen Moment noch mal etwas flacher. Dieses Mal nutze ich diesen Abschnitt nicht, um mich zu erholen, sondern gebe Gas. Ok, wie weit wird es noch bis zum Tunnel sein? Drei Kilometer? Gut, ich fahre im Moment 11 bis 12 km/h, das heißt etwas mehr fünf Minuten pro Kilometer. Nehm ich mal sechs Minuten, dann hab ich noch ein bißchen Puffer. Wie schnell fahre ich auf den den letzten beiden flacheren Kilometern? 20 km/h? 20 km/h, also drei Minuten je Kilometer macht dann ab hier noch 24 Minuten bis zum Paß. Die sieben Stunden sind auf meiner Uhr noch nicht durch. So langsam glaube ich daran, daß ich es schaffen kann. Jetzt, letzter Kilometer vor dem Tunnel. Vor mir kämpft ein Fahrer in grauem Trikot. Der scheint ordentlich einen im Schuh zu haben. Aber auch meine Geschwindigkeit sinkt jetzt langsam doch in Richtung 10 km/h ab. Trotzdem komme ich dem Fahrer zentimeterweise näher. Schließlich kann ich auf seiner Startnummer den Namen lesen: Christian Ceralli. Das kann nicht sein. Der hat hier doch schon mal gewonnen. Genau, das war in meinem Premierenjahr 2005. Das muß ein anderer Christian Ceralli sein. Das sind doch nicht die zeitlichen Regionen, in denen ein ehemaliger Sieger unterwegs ist. Im Vorbeifahren werfe ich ihm einen kurzen Blick ins Gesicht: Tatsache, er ist es. Ich habe soeben einen Ex-Sieger überholt. Von diesem Gedanken abgelenkt vergesse ich für einen Moment sogar meine Rechnereien. Außerdem ist das Tunnelportal erreicht und damit das Schlimmste geschafft. Jetzt noch zwei flachere Kilometer. Ich nehme Fahrt auf und erreiche einen weiteren Fahrer, der über seine Rückenschmerzen klagt. Gemeinsam erreichen wir die Paßhöhe. Die Uhr zeigt 7:15 h Fahrzeit an. Das sollte doch passen. Schnell noch die Weste überziehen und dann stürzen wir uns zu zweit in die Abfahrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SqzA4cwCoQI/AAAAAAAAAFI/uR1S5CG-hyE/s1600-h/sportograf-6847958.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 214px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SqzA4cwCoQI/AAAAAAAAAFI/uR1S5CG-hyE/s320/sportograf-6847958.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5380887730823799042" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Jetzt noch die Gegensteigung und das Flachstück bei Obergurgl. Von hinten schließt Christian Ceralli wieder zu uns auf und läßt uns an der Gegensteigung auch gleich stehen. Auch die Gegensteigung ist heute mehr lästige Pflicht als echtes Hindernis. In einer der letzten steilen Kehren stehen meine Eltern und machen nochmals Photos. Ich rufe ihnen ein zuversichtliches „Das geht sich aus!“ zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Sqy_9HL_tqI/AAAAAAAAAEw/p9ZK-y_XX34/s1600-h/DSC_2687.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 213px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Sqy_9HL_tqI/AAAAAAAAAEw/p9ZK-y_XX34/s320/DSC_2687.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5380886711423186594" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Sqy_78WxTkI/AAAAAAAAAEQ/zPc0L6Fylf0/s1600-h/Das+geht+sich+aus.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 213px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Sqy_78WxTkI/AAAAAAAAAEQ/zPc0L6Fylf0/s320/Das+geht+sich+aus.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5380886691335720514" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Auf dem folgenden Flachstück bei Obergurgl befallen mich dann aber doch wieder Zweifel. Laut meiner Rechnung sollten es noch 17 km sein, und jetzt noch dieser Gegenwind, und zwei Fahrer, die beide eigentlich nur noch am Hinterrad des jeweils anderen fahren wollen. Hier bekomme ich dann doch noch mal Angst um meine sub 8 h-Zeit. Als dann endlich Zwieselstein erreicht ist, zerstreuen sich meine Ängste jedoch wieder – das Ziel ist doch näher als meine Rechnung es nahegelegt hat. Durch die letzten Kehren runter nach Sölden. Das 1000 m-Schild. Wie immer ist die Straße mit Zuschauern gesäumt. Meinen Begleiter aus der Abfahrt muß ich vor der letzten Kurve dann noch ziehen lassen, aber um die Platzierung geht es mir auch nicht. Die Zeit zählt und die ist deutlich unter acht Stunden. Nach 7:48 h habe ich meinen ganz persönlichen Sieg erzielt und rolle in entsprechender Pose ins Ziel. Ein Blick auf den Tacho verrät meinen Rechenfehler: statt der erwarteten 232 km stehen da nur 226 km. Ich hatte die Abfahrt sechs Kilometer länger gemacht und mir damit selbst noch mal einen gehörigen Schrecken eingejagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SqzA4LX_58I/AAAAAAAAAFA/GK11irCm1oM/s1600-h/sportograf-6839611.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 214px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SqzA4LX_58I/AAAAAAAAAFA/GK11irCm1oM/s320/sportograf-6839611.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5380887726159554498" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Ziel treffe ich Harry wieder – seine eine Minute Vorsprung vom Brenner hat er bis ins Ziel auf drei Minuten ausgebaut. Auch Flo ist im Ziel – in unfassbaren 7:23 h. Dabei hatte ich nach seinen Worten („Ich hab ja für sowas langes gar nicht trainiert und brech wahrscheinlich am dritten Berg ein.“) immer darauf gewartet, daß ich ihn am Timmelsjoch wieder einsammeln würde. Aber diesen Gefallen hat er mir nicht getan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ein paar Radlern („Lustig sammer, Puntigamer!“) gehe ich zurück in unser Appartement, dusche und ziehe mich um und komme dann genau rechtzeitig wieder zurück zum Ziel, um Steffi in Empfang zu nehmen. In unheimlich starken 9:39 h hat sie ihre Ötzi-Premiere auf Platz 25 bei den Frauen beendet. In ihrer AK hat es mit Platz 10 sogar noch für die Top10 gereicht. Platzierungen, von denen meinereiner beim Ötzi nur träumen kann.&lt;br /&gt;Nach 10:21 h erreicht mit Matthias auch der letzte im Bunde das Ziel. Es war nicht sein Tag, aber dank eines bravourösen Kampfes hat auch er das Ziel erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend waren dann alle wieder guter Laune und es konnte gemeinschaftlich eine Riesenpizza vertilgt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SqzA32XmFMI/AAAAAAAAAE4/vfyB-uCd380/s1600-h/DSC_2831.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 213px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SqzA32XmFMI/AAAAAAAAAE4/vfyB-uCd380/s320/DSC_2831.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5380887720520717506" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Abschließend noch mal der Dank an alle, die uns unterstützt haben: Uwe von der RIG für seine Bemühungen wegen eines Busses, Andrea und Rebecca für die Verpflegung am Brenner, meinen Eltern für Verpflegung am Kühtai und Photos, und zu guter Letzt noch an Jan, der mich mit seiner letztjährigen Zeit zu dieser Leistung angestachelt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grüße und Respekt für Eure Debutleistungen auch noch an Die.Radproleten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Sorry an alle bisherigen Leser. Da waren ja teilweise haarsträubende grammatikalische Fehler drin, die ich jetzt - hoffentlich alle - gefunden und korrigiert habe. Das passiert eben, wenn man sich nach mehreren Stunden des Berichttippens das Korrekturlesen meint sparen zu können *verschämtzubodenblick*&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-3345563645731365104?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/3345563645731365104/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=3345563645731365104' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/3345563645731365104'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/3345563645731365104'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2009/09/das-geht-sich-aus.html' title='Das geht sich aus!'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Sqy_8KE5jGI/AAAAAAAAAEY/tDpvSLoWVnI/s72-c/DSC_0003+1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-1811106762494491112</id><published>2009-06-28T18:56:00.001+02:00</published><updated>2009-06-28T18:58:16.739+02:00</updated><title type='text'>Offene Rechnungen...</title><content type='html'>Les Trois Ballons – mit diesem Marathon hatte ich noch eine Rechnung offen. Nachdem ich vor zwei Jahren nach einer 70 km langen Solofahrt am Schlußanstieg reihenweise Positionen eingebüßt hatte und am Ende Platz 20 belegt hatte, sollte dieses Jahr alles besser werden. Hier gut zu fahren war eines meiner erklärten Saisonziele gewesen, und nach meinem überaus guten Abschneiden in Gerolstein schien mir auch eine gute Platzierung bei Trois Ballons in Reichweite. Dumm nur, daß die unmittelbare Vorbereitung unter keinem guten Stern stand. Es paarten sich Ärger bei der Arbeit mit schlechtem Wetter und Streß mit dem Material. Daraus resultierte ein nicht unerheblicher Verlust an Motivation sowie das Gefühl nicht mehr in der Form von Gerolstein zu sein.&lt;br /&gt;Immerhin durfte ich wie vor zwei Jahren schon aus dem ersten Startblock starten, in dem ich dann gemeinsam mit Jan, Flo und Steffi, die sich das erste Mal überhaupt an eine Distanz von über 200 Kilometern heranwagte, kurz nach 7.00 Uhr stehe. Das Wetter verspricht überaus schön zu werden – immerhin, war es doch in den Tagen zuvor eher mäßig gewesen. Nach einem kurzen Plausch mit Harry (einer der norwegischen Leidensgenossen), fällt um 7.15 Uhr der Startschuß und in zunächst gemählichem Tempo geht es aus Champagney hinaus in Richtung des ersten Anstiegs, dem Ballon de Servance. Ich versuche mit sofort nach vorne zu orientieren, da ich von meiner letzten Teilnahme her noch wußte, daß die Straße sukkzessive immer schmaler werden würde, und es später im Anstieg noch mehr Kraft kosten würde nach vorne zu fahren. Dies gelingt mir ach gut; bald befinde ich mich gemeinsam mit Flo unter den ersten Zehn. So geht es dann auch hinein in den ersten Anstieg, der zunächst nur leicht ansteigt. Vorbei geht es am Abzweig zum späteren Schlußanstieg. Langsam wird die Straße steiler und schmaler und das Tempo höher. Ich halte mich weiterhin ganz vorne im Feld, will auf keinen Fall den Anschluß verpassen – schließlich hatte sich vor zwei Jahren die entscheidende erste Gruppe bereits hier abgesetzt. Dieses Mal will ich auf Risiko gehen und mich unbedingt in dieser ersten Gruppe halten. Vorne macht ein Fahrer in grauem Trikot mit einem roten Rad das Tempo. Und dieses Tempo ist schnell. Kurzer Blick auf den Puls: 186. Schnell wieder wegschauen und weiterfahren. Die Beine fühlen sich merkwürdig an: irgendwie dick, aber sie funktionieren (noch) richtig gut. Also weiter dranbleiben. Oben auf der Paßhöhe sind wir vielleicht noch 15 Fahrer in der Gruppe. Am Hinterrad von Flo rolle ich als Sechster oder Siebter über den ersten Berg. Ok, das wäre schon mal geschafft. Jetzt folgt die ziemlich unangenehme Abfahrt: schlechte Straße, viel Split, unübersichtliche, teilweise nach außen hängende Kurven. Kurzum eine Abfahrt, bei der man froh ist, wenn sie vorüber ist. Ich bin zunächst mal zufrieden, daß mein Plan n der ersten Gruppe über den Ballon de Servance zu kommen aufgegangen ist. In der folgenden Ebene schläft das Tempo allerdings relativ bald ein; ich nutze das, um mich zu verpflegen. Durch das extrem gemächliche Tempo (und vielleicht auch noch einer zusätzlichen roten Ampel, die uns kurzzeitig ausbremst) schließt eine ziemlich große Gruppe von hinten wieder auf, so daß die Gruppe jetzt aus sicherlich 50 Fahrern besteht.&lt;br /&gt;Die nächsten beiden „Cols“, der Col du Ménil (der kaum den Namen verdient) und auch der Col d'Oderen, werden überfahren, ohne daß viel passiert. Zeit um Schwätzchen zu halten. Jetzt erkenne ich auch den Fahrer mit grauem Trikot und rotem Rad: Jens Volkmann, der Vorjahressieger. Er habe nur als Erster in die Abfahrt gehen wollen, so seine lapidare Erklärung, als ich scherzhaft meine, jetzt sei mir klar, wieso das Tempo am Ballon de Servance so hoch gewesen ist.&lt;br /&gt;Für den nächsten Berg, den Col de Bramont, rechne ich mit einer Tempoverschärfung und Attacken. Ich versuche weiterhin mich vorne im Feld aufzuhalten, auch wenn die Beine sich komisch dick anfühlen. Es ist ein merkwürdiges Gefühl: einerseits funktionieren die Beine gut, andererseits dieses seltsame dicke Gefühl. Egal. Weiterfahren. Am Bramont wird wie erwartet das Tempo hochgehalten; Jens Volkmann hat zwei Teamkollegen, die diese Arbeit für ihn erledigen. Und kurz vor dem Gipfel, der allerdings nur von einer sehr kurzen Abfahrt gefolgt wird, bevor es den steilen Anstieg auf die Route des Crêtes hinaufgeht, die Attacke von Jens Volkmann – ich steige mit einigen anderen, darunter auch mein Teamkollege Flo, hinterher. Über die Kuppe kann ich noch dranbleiben, bei der zweiten Attacke muß ich einsehen, daß ich bis hierhin weit über meine Verhältnisse gelebt habe. Zunächst geht die Lücke nur zögerlich auf, aber dann verliere ich relativ bald den Sichtkontakt, auch zu meinem Teamkollegen. Fahrer um Fahrer überholt mich. Über die nun folgenden 20 Kilometer bis zum Grand Ballon decke ich geflissentlich den Mantel des Schweigens.&lt;br /&gt;Am Grand Ballon bin ich ganz allein. Ich nehme mir die Zeit anzuhalten, mich kurz mit meinen Eltern zu unterhalten und eine neue Trinkflasche anzunehmen. An dieser Stelle ist das Rennen für mich gelaufen. Die Hand ist schon am Klettband des Transponders, um ihn meiner Mutter in die Hand zu drücken, was ich dann aber doch bleiben lasse. Langsam und unmotiviert rolle ich weiter. Und wen sehe ich dann am Straßenrand stehen am Kofferraume eines Autos, Helm abgelegt, Fahrrad an einen Pfosten angelehnt? Jens Volkmann. Na danke, erst mich aus den Schuhen fahren und dann aussteigen. Auf meinen Vorschlag die letzten 100 Kilometer als besseres Training zu Ende zu fahren, geht er nicht ein. Ich halte noch mal kurz zum Pinkeln an. Von hinten kommt immer noch niemand. Während ich wie ein Anfänger auf einer katastrophalen Linie die Abfahrt vom Grand Ballon hinunterfahre, überlege ich, ob nicht vielleicht sogar auf Steffi warten soll, oder wenigstens auf Jan, den ich in der Spitzengruppe auch nicht mehr gesehen hatte und daher hinter mir wähne.&lt;br /&gt;Als in der Abfahrt so langsam meine Lebensgeister wieder erwachen, sehe ich plötzlich Flo in einer Serpentine stehen, der just in dem Moment als ich vorbeikomme von seinem Vater wieder in die Abfahrt geschoben wird. Was ist denn da passiert? Ich verstehe in der Abfahrt kaum, was mir Flo versucht zuzurufen, aber irgendwie hat er ein Problem mit seinem Sattel gehabt. Soviel verstehe ich. Ich gebe ihm zu verstehen, daß für mich das Rennen gelaufen ist, ich aber für ihn fahren würde, wenn er das möchte. Zügig fahren wir bergab. Schnell haben wir zwei Fahrer eingeholt. Es folgt der Anstieg zum Col du Hundsruck. Hier fragt mich Flo, ob ich nicht zufällig einen 4er-Inbusschlüssel hätte, er müsse seinen Sattel festschrauben. Ich gebe ihm während des Fahrens mein Satteltäschchen, in dem sich mein kleines Multitool befindet. Ich biete ihm an auf ihn zu warten, und rechne damit, daß er anhalten würde, um seinen Sattel wieder festzuschrauben. Immer wieder schaue ich nach hinten, um ihm nicht zu weit wegzufahren, und wundere mich, daß er nicht anhält. Schließlich sehe ich, wie er unter der Fahrt die Schrauben seiner Sattelstütze festzieht. Wenn ich nicht so kaputt wäre, würde ich mir wohl ein Schmunzeln ob dieser Aktion nicht verkneifen können. Gemeinsam erklimmen wir den Col du Hundsruck. Da es mir wieder etwas besser geht, mache ich hier den Großteil der Führungsarbeit. „4 Minuten Rückstand auf die nächste große Gruppe!“, ruft uns mein Vater auf der Paßhöhe zu. Wir stürzen uns in die Abfahrt.&lt;br /&gt;Auf dem folgenden Flachstück bis zum Ballon d'Alsace legt vor allem Flo ein geradezu höllisches Tempo vor: wenn er im Wind fährt, pendelt sich die Geschwindigkeit bei 40 bis 41 km/h ein, ich selbst kann meine Ablösungen mit vielleicht 38 km/h fahren. Dennoch sind wir zu zweit dermaßen zügig unterwegs, daß wir bis zum Fuß des Ballon d'Alsace nur noch zweieinhalb Minuten Rückstand auf die Gruppe vor uns haben. Die ersten zurückfallenden Fahrer haben wir auch eingeholt. Gemeinsam, uns regelmäßig abwechselnd nehmen wir den fast 10 Kilometer langen Anstieg in Angriff. Während wir im unteren Teil  des Anstiegs durch die Landschaft wenigstens noch halbwegs für unsere Qualen, mittlerweile ist es auch ziemlich warm geworden, entschädigt werden, ist die zweite Hälfte des Anstiegs dann mehr oder weniger pures Leiden. Dazu kommen widersprüchliche Angaben über die verbleibenden Kilometer bis zum Gipfel.&lt;br /&gt;Aber irgendwann ist auch dieser Gipfel erreicht, und in der Abfahrt gelingt es uns einen weiteren Fahrer einzuholen. Gemeinsam mit diesem Fahrer holen wir bald noch zwei weitere Fahrer ein, so daß wir für die nun folgende rund 30 Kilometer bis zum Schlußanstieg immerhin eine Fünfergruppe haben.&lt;br /&gt;Ich beginne zu rechnen, ob es vielleicht trotz meines Totalausfalls zwischen Kilometer 80 und 105 noch zu einer Zeit unter sieben Stunden reichen könnte. Wie sich bald an den zahlreichen Wellen herausstellt, sind Flo und ich die stärksten Fahrer in der Gruppe. Dennoch sind immer noch rund 25 km plus Schlußanstieg zu absolvieren. Und vor diesem Schlußanstieg habe ich mächtig Respekt. In unserer Gruppe fallen die Führungen immer kürzer aus, einzig Flo scheint noch in der Lage ein halbwegs hohes Tempo zu gehen. Kurz vor dem Abzweig zum Schlußanstieg lasse ich hinter ihm einfach abreißen, als er in die Führung geht; da kein anderer hinterherfährt, rufe ich ihm noch hinterher, er solle fahren. Ich selbst schalte sofort in den kleinsten Gang, und hoffe das 5 Kilometer lange Martyrium, genannt Bergankunft an der Planche des Belles Filles, mit Anstand hinter mich zu bringen. Von meinen Eltern lasse ich mir wie verabredet eine Cola reichen, später noch Wasser, das ich mir aber in erster Linie zum Kühlen über den Kopf schütte. Ich leide nicht richtig, aber schneller fahren will und kann ich auch nicht mehr. Ich zähle die Kilometer rückwärts und versuche mich zu erinnern, ob es hinter der jeweils nächsten Kurve steiler oder flacher wird. Ein paar vereinzelte Teilnehmer der kurzen 100 km-Runde sind schiebenderweise am Straßenrand zu sehen – unglaublich, geht es mir durch den Kopf, wir sind fast doppelt so schnell unterwegs wie dieses Fahrer. Nachdem ich am Anfang des Anstiegs noch hinter alle Fahrer aus unserer Fünfergruppe zurückgefallen war, hole ich diese jetzt nach und nach wieder ein. Irgendwann ist auch dieser Berg zu Ende. Für die (deutlich flacheren) letzten 200 m lege ich noch mal das große Blatt auf, und nach ziemlich genau 6 Stunden und 55 Minuten habe auch ich das Ziel erreicht.&lt;br /&gt;Nach 8 Stunden und 21 Minuten erreicht auch Steffi das Ziel – als fünfte Frau an diesem Tag. Mit dem vierten Platz in ihrer Kategorie schrammt sie nur ganz knapp am Podium vorbei. Eine grandiose Leistung für ihre Marathonpremiere!&lt;br /&gt;Flo ist mit seinem Schlußspurt bergauf rund anderthalb Minuten vor mir auf dem 29. Platz ins Ziel gekommen, während Jan mit einer Zeit von knapp über 7 Stunden auf dem 41. Platz ins Ziel kam.&lt;br /&gt;Am Ende steht für mich ein 37. Platz zu Buche. Die Zeit ist rund eine Minute langsamer als vor zwei Jahren; mein Ziel mich zu verbessern habe ich also in doppelter Hinsicht verfehlt. Zufrieden bin ich damit nicht. Wahrscheinlich wäre es besser gelaufen, wenn ich nicht anfangs auf Biegen und Brechen versucht hätte mit den Besten mitzufahren, aber das war eben mein Ziel gewesen, und das Risiko wollte ich auch eingehen. Damit bleibt es dabei: Mit Trois Ballons hab ich eine Rechnung offen, und nächstes Jahr werde ich versuchen es besser zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Bilder werde ich in den nächsten Tagen noch einfügen. Und sorry an all jene, die bereits auf einen Bericht gewartet haben sollten...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-1811106762494491112?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/1811106762494491112/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=1811106762494491112' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/1811106762494491112'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/1811106762494491112'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2009/06/offene-rechnungen.html' title='Offene Rechnungen...'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-1448558662696561767</id><published>2009-05-29T01:05:00.003+02:00</published><updated>2009-05-29T01:09:11.282+02:00</updated><title type='text'>Eifelachterbahn</title><content type='html'>„Schaut mal raus, es regnet. So eine Scheiße.“, ungefähr so ist die Stimmung am Frühstückstisch, nachdem der Tag noch trocken mit teilweise sogar blauem Himmel angefangen hat. Als ob es nicht ausreichen würde, daß unsere Wirtin verschlafen hat, und wir unser Frühstück in geringfügiger Eile herunter schlingen müssen. Mehr als drei Scheiben Brot mit ein bißchen Wurst sind bei mir nicht drin, mein geliebtes Müsli muß leider ausfallen. Immerhin würden Jans Eltern uns ein paar Klamotten am Start abnehmen, so daß wir dick eingepackt von Duppach die acht Kilometer zum Start nach Gerolstein rollen. Es hat zwar aufgehört zu regnen, aber noch steht das Wasser auf den Straßen, und dann ist es auch egal, ob das Wasser von oben oder von unten kommt. Da hatte ich fünf Frühjahrsrennen trocken und sturzfrei überstanden, und dann muß es ausgerechnet bei meinem diesjährigen Marathondebüt regnen. Eifel eben. Trotzdem steigt meine Vorfreude mit jedem Meter, den wir dem Start näher kommen. Keine Spur von der Nervosität, die mich immer vor den Lizenzrennen befallen hatte. Vielleicht liegt es daran, daß Radmarathon fahren doch eher mein Element ist?! Daß meine Form gut ist, weiß ich auch, einzig der Zweifel, ob sie auch schon für 209 km reichen würde, bleibt – seit dem Trainingslager im März war ich nicht mehr länger als 4 Stunden am Stück im Sattel gesessen.&lt;br /&gt;Punkt 8 Uhr fällt der Startschuß, noch ein kurzes „Viel Glück!“ an Steffi, Sebastian und Jan, die sich auf die 140 km- bzw. die 117 km-Runde wagen wollen, und dann geht es begleitet vom hundertfachen Einklickgeräusch der Pedale auch schon los. 209 km durch die Eifel, immer bergauf und bergab, keine längeren Anstiege, keine langen Abfahrten, wenige Flachstücke zum Erholen, und das ganze bei grau verhangenem Himmel und immer wiederkehrendem leichten Regen.&lt;br /&gt;Abgesehen von viel Dreck, sich langsam in Grau verwandelndes Weiß meiner Armlinge und meiner Weste, einem für meinen Geschmack ziemlich hohen Tempo und einem erfolglosen Ausschauhalten nach Stefan Mistler passiert auf den ersten rund 80 Kilometern ziemlich wenig. Ich versuche mich immer an der Spitze des Feldes aufzuhalten, ohne zuviel im Wind zu fahren, versuche herauszufinden, wer nun welche Strecke fährt, um zu wissen, wem ich eventuell nachfahren muß. Auch Jan und Sebastian halten sich immer in den vorderen Positionen auf. Kurz nach Kilometer 80 greift Jan an. Mit ihm geht ein weiterer Fahrer mit. Es ist eine dieser Attacken, bei denen man froh ist, wenn man nicht hinterherstiefeln muß, weil es a) ein Teamkollege ist, der angegriffen hat und b) die angreifenden Fahrer eine andere Strecke fahren und daher keine unmittelbare Gefahr darstellen. Im Feld versuchen Sebastian und ich die anderen Fahrer zunächst mal davon zu überzeugen, daß es nicht notwendig ist hinterherzufahren, weil die beiden vorne „nur“ die 117 km-Runde fahren wollen. Entsprechend halbherzig fällt die Verfolgung zunächst noch aus. Doch das ändert sich bereits wenige Kilometer später: Nino Ackermann greift gemeinsam mit dem diesjährigen Sieger des „Eschborn Frankfurt City Loop“, einem ziemlich kräftigen Luxemburger (insgeheim hab ich ihn „den Kasachen“ getauft, da er mit Astana-Hose fährt, auf der hinten groß „Kazachstan Railway“ prangt) an. Jetzt muß ich mich entscheiden: mitfahren, ja oder nein. Die Entscheidung wird nur wenige Sekunden später auch schon abgenommen. Mit einem kurzen „Fahren. Die holen wir uns!“ kommt Günter Höllige an uns vorbeigefahren. Sofort schließe ich mich gemeinsam mit drei weiteren Fahrern an. Ob Zufall oder nicht, die Stelle für die Attacke war gut gewählt: nach wenigen Metern geht es in den wohl schwersten Anstieg der Runde hinein. Ackermann und den luxemburgischen Kasachen haben wir schnell gestellt, dann geht es weiter. Jetzt wird richtig Gas gegeben, dabei haben wir gerade mal ungefähr Kilometer 95 erreicht. Als es in die Abfahrt geht haben wir auch die anderen beiden Fahrer, bei denen auch Jan dabei ist, gestellt und sind nun zu Zehnt unterwegs. Kurzer Blick auf die Startnummern: ok, zwei Mal 117 km, zwei Mal 140 km, der Rest fährt 209 km. Der Blick nach hinten verheißt allerdings nichts gutes. Sollte der Aufwand umsonst gewesen sein, und wir wieder gestellt werden? Doch der Abstand bleibt konstant und wird nicht kleiner. Bei der ersten Streckenteilung biegt dann Jan Richtung Ziel ab und fährt einem sicheren Gesamtplatz 2 und einem souveränen Altersklassensieg über 117 km entgegen. Wir sind noch zu siebt; zwei davon auf der 140 km-Distanz unterwegs. Kurze Zeit später teilen sich auch unsere Wege. Zu fünft biegen wir auf die 209 km-Schleife ab. Ich denke zum ersten Mal über das Podium nach: ok, der Kasache ist definitiv älter als ich, der eine könnte auch eine höhere Altersklasse sein, die anderen beiden sind garantiert in meiner Altersklasse unterwegs. Schlechtestensfalls also Platz 4 in der Altersklassenwertung. Aber noch sind fast 100 km zu fahren. Trotz weiterhin schlechten Wetters habe ich meine Windweste ausgezogen. Für mich das Zeichen: Jetzt wird Radrennen gefahren. Jetzt gilt's. Als wir das zweite Mal auf der großen Schleife von der großen Straße auf einen Feldweg abbiegen, sagt mir der Blick nach hinten, daß die nächste Gruppe schon einen relativ großen Rückstand auf uns hat. Umso verwunderter bin ich, als plötzlich zwei Fahrer von hinten kommend zu uns aufschließen; fast im gleichen Moment läßt allerdings der Kasache abreißen, was mich sehr wundert, da er bisher einen extrem starken Eindruck gemacht hatte. Plus zwei, minus eins macht dann eine Gruppe von sechs Fahrer. Allerdings sind die beiden Fahrer, die gerade aufgeschlossen haben, definitiv in meiner Altersklasse unterwegs. Irgendwie bin ich dann der Meinung, daß mir die Gruppe ein bißchen zu groß ist, und fahre die nächste kurze Steigung mit etwas mehr Druck hoch – doch meine Hoffnung, daß vielleicht zwei oder drei andere mitgehen, und die Gruppe auf diesem Weg kleiner wird, erfüllt sich nicht. Keiner folgt mir und ich habe schnell ein paar Sekunden Vorsprung. Noch sind jedoch 90 km zu fahren; ein Himmelfahrtskommando diese Kilometer alleine zurücklegen zu wollen. Mir geht auch wieder meine 70 km-Alleinfahrt von Trois Ballons vor zwei Jahren durch den Kopf, für die ich damals am Ende bitter bezahlt hatte. Dieser Fehler würde mir kein zweites Mal passieren, daher nehme ich die Beine hoch und lasse mich wieder einholen. Doch in der Gruppe ist auch kein richtiger Zug drin; von den sechs Fahrer beteiligen sich im Wesentlichen zwei an der Führungsarbeit: ein kleiner Typ, der mir vor allem dadurch auffällt, daß er jeden, aber wirklich jeden Anstieg auf dem großen Batt hochdrückt und ich selbst. Die anderen lassen sich nur noch sehr sporadisch in der Führung blicken. Zwischendurch bekommen wir mal den Abstand nach hinten durchgesagt: vier Minuten. Obwohl bei uns kein richtiger Zug drin ist, scheint uns von hinten keine große Gefahr mehr zu drohen. So geht es bis Kilometer 150 mehr oder weniger ereignislos über die Hügel der Eifel dahin. Dann folgt wieder ein etwas längerer Anstieg, und ich versuche durch eine Tempoverschärfung, die auch von dem kleinen Fahrer, der alles auf dem großen Blatt tritt, aufgenommen wird, die Gruppe zu sprengen, da mir langsam doch ein paar zu viele Leute nur noch hinten draufliegen. In der folgenden Abfahrt teilt sich die Gruppe dann auch in zwei Dreiergruppen, aber die hintere Gruppe schafft es mit vereinten Kräften wieder zu uns aufzuschließen. Dann folgt der längste Anstieg der Runde, an dem schon in der ersten Runde jene Attacke ging, die zur Bildung dieser Gruppe geführt hatte. Hier versuche ich wieder durch eine Tempoverschärfung die Gruppe zu verkleinern. Wieder hilft mir jener Fahrer, dem der Umwerfer zu fehlen scheint, in dem er meine Attacke weiterführt – und dieses Mal sind wir erfolgreicher: ein Fahrer vom Corratec-Team läßt abreißen; wir sind nur noch zu fünft. Und in dieser Fünfergruppe geht es auch in die letzte Schleife: die kleine Schleife, die am Anfang zuallererst zu befahren war, muß noch ein weiteres Mal bewältigt werden. Mittlerweile ist es von oben trocken und so langsam läßt sich sogar die Sonne ein bißchen blicken. Hier folgt noch mal ein längerer, wenn auch nicht besonders steiler Anstieg. Jetzt wird noch mal Vollgas gefahren und dieses Mal bin ich es, der zu kämpfen hat, um dranzubleiben. Der Typ mit dem großen Blatt und einer der beiden Fahrer, die von hinten zu uns aufgeschlossen hatten, sind jetzt die stärksten in unserer Gruppe. Ein Belgier, der ebenfalls aus der zweiten Gruppe nach vorne gefahren war, fällt hier an diesem Berg dem Tempo zum Opfer, und mir kommen in diesem Moment die Rennkilometer der absolvierten Lizenzrennen zugute, die mir doch eine gewisse Rennhärte gegeben haben. Mit meinen (fast) letzten Körnern rette ich mich über den Hügel. Wir sind inzwischen bei Kilometer 180 angelangt und so langsam macht sich bei mir bemerkbar, daß ich seit dem Trainingslager im März nicht mehr länger als vier Stunden am Stück im Sattel gesessen hatte – ich bin ziemlich alle. In der irrigen Hoffnung, es könnte die letzten zwölf Kilometer nur noch bergab gehen, biegen wir zu viert auf den Weg zurück nach Gerolstein ein. Jetzt quälen mich in erster Linie zwei Sorgen, zum einen, daß ich doch noch irgendwo abreißen lassen muß und mich so um den Lohn meiner Arbeit bringen würde, und zum anderen, daß der vierte im Bunde sich doch in den Zielspurt einmischen würde, obwohl er seit 90 Kilometern nur noch hinten draufgelegen hatte. Die letzten Hügel auf dem Weg zurück nach Gerolstein werden erwartungsgemäß zur Qual, aber irgendwie schaffe ich es dranzubleiben. Auf der breiten Hauptstraße Richtung Gerolstein wird dann noch mal richtig am Horn gezogen: der Fahrer, der von hinten zu uns gekommen war, hat tatsächlich noch die Kraft auf der leicht abfallenden Straße 50 km/h zu treten. Ich denke mir, daß ein dritter Platz wohl das höchste der Gefühle wäre, nachdem ich auch seit rund 30 Kilometern nur noch alibiartig durch den Wind gefahren bin. Als Gerolstein erreicht ist, türmt sich vor uns noch mal ein kurzer Stich auf, vor dem uns Sebastian gestern schon gewarnt hatte. Hier attackiert jener, der zuletzt das Gros der Führungsarbeit gemacht hatte; ich steige hinterher und kann kurzzeitig sogar ein kleines Loch zwischen mich und die beiden Verfolger bringen, aber dann merke ich ziemlich schnell, daß in meinen Beinen einfach nichts mehr drin ist. Noch vor der Kuppe werde ich von dem Mann mit dem großen Blatt ein- und überholt. In der folgenden Abfahrt versuche ich dranzubleiben, und dann ist auch schon das Ziel erreicht. Mit lautem Jubel werde ich von Steffi, Jan und Sebastian in Empfang genommen und rolle als Dritter ins Ziel. Vor mir Sebastian Küfner auf Platz eins, der aus der zweiten Gruppe zu uns aufgeschlossen hatte, und Kai-Uwe Gerstenberger, der wohl seinen Umwerfer auf 209 Kilometern nicht ein einziges Mal betätigt hat. Ein fairer Zieleinlauf, der die Kräfteverhältnisse auf dem letzten Drittel der Distanz korrekt widerspiegelt. Im Ziel heißt es dann erstmal ein bißchen für die Kameras posieren, und dann kommt auch schon Steffi angerollt, die ich zunächst ein wenig trösten muß, da bei ihr nach 20 Kilometern bereits die vermaledeite Defekthexe in Form eines Reifenschadens zugeschlagen hatte und ihr ihr Rennen komplett versaut hat.&lt;br /&gt;Für mich selbst ist ein Traum in Erfüllung gegangen – seit 10 Jahren hatte ich davon geträumt mal bei einer Siegerehrung auf so einem verfluchten Podest zu stehen; heute hatte ich es endlich geschafft.&lt;br /&gt;Insgesamt war es ein äußerst erfolgreiches Wochenende für das ganze Team: Jan belegte Gesamtplatz 2 und Platz 1 in seiner Altersklasse auf der 117 km-Distanz, für Sebastian sprang ein sechster Gesamtplatz und ein dritter Altersklassenrang heraus, und auch Steffi konnte nach Reifenschaden, fast 100 km-Alleinfahrt und einer falschen Streckenleitung durch die Streckenposten an einer der Streckenteilungen auf der 117 km-Distanz noch Platz 9 in der Frauenkategorie belegen. Vier Starter und dreimal bei der Siegerehrung vertreten – wenn das mal kein großer Erfolg ist.&lt;br /&gt;Die detaillierten Ergebnisse sind unter &lt;a href="http://www.gerolsteiner-radsport-festival.de/"&gt;http://www.gerolsteiner-radsport-festival.de/&lt;/a&gt; zu finden, ebenso eine Bildergalerie, in der alle von uns mehr als einmal vertreten sind.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-1448558662696561767?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/1448558662696561767/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=1448558662696561767' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/1448558662696561767'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/1448558662696561767'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2009/05/eifelachterbahn.html' title='Eifelachterbahn'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-5050777585129409581</id><published>2009-05-18T22:43:00.000+02:00</published><updated>2009-05-18T22:44:07.829+02:00</updated><title type='text'>Frühjahrsrennen</title><content type='html'>Nach fast 10 Jahren Abstinenz vom Lizenzrennsport (ein kleines C-Kriterium im Jahre 2007 mal unter den Tisch fallen lassend) stand ich wieder in Schönaich am Start. Meine Erinnerungen an dieses Rennen waren nicht von der besten Sorte, immerhin war die 2000er Ausgabe des Jahres eine ziemlich verregnete gewesen und für mich war damals nach nicht einmal der Hälfte des Rennens Schluß – mit Grausen erinnere ich mich daran, wie ich vor Kälte schlotternd auf der schnellen Abfahrt nicht einmal mehr wirklich geradeaus fahren konnte. Da stand ich nun inmitten von mehr als 200 anderen Fahrern, die alle furchterregend gut austrainiert aussahen. In meinem Überschwang hatte ich auch gleich für das ABC-Rennen gemeldet (das C-Rennen startete mir zu früh...), in der – wie sich alsbald herausstellen sollte falschen – Annahme, daß bei doppelter Renndistanz im Vergleich zur C-Klasse das ABC-Rennen halbwegs gediegen losgehen sollte. Vom Start weg gab es nur eine Geschwindigkeit: Vollgas. Und für mich nur eine Richtung im Feld: nach hinten. Durch mangelnde Erfahrung im Feld und zu geringe Leistungsfähigkeit meinerseits verlor ich Position um Position. Zwei Runden (von 14!!!) lang konnte ich mich halbwegs im Feld über den giftigen Zielanstieg retten, in Runde drei kam es dann in der Anfahrt zum Anstieg direkt vor mir auch noch zu einem Sturz, den ich mit mehr Glück als Können irgendwie umkurven konnte. Der nun folgende Sprint ans Ende des Feldes führte dazu, daß ich bereits am Fuß des Anstiegs nichts mehr zuzusetzen hatte, und folgerichtig verlor ich in dieser Situation den Anschluß ans Feld. Eine halbe Runde lang haben wir dann noch zu fünft verzweifelt dem enteilenden Feld hinterher geschaut, bevor wir uns dann in unser Schicksal ergeben haben. Der Rest des Rennens ist schnell erzählt und nicht besonders aufregend: drei Runden lang fuhr ich meiner Fünf-Mann-Gruppe, bevor auch diese Gruppe für mich zu schnell wurde und mich am Anstieg abhängte. Aus Prinzip wenigstens die Distanz des C-Rennens zurückgelegt zu haben, bin ich dann noch eine Runde alleine gefahren, um dann nach insgesamt 7 Runden endgültig die Segel zu streichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es konnte also nur besser werden. Für das Wochenende 25./26.04. sind dann Steffi und ich kurzerhand ins schöne Frankenland gefahren, um bei den Rennen in Fürth/Cadolzburg und Karbach zu starten. Beides Rennen, die ich aus meiner ersten (und bisher einzigen Rennsaison) kannte und in guter Erinnerung hatte. Außerdem waren beide Rennen als B/C-Rennen ausgeschrieben, was – wie ich hoffte – eher meiner Kragenweite entsprechen sollte. „Unauffällig mitgefahren“ umschreibt diese beiden Rennen aus meiner Sicht wohl am besten. In Cadolzburg war ich in der sechsten von sieben Runden mal kurzzeitig an der Spitze des Feldes (nur um dort festzustellen, daß es im Feld doch bequemer ist ;-)), bevor ich dann in der letzten Runde wieder ins Mittelfeld zurückfiel, um mich dann im Schlußspurt bergauf, auch mangels besserer Position in der Anfahrt, mit einem Platz um Platz 60 bis 70 zufrieden zu geben. Das Rennen in Karbach verlief für mich ähnlich, auch wenn mir dieses Rennen mit seinen zwei längeren Anstiegen topographisch besser gelegen kam als das Rennen in Cadolzburg. Wieder waren sieben Runden zurückzulegen, was dieses Mal einer Renndistanz von rund 120 km entsprach (in Cadolzburg waren es knapp 110 km gewesen). In Runde 3 gab es am Ende des ersten Anstiegs kurz eine Windkantensituation, der ich fast zum Opfer gefallen wäre, aber in den folgenden Runde hielt ich mich dann bereits im Anstieg auf der linken Fahrbahnseite, um den Anstieg auf der windgeschützten Seite zu absolvieren. Wie schon am Vortag in Cadolzburg stellte ich auch in Karbach mit einiger Zufriedenheit fest, daß meine Form anscheinend immerhin schon so weit gediehen war, daß, sobald es mir weh tat, es augenscheinlich auch allen anderen mindestens genauso weh tat und das Tempo entsprechend etwas absank. In der letzten Runde beging ich dann den Fehler den Berg zu weit hinten in Angriff zu nehmen, so daß ich mich plötzlich am Ende des ersten Anstiegs in der dritten Gruppe des geteilten Felds wiederfand. Bis zum zweiten Anstieg waren wir aber wieder am vorderen Feld dran, nur um in diesem Anstieg wieder leicht den Anschluß zu verlieren, was in einer Kamikaze-Abfahrt gemeinsam mit einem weiteren Mitstreiter resultierte. Immerhin war diese Kamikaze-Aktion von Erfolg gekrönt – am Ende der Abfahrt waren wir wieder am Feld dran. Auf den restlichen Kilometern bis zum Ziel fühlte ich mich dann wieder so gut, daß ich sogar gedachte in den Schlußspurt hineinzuhalten in der Hoffnung auf einen Platz unter den ersten 20. Dieser Plan wurde dann jedoch von einem Fahrer, der sich mehr oder weniger direkt vor mir überschlug massiv durchkreuzt. Nachdem ich durch den Sturz ca. 15 Positionen verloren hatte, bin ich dann einfach nur noch ins Ziel rein gerollt und dürfte ungefähr auf Platz 50 gelandet sein. Ein wenig angefressen, daß es nicht für mehr gereicht hatte, war ich im Ziel dann schon, aber im großen und ganzen war ich mit den beiden Rennen sehr zufrieden. Ich wollte zwei lange Straßenrennen durchfahren, und ich bin zwei lange Straßenrennen durchgefahren – Ziel erreicht könnte man sagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Start war dann bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Geislingen – wieder ein ABC-Rennen. Mit etwas unguten Erinnerungen an Schönaich stand ich da nun mal wieder in einem Feld von fast 200 Fahrern und hoffte inständig, daß es nicht wieder so Vollgas wie in Schönaich losgehen würde. Denn eines hatte ich in Cadolzburg und Karbach gesehen: in Relation zu den anderen baute ich über die Distanz weniger ab, hier kam mir anscheinend meine gute Grundlage als Marathonfahrer zu gute. Es ging also vom Start weg erst einmal bergauf, und – als wären meine Wünsche erhört worden – das Tempo war zunächst annehmbar. Die dritte von zehn Runden war für meine Gefühl sogar ausgesprochen langsam. Ich genoß es Radrennen zu fahren. Mit dem Genuß war es dann in der fünften Runde schlagartig vorbei, als das U23-Bundesliga-Team „Bergstraße“ sich in nahezu voller Mannschaftsstärke vorne einreihte und das Feld komplett zerlegte. Mit Ach und Krach schaffte ich es mich im Feld (bzw. dem was dann noch übrig war) zu halten und hatte nur einen Gedanken: „Noch so eine Runde, und ich bin weg.“ Liebenswerterweise wurde mir in der sechsten Runde ein wenig Erholung gegönnt, und auch die siebte Runde war zwar schnell, aber lang nicht so schnell wie die fünfte es gewesen war. Mittlerweile hatte ich mit einiger Zufriedenheit wahrgenommen, daß das „Feld“ nur noch aus etwa 40 Fahrern bestand. In der neunten und damit vorletzten Runde prägte dann vor allem ein Gedanke mein Denken: „Bitte gebt mir noch eine langsamere Runde.“ Kaum hatte ich es gedacht, sah ich wie am Fuß des zweiten Anstiegs der Runde Team Rothaus mit fünf Mann das Tempo verschärft. Oben ging es dann wieder in Einerreihe daher, vor mir taten sich ein ums andere Mal Löcher auf, von denen ich schlußendlich irgendeines nicht mehr zu schließen in der Lage war. Ich fuhr die neunte Runde dann noch zu Ende, um mir die zehnte Runde dann zu schenken (ich hatte auch leichte Krämpfe und etwas zu wenig gegessen), und zog für mich ein überwiegend positives Fazit: In einem alles in allem stark besetzten Rennen hatte ich mich fast bis zum Schluß in der 40-Mann-Kopfgruppe halten können. Die Formkurve zeigt auf jeden Fall ziemlich steil nach oben, auch wenn es dieses Mal noch nicht ganz gereicht hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das vorerst letzte Lizenzrennen, bevor die Marathonsaison mit dem Gerolsteiner Radsportfestival für mich startet, war „Rund um Schloß Ummendorf“ in Ummendorf bei Biberach, wieder ein ABC-Rennen, wobei man ehrlicherweise dazu sagen muß, daß laut Startliste etwa 70 % der Starter C-Fahrer waren, und die ganz starken Fahrer von Team Rothaus oder auch vom Team Bergstraße beim parallel stattfindenden U23-Bundesliga-Rennen am Start waren. Nichtsdestotrotz standen auch hier wieder 100 km, verteilt auf 14 Runden auf dem Plan. Pro Runde waren auch wieder rund 120 Höhenmeter zu bewältigen. Dieses Mal ging es bereits in der vierten Runde richtig zur Sache und eine neunköpfige Spitzengruppe konnte sich absetzen. Dahinter hielt ich mich im Feld, und konnte mich zumindest am Anstieg auch in den vorderen Positionen behaupten. Trotz teilweise sehr ruhigem Tempo im Feld (die Spitzengruppe hatte sehr schnell drei Minuten Vorsprung) wurde das Feld Runde für Runde kleiner, bis zum Schluß nur noch etwa 20 Fahrer übrig geblieben waren. Im Finale bin ich dann allerdings gefahren wie eine Mischung aus einem blutigen Anfänger und einem Dummkopf, weshalb mir nur der drittletzte Platz meiner Gruppe und der 27. Platz insgesamt blieb. Aber Spaß gemacht hat's! Und über die 10 Euro Prämie für meinen 27. Platz konnte ich mich dann freuen wie ein kleines Kind an Weihnachten ;-)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-5050777585129409581?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/5050777585129409581/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=5050777585129409581' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/5050777585129409581'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/5050777585129409581'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2009/05/fruhjahrsrennen.html' title='Frühjahrsrennen'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-8665019661114929641</id><published>2008-11-23T18:52:00.002+01:00</published><updated>2008-11-23T19:37:03.734+01:00</updated><title type='text'>Äch bin wieder da!</title><content type='html'>Lance Armstrong kommt zurück. Ivan Basso auch. Alexander Vinokourov will auch zurück. Da kann ich schlecht zurückstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem mir Trondheim-Oslo letztes Jahr ziemlich den Zahn gezogen hat und auch der im August letzten Jahres folgende Ötzi nicht nach meinen Vorstellungen lief, konnte ich mich im vergangenen Winter nicht wirklich motivieren eine seriöse Vorbereitung für 2008 durchzuziehen. Und dann kam es, wie es kommen mußte: keine Form bedeutet hinterherfahren, bedeutet noch weniger Motivation hart zu trainieren (Hallo Trotzreaktion, wo bist Du denn, wenn man Dich mal brauchen könnte?!), resultiert in noch weniger Form, usw. usf..&lt;br /&gt;Mehr als eine (allerdings wunderschöne!) einwöchige Alpentour ist daher im Jahr 2008 nicht rausgesprungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SSmb2-Qi-5I/AAAAAAAAADc/lqSW-ECntng/s1600-h/DSCF0155+Kopie.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SSmb2-Qi-5I/AAAAAAAAADc/lqSW-ECntng/s320/DSCF0155+Kopie.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5271916207541517202" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SSmb3WrztZI/AAAAAAAAADk/lDDNZ_NpQyo/s1600-h/DSCF0204+Kopie.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SSmb3WrztZI/AAAAAAAAADk/lDDNZ_NpQyo/s320/DSCF0204+Kopie.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5271916214098310546" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SSmb4EH3YdI/AAAAAAAAADs/Ftu4jcOCCHA/s1600-h/DSCF0317+Kopie.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SSmb4EH3YdI/AAAAAAAAADs/Ftu4jcOCCHA/s320/DSCF0317+Kopie.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5271916226295587282" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es hat schon eine Riesenleistung eines Trainingskollegen beim Ötzi gebraucht, um mich wieder auf's Rad zu bringen (Danke, Jan!). Plötzlich war es wieder da, dieses "Das kann ich auch"-Gefühl, der Wille und die Bereitschaft sich im Training zu quälen, kurzum die Motivation wieder richtig Rad zu fahren und nicht nur formlos durch die Gegend zu eiern. Auf den kilometerärmsten August und einen vergleichbar schwachen September folgte der wohl trainingsreichste Oktober meiner ganzen Radkarriere. Eine kleine Motivationshilfe aus Kohlefaser hab ich mir dann auch noch geleistet (Danke, Gerd ;-)), die mich nun jeden Abend in meinem Wohnzimmer daran erinnert, daß man für schönes Material auch entsprechende Beine haben sollte. Der November schlägt auch schon mit 22 Trainingseinheiten zu Buche (dank Winterpokal &lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;/span&gt; minutengenau dokumentiert :-)).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt bleibt für 2009 nur noch zu hoffen, daß ich neben Maloche, Training und Radmarathons auch noch ein bißchen Zeit finde mein Blog zu pflegen. Es ehrt mich jedenfalls riesig, wieviel Rückmeldung ich für meine Berichte schon bekommen habe, und mich "wildfremde" Menschen im TOUR-Forum anschreiben, was denn dieses Jahr los gewesen sei. Danke dafür!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Den ersten "Titel" der Saison 2008/09 gab's auch schon: Ich hab gefremdelt und darf mich seit letztem Samstag inoffizieller RIG-Meister in der 1000m-Einerverfolgung nennen ;-P (Daß 1000m dermaßen weh tun können, hätte ich ja nie gedacht...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SSmhfJ_GTyI/AAAAAAAAAD0/t6xiR-cpAy0/s1600-h/081115+Radrennbahn+%C3%96schelbrunn+015.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SSmhfJ_GTyI/AAAAAAAAAD0/t6xiR-cpAy0/s320/081115+Radrennbahn+%C3%96schelbrunn+015.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5271922395442466594" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-8665019661114929641?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/8665019661114929641/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=8665019661114929641' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/8665019661114929641'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/8665019661114929641'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2008/11/ch-bin-wieder-da.html' title='Äch bin wieder da!'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/SSmb2-Qi-5I/AAAAAAAAADc/lqSW-ECntng/s72-c/DSCF0155+Kopie.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-2241217206706159525</id><published>2007-06-26T11:51:00.000+02:00</published><updated>2007-06-26T20:53:16.869+02:00</updated><title type='text'>Kraftprobe.</title><content type='html'>Trondheim. Oslo. 540km. 1001min. Regen. Gegenwind. Sturz in der Gruppe. Weiterfahren. Essen. Trinken. Wichtig. 15 min auf Platz 4. Und wieder Regen. Eingeschlafenen Finger. Kälte. Alles egal. Überleben. Wasser von oben. Wasser von unten. Wasser von vorne. Wasser von hinten. Zweifel. Aufgeben wollen. Nicht mehr reden wollen. Müdigkeit. Nichts mehr essen können. Männerhintern in Assoshosen. Leere Blicke. Eye of the Tiger. Wieder scherzen können. Überholt werden. Mitfahren. Frieren. Nur noch 200km. Rechnen. Kopf irgendwie beschäftigen. Nicht mehr führen können. Schlechtes Gewissen haben. Aufgemuntert werden. Und Regen. Dauerregen. Nichts trinken können. Magen rebellisch. Unmenschlich. Infernalisch. Pinkeln müssen. Laufen lassen wollen. Geht nicht. Weitertreten. Endorphine. Surreal. Norwegische Nacht. Kaum dunkel. Zeitgefühl verloren. Schmerzende Knie. Erfrorene Füsse. Rutschende Armlinge. Durchweichte Regenjacke. Sich selbst belügen. Ziele aufgeben. Ziele neu definieren. Fluchen. Leere. Sinnlosigkeit. Warum. Keine Antwort. Weiterfahren. Warme Dusche herbeisehnen. Schleifende Laufräder. Nervig. Gel reinwürgen. Hoffen. Nicht kotzen. Immer wieder Regen. Zuschauer. Heia Heia. Gänsehaut. Gute Truppe. Kurz anhalten. Armlinge hochziehen lassen. Grenzen erkennen. Eingeständnisse machen. Angst. Durchhalten. Nur noch 120km. Noch ungefähr vier Stunden. Schnitt schätzen. Hochrechnen. Lampe abgesoffen. Ende herbeisehnen. Oslo 71km. Zweistellig. Unwirklich. Schlaglöcher. Schlechte Straßen. Sturzgefahr. Halsschmerzen. Autobahn. Letzter Anstieg. Am Auto festhalten. Nur noch bergab. Ankommen. Medaille bekommen. Zum ersten Mal wichtig. Schulterklopfen. Tränen in den Augen. Nicht begreifen. Stolz. Keine Ahnung. Photo vergessen. Scheißegal. Raus aus den Klamotten. Dusche kalt. Frechheit. Hotdog essen. Einmal und nie wieder. Verdrängen. Aktionismus. Sachen packen. Rumlaufen. Lustig sammer Puntigamer. Hinlegen. Eine Stunde schlafen. SMS von Matthias.  Freude. Heimfliegen. Verrückt. Total verrückt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-2241217206706159525?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/2241217206706159525/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=2241217206706159525' title='10 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/2241217206706159525'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/2241217206706159525'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2007/06/kraftprobe.html' title='Kraftprobe.'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>10</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-554157551926237223</id><published>2007-06-11T23:20:00.000+02:00</published><updated>2007-06-17T17:10:59.308+02:00</updated><title type='text'>Soloflucht</title><content type='html'>Nachdem ich die letzten Wochen vor allem mit Training und ein paar kürzeren Rennen (Vereinsrennen, Jedermannrennen bei "Rund um den Henniger Turm", C-Kriterium in Rheinstetten) verbracht hatte, stand endlich mal wieder "was Richtiges" auf dem Programm, sprich 205km und ordentlich Höhenmeter. Der Name der Gemeinheit: "&lt;a href="http://www.sportcommunication.com/GT/epreuve2.php?langue=1&amp;trophee=54"&gt;Les Trois Ballons&lt;/a&gt;", ein Radmarathon in den Vogesen ausgerichtet vom gleichen Veranstalter wie "La Marmotte". Neben meiner Wenigkeit waren auch noch Matthias und Thomas (letzterer wollte sich auf der 104km Strecke austoben) mit von der Partie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rm2-naUSzGI/AAAAAAAAAB0/B5IkdWKFVfA/s1600-h/DSCN3792.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rm2-naUSzGI/AAAAAAAAAB0/B5IkdWKFVfA/s320/DSCN3792.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5074921939405032546" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Matthias, Thomas und der Autor (v.l.n.r.) mit den neuen Teammützen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RnUvNaUSzHI/AAAAAAAAAB8/nuUu2f6Wc0o/s1600-h/DSCN3793.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RnUvNaUSzHI/AAAAAAAAAB8/nuUu2f6Wc0o/s320/DSCN3793.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5077016062379347058" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Unsere Herberge für eine Nacht (den Ländervergleich Deutschland vs. Belgien, mit den Belgiern, die auch dort übernachtet haben, sollten wir haushoch gewinnen!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Dank meiner Vorjahreszeit von "La Marmotte" stehe ich um viertel vor sieben mit 450 anderen im ersten Startblock und warte darauf, daß der Startschuß fällt. Noch weiß ich nicht genau, was mich erwartet, aber die Zielsetzung ist klar: so lange wie möglich vorne mitfahren, wenn alles perfekt läuft könnte am Ende sogar eine Top10-Platzierung herausspringen (anhand der Vorjahreszeiten hatte ich das als halbwegs realistisch eingeschätzt). Soweit die Theorie, die allerdings häufig so grau ist, wie der Morgen, der uns mit Nebel empfängt. Mit leichter Verspätung geht es dann kurz vor halb acht los. Die Temperaturen sind angenehm, die Weste und die Armlinge hätte es eigentlich gar nicht benötigt. Die ersten rund 12km sind nahezu flach, das Tempo pendelt bei 33-38km/h. Keinerlei Drängelei, keine Hektik, nicht eine einzige gefährliche Situation. Herrlich. Wenn ich mich da an so manches Jedermannrennen erinnere, bei dem man tausend Tode stirbt, weil keiner um einen herum auch nur halbwegs geradeaus fahren kann. Ach, lassen wir das. Nach ungefähr 12km kündigen die ersten Wellen den Beginn des Anstiegs zum &lt;a href="http://ciclismo.sitiasp.it/altimetria.aspx?sid=4df0388d17824af6ba5b206cce1bdc11&amp;id=1732"&gt;Ballon de Servance&lt;/a&gt; an. Die Anfahrt zum späteren Schlußanstieg lassen wir erst mal rechts liegen; der Ausblick auf die extrem steile Straße ist allerdings jetzt auch schon leicht furchteinflößend. Wir nehmen zunächst einmal die etwas flachere Straße Richtung Ballon de Servance, dem ersten Gipfel des Tages.&lt;br /&gt;In den ersten Rampen taste ich mich langsam von Position 50 in Richtung erste zwanzig nach vorne; schließlich wird die Straße immer enger, und ich will vorne dabei sein, wenn sich eine erste Gruppe bilden sollte. Relativ bald geht es auch schon los, daß immer wieder Fahrer dem Tempo nicht mehr folgen können und zurückfallen, auch ich merke, wie das Tempo mir langsam aber sicher die Beine dick werden läßt. Noch gehe ich allerdings das Tempo der Spitze mit, liege ungefähr an zehnter Position. Als das Tempo allerdings nochmals erhöht wird, muß ich mir eingestehen, daß meine Form nicht reicht um dieses Höllentempo mitzugehen (ein späterer Blick auf meinen Pulsmesser weist einen Maximalpuls von 193 aus; das muß wohl in diesem Moment gewesen sein). Ich habe die Wahl zwischen Mitfahren und am Gipfel kaputt sein oder eigenes Tempo finden und weiter im Rennen bleiben. Ich entscheide mich für letzteres. Daraufhin werde ich erst einmal von einigen Fahrern überholt, so daß ich mich nun an ungefähr zwanzigster Position befinde. Von hinten holen mich drei Fahrer ein, deren Tempo ich mich anschließen kann. Zu viert erreichen wir den Gipfel, holen dabei auf der Paßhöhe fünf weitere vor uns liegende Fahrer ein und nehmen die enge, mit schlechtem Asphalt ausgestattete Abfahrt in Angriff.&lt;br /&gt;In der Abfahrt holen wir weitere Fahrer ein, und werden unsererseits ebenfalls von Fahrern eingeholt, so daß sich am Fuße der Abfahrt eine etwa 20 Mann starke Gruppe gebildet hat. Zeit zu essen und zu trinken. Der folgende Col du Ménil ist kaum wahrnehmbar, so flach geht es auf der einen Seite hinauf und auf der anderen wieder hinab. Wie bei solchen Veranstaltungen üblich, ist es natürlich unmöglich in einer solch großen Gruppe eine vernünftige Zusammenarbeit zustande zu bringen. Das Gros der Fahrer drückt sich konsequent um die Führungsarbeit. Da mir das zu blöd ist, und ich auch ganz gerne an der Spitze einer Gruppe fahre, um den Überblick zu behalten, stecke ich meine Nase eben auch ein ums andere Mal in den Wind. Den Anstieg zum &lt;a href="http://ciclismo.sitiasp.it/altimetria.aspx?sid=4df0388d17824af6ba5b206cce1bdc11&amp;id=1729"&gt;Col d'Oderen&lt;/a&gt; fahren wir im wesentlichen zu dritt von vorne; keine allzu schwieriger Anstieg, überwiegend kann ich das große Blatt stehen lassen. "1min 40" wird uns vom Streckenrand zugerufen, das muß wohl der Abstand auf die Spitzengruppe sein. Am Col d'Oderen gibt es das erste Mal Verpflegung, die aber von unserer Gruppe gemeinschaftlich ignoriert wird. Die Abfahrt nutze ich wieder um zu essen. Immer wieder kann ich ohne Probleme der Gruppe ein paar Meter enteilen; die Belgier und Holländer in meiner Gruppe sind einfach keine so guten Abfahrer. Wo sollen die auch üben?! Auf der Anfahrt zum &lt;a href="http://ciclismo.sitiasp.it/altimetria.aspx?sid=4df0388d17824af6ba5b206cce1bdc11&amp;id=1886"&gt;Col de Bramont&lt;/a&gt; wird das Tempo wieder hochgehalten; 1min 50s beträgt unser Rückstand mittlerweile auf die Spitzengruppe, aus der wir noch ein oder zwei weitere zurückgefallene Fahrer aufsammeln. Am Col de Bramont wird zum ersten Mal dann richtig Tempo gefahren, Rennfeeling kommt auf. Hinten beginnt die Gruppe dann auch langsam etwas zu bröckeln und auch mir tut das Tempo - für das ich allerdings streckenweise selbst verantwortlich zeichne - durchaus weh. Über den Col de Bramont hinweg geht es in eine sehr kurze Abfahrt und mit Schwung in den nächsten Anstieg, der uns über den Col du Herrenberg auf die Routes des Crêtes Richtung Grand Ballon führen sollte,  hinein. Ok, jetzt wird es ernst. Vorne schlagen fünf Fahrer ein solches Tempo an, daß auch mir zunächst die Luft wegbleibt bzw. ich ein wenig Angst vor der eigenen Courage bekomme. Ich lasse abreißen. Zu mir gesellen sich zwei weitere Fahrer, dahinter fliegt die Gruppe nun endgültig auseinander. Doch dann werden die fünf Fahrer an der Spitze langsamer, und mein Rückstand hält sich konstant bei 20-30m. Ich beobachte die Situation ein wenig und stelle fest, daß die da vorne auch nicht schneller fahren als ich, während sich hinter mir immer größere Löcher auftun. "Also gut, jetzt hoffe ich mal, daß mich mein Eindruck nicht trügt", denke ich mir und fahre das Loch in einer Hauruck-Aktion zu. Im Nu hänge ich hinten an der Gruppe dran und kann das Tempo der Gruppe mitgehen. Zu sechst erreichen wir die Routes des Crêtes, die uns leicht abfallend über Le Markstein Richtung Grand Ballon bringt. In Richtung Grand Ballon verheißt ein Blick gen Himmel nicht gerade gutes, tiefschwarz hängen die Wolken am Horizont und ein paar Regentropfen bekommen wir bereits hier ab. Aber das Wetter ist erst mal egal. Nach nur wenigen Metern entpuppt sich meine Entscheidung an diese Gruppe im Anstieg heranzufahren als goldrichtig: schnell bauen wir einen prächtig funktionierenden Kreisel auf, alles ohne Worte; ich weiß auch gar nicht, wen ich in welcher Sprache ansprechen sollte, es sind Holländer, Belgier und Franzosen in der Gruppe. Das ist aber auch egal, schließlich bin ich zum Radrennen fahren hierher gekommen, und nicht um Palaver zu führen. Ein weiterer Fahrer aus der Spitzengruppe wird von uns eingeholt und steigt gleich mit in die Führungsarbeit ein. Eine wunderbare Gruppe, wir sind uns einig und machen richtig Tempo. Le Markstein wird passiert, es geht Richtung Grand Ballon, dem einzigen Anstieg, den ich schon vorher kannte, der aber von dieser Seite aus kommend harmlos ist, da sich nur etwa 500-600 etwas steilere Meter an ein Flachstück bzw. leicht ansteigendes Stück anschließen. Zu Beginn des Steilstücks fahre ich in die Führung und ziehe einfach mein Tempo durch, was zur Folge hat, daß sich sofort ein kleines Loch hinter mir auftut. Nahezu im gleichen Moment sehe ich die Spitzengruppe über die Paßhöhe fahren. Mit dem Hintergedanken an die nun kommende Verpflegungsstation, an der ich wohl anhalten müßte, um mir meine Flaschen wieder zu füllen, ziehe ich meinen "Fluchtversuch" durch, schließlich weiß ich nicht, ob die anderen auch anhalten würden; ein paar aus meiner Gruppe wurden nämlich ganz offensichtlich von Begleitern am Straßenrand versorgt, so daß diese wohl eher nicht anhalten würden.&lt;br /&gt;Oben angekommen wird mir allerdings wider Erwarten eine Flasche Wasser angereicht, die ich im Vorbeifahren annehme und in meine Trinkflasche umfülle. Ein kurzer Blick über meine Schulter zeigt mir, daß ich mich doch schon ein ganz ordentliches Stück von meiner Gruppe abgesetzt hatte. Was tun? Weiterfahren oder warten? Ich entscheide mich für weiterfahren, in der Hoffnung, daß ich als guter Abfahrer auch ein wenig Zeit nach vorne gut machen kann und vielleicht den einen oder anderen Abghängten aus der Spitzengruppe einsammeln würde. In der Abfahrt beginnt es zu regnen, trotzdem habe ich keine größeren Probleme. Ein einzelner Fahrer aus meiner ehemaligen Gruppe schließt von hinten zu mir auf, so daß wir uns wenigstens zu zweit im folgenden Flachstück etwas abwechseln können. Unten im Ort erlebe ich eine kurze Schrecksekunde, als ich einen Abzweig nach rechts verpasse; zum Glück fährt gerade eine Auto der Organisation direkt hinter mir und hupt mich wieder auf die richtige Strecke. Es folgt der Anstieg zum &lt;a href="http://ciclismo.sitiasp.it/altimetria.aspx?sid=4df0388d17824af6ba5b206cce1bdc11&amp;id=2455"&gt;Col du Hundsruck&lt;/a&gt;, einer der niedrigeren Berge inmitten der drei großen "Ballons". Mein Fluchtgefährte verläßt mich gleich zu Beginn des Anstiegs; er läßt sich von einer Begleiterin verpflegen und hält dazu an. Alleine nehme ich nun den Anstieg in Angriff. Hier merke ich zum ersten Mal, daß meine Beine doch schon etwas schwer sind, und das obwohl noch rund 80km zurückzulegen sind. Auch beginnt es nun stärker zu regnen, was vor allem die Abfahrt sehr unangenehm macht. Vorsichtig steuere ich durch die  teilweise engen Kurven. Am Fuße der Abfahrt wird es wieder trockener, und so langsam sehne ich die nächste Verpflegung herbei; das Wasser in meinen Flaschen geht langsam zur Neige. "Auf der Flachen", wie Jens Heppner sagen würde, versuche ich das Tempo weiterhin einigermaßen hochzuhalten. Der Tacho pendelt so zwischen 32 und 35km/h, von meinen Verfolgern ist noch nichts zu sehen, von der Verpflegung allerdings auch nicht.&lt;br /&gt;Nach mir endlos erscheinenden Kilometern habe ich endlich die vorletzte Verpflegung direkt am Beginn des Anstiegs zum &lt;a href="http://ciclismo.sitiasp.it/altimetria.aspx?sid=4df0388d17824af6ba5b206cce1bdc11&amp;id=1881"&gt;Ballon d'Alsace&lt;/a&gt; erreicht. Hier fülle ich mir meine beiden Flaschen nochmal randvoll mit Wasser bzw. Isostar, schnappe mir ein Stück Banane, erkundige mich nach meiner aktuellen Platzierung (neun Fahrer sind vorne weg, also liege ich momentan auf Platz 10) und fahre mit der Hoffnung diesen Platz bis ins Ziel halten zu können weiter. Obwohl ich sicherlich eine Minute gestanden habe, ist von meinen Verfolgern nichts zu sehen. Kurz nach der Verpflegung steht auch schon das Schild "Sommet à 10km" am Straßenrand, und ich nehme die ersten Kehren des Anstiegs in Angriff. Frisch gestärkt laufen die ersten Kilometer phantastisch, mir bleibt sogar Zeit mich an der Schönheit der Landschaft zu erfreuen; die Streckenführung im unteren Teil des Anstiegs läßt alpines Flair aufkommen und erinnert mich sogar ein wenig an den Albulapaß in der Schweiz. Doch sobald die Straße steiler wird, lassen die Kräfte wieder nach und die Geschwindigkeit sinkt rapide ab. So langsam machen sich doch die vielen Kilometer alleine bemerkbar. Mehr schlecht als recht erreiche ich den Gipfel und als ich mich kurz vor der Paßhöhe umdrehe, kann ich auch schon meine Verfolger sehen. Trotzdem warte ich zunächst nicht, sondern fahre in der Abfahrt mein Tempo weiter und kann mich wohl wieder ein wenig absetzen, da ich in der gesamten Abfahrt wieder keine Verfolger hinter mir sehen kann. Die Abfahrt ist schön zu fahren, schnelle, weite Kurven wechseln sich mit engen Spitzkehren ab, das ganze auf einer relativ breiten Straßen mit gutem Asphalt. Leider ist die Abfahrt nicht so steil, so daß man auch in der Abfahrt ordentlich arbeiten muß, um auf Tempo zu kommen. Bei Kilometer 165 ist Giromagny erreicht; dort waren wir doch gestern auf der Anfahrt auch durchgekommen und von dort war es doch gar nicht mehr soweit bis Champagney, wo wir gestartet waren. Wo kommen denn jetzt noch bitte 40km her, damit die angegebenen 205km erreicht werden?! Das sollte ich gleich sehen. Zunächst werde ich aber bei Kilometer 170 von fünf Fahrern gestellt; damit ist nach 70km meine Soloflucht beendet, und der Kampf um die Top10 beginnt von neuem. Wenn ich die Gruppe halten kann, so beginne ich zu rechnen, werde ich mindestens Fünfzehnter. Das wäre wohl auch ok. Erstmal tut es mir aber gut, wieder in einer Gruppe zu fahren; selbst wenn ich sofort wieder mit durch die Führung fahre, hilft es mir die Ansätze von Krämpfen, die ich phasenweise schon hatte, wieder loszuwerden und mich ein wenig zu erholen.&lt;br /&gt;Doch mit der Erholung ist es nicht allzu lange hin: was jetzt folgt ist einer dieser hundsgemeinen, welligen Abschnitte, die kein Profil der Welt ordentlich hergibt (laut Profil sollte die Strecke bis zum Fuß des Schlußanstiegs mehr oder weniger flach sein), aber einem in leicht angeknocktem Zustand einfach den Rest geben. Außerdem ist es mittlerweile ziemlich warm geworden, was mir zusätzlich nicht so wirklich liegt. So geht es nun also dahin: schmale Straßen, 50 Höhenmeter rauf, dann 30 runter, dann wieder 60 rauf, dann mal 80 runter, usw. usf. An einer der Wellen lassen zwei Fahrer aus unserer Gruppe abreißen, was dazu führt, daß wir vorne zu viert noch mehr auf's Tempo drücken, schließlich sollten die nicht mehr wiederkommen. Ist ja immer noch ein Rennen und keine RTF! Plötzlich steht einer mit einer weißen Startnummer am Rad (also einer von der 205km Strecke) am Straßenrand und flickt seinen Reifen. Ist zwar gemein, aber in diesem Moment, dachte ich nur: "Sehr gut, wird ein weiterer Platz in den Top10 frei!" Also hatte ich jetzt schon mal eine 50:50-Chance die Top10 zu erreichen. Als es dann ein zweites Mal nach Champagney geht, und wir uns wieder auf der Straße befinden, die wir auch am Morgen auf den ersten Kilometern befahren hatten, holen wir einen weiteren Fahrer mit weißer Startnummer ein, der augenscheinlich auch ganz ordentlich einen in den Schuhen hat. Aber uns geht es auch nicht viel besser, keiner will mehr führen, wo wir morgens noch mit fast 40km/h entlang gefahren waren, bringen wir jetzt kaum noch 30km/h zustande. Einem aus unserer Gruppe wird es zu blöd; keiner fährt hinterher, und so fährt er schnell einen Vorsprung von etwa 100m heraus. Dahinter probiert es ein anderer Fahrer auch noch mal, aber da fahre ich das Loch noch mal zu, obwohl ich weder noch richtig Kraft noch die richtige Motivation dazu habe. Einzig den Fahrer, den wir in Champagney aufgesammelt hatten, werden wir dadurch los.&lt;br /&gt;Zu dritt nehmen wir den &lt;a href="http://ciclismo.sitiasp.it/altimetria.aspx?sid=85d8b73d745b477bb458a48014f8f7b4&amp;id=5023"&gt;Schlußanstieg&lt;/a&gt; in Angriff. Vor uns fährt der eine ausgerissene Fahrer bereits im Zick-Zack den Berg hlnauf. Der erste Kilometer ist auch gleich mal unendlich steil; über 10% im Schnitt, gefühlte 20%. Die ersten zwei-, dreihundert Meter sind noch ok bei mir, auch wenn sich der Fahrer, der schon auf den letzten 30km den stärksten Eindruck bei mir hinterlassen hatte, schnell absetzen kann. Noch liege ich in den Top10, und den "zickzackenden" Fahrer vor mir würde ich schon irgendwann noch einholen. Denkste. Nach ca. 500m werden die Beine immer schwerer, während die anderen um mich herum langsam wieder schneller werden, pendelt sich meine Geschwindigkeit bei 8-9km/h ein. Ich stehe wie ein Eimer, und was jetzt kommt, sollten die längsten 4km meines Lebens werden. Ok, ich muß da hoch. Irgendwie. Wäre schieben vielleicht besser? Ne, die Blöße kannste dir nicht geben. Sind ja 8km/h schon peinlich genug. Zu allem Überfluß kommt auch schon der erste von hinten und überholt mich. An mitfahren ist nicht zu denken, selbst wenn meine Beine noch irgendwie könnten (was ich in diesem Moment massiv bezweifle), will ich auch einfach nicht mehr. Ich will einfach nur, daß dieser Scheißberg zu Ende geht, und es oben Cola gibt. Ja, Cola, das wäre jetzt ein Traum. Stattdessen wird am Ende von Kilometer zwei auf einem kurzen Flachstück (es geht sogar etwas bergab) Wasser angereicht. Naja, auch nicht verkehrt, meine Flaschen sind schließlich auch schon wieder fast leer. Den erhofften Kick bringt das aber auch nicht, stattdessen geht es mit 8km/h weiter. Weitere Fahrer, die ich seit 130km nicht mehr gesehen hatte, überholen mich und sehen dabei sogar ziemlich locker und vor allem schnell aus. Frechheit. Ich leide hier und muß mich auch demütigen lassen. Die Kilometer wollen und wollen einfach nicht enden, und dieser blöde Berg ist einfach unendlich steil. Irgendwann ist endlich der letzte Kilometer erreicht, den ich damit  verbringe hundertmeterweise herunterzuzählen (noch 900m, noch 800m, noch 700m, usw.). Oben angekommen macht Thomas noch ein paar Photos von mir, ich fahre durch's Ziel. Direkt auf den Getränkestand zu und endlich gibt es hier die ersehnte braune Flüssigkeit zu trinken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RnUvNqUSzII/AAAAAAAAACE/MqPxJUegFTQ/s1600-h/DSCN3806.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RnUvNqUSzII/AAAAAAAAACE/MqPxJUegFTQ/s320/DSCN3806.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5077016066674314370" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Der Autor auf den letzten Metern, den leeren Blick geschickt hinter der verspiegelten Sonnenbrille versteckt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Am Ende steht in einer Zeit von 6h 54min (wenigstens hatte ich noch die 7h-Marke unterboten) Platz 20 Gesamt und Platz 5 in meiner Altersklasse zu Buche. Ein bißchen ärgerlich ist das Ganze schon. So nah war ich noch nie an den Top10 bei einem richtigen Radmarathon dran (der Sieger ist immerhin ein französischer GS3-Profi!), und ganz besonders ärgerlich ist die Tatsache, daß ich mit nur rund zwei Minuten weniger einen Podestplatz in meiner Altersklasse errungen hätte, und wenn ich etwa viereinhalb Minuten schneller gewesen wäre, hätte es sogar zum Sieg in der Altersklasse reichen können. Diese Minuten hab ich definitiv auf den letzten fünf Kilometern verloren, die ich den Berg mehr hinaufgestanden als -gefahren bin.&lt;br /&gt;Also auf eine neues im nächsten Jahr, dieser Marathon hat von Länge und Höhenmetern her genau meine Kragenweite. Die Konkurrenz ist auch nicht ganz so unerreichbar wie bei "La Marmotte" oder dem "Ötzi". Ich werde nächster Jahr wieder am Start stehen und dann hoffentlich etwas ausgeruhter den Schlußanstieg angehen können. Ein bißchen mehr Streckenkenntnis könnte dabei dann behilflich sein.&lt;br /&gt;Meine beiden Mitstreiter Thomas und Matthias will ich dann jedoch auch nicht vergessen: Thomas hat sich zur Zeit auf das Zerstören von Hinterrädern verlagert und hat an seinem (geliehenen!) Hinterrad sieben Kilometer vor Schluß eine Speiche ruiniert, so daß ihm der Schlußanstieg und leider auch eine Top30-Platzierung auf der 104km-Strecke verwehrt geblieben ist. Matthias erging es im Schlußanstieg ähnlich wie mir, trotzdem hat er eine ausgezeichnete Zeit von 7h 42min hingelegt und damit den 155. Gesamtplatz (Platz 18 in seiner Altersklasse) belegt.&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RnUvN6USzJI/AAAAAAAAACM/uYMYhSxNKjo/s1600-h/DSCN3809.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RnUvN6USzJI/AAAAAAAAACM/uYMYhSxNKjo/s320/DSCN3809.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5077016070969281682" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Matthias auf den letzten Metern (gleich gibt's Cola!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RnUvOKUSzKI/AAAAAAAAACU/nSzn6Ix70-8/s1600-h/DSCN3810.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RnUvOKUSzKI/AAAAAAAAACU/nSzn6Ix70-8/s320/DSCN3810.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5077016075264248994" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;RIG Freiburg im Ziel: Thomas, Matthias, der Autor (v.l.n.r.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://www.sportcommunication.com/GT/classementscratch.php?limite=0&amp;annee=2007&amp;amp;amp;amp;amp;idepr=22&amp;langue=1&amp;amp;cat=0"&gt;Hier&lt;/a&gt; gibt's noch die vollständige Ergebnisliste. Und hier gibt's noch ein paar von den offiziellen Bildern aus dem Schlußanstieg: &lt;a href="http://sport-photo.pixfizz.com/fr/event/tag/3ba7?tag=206&amp;category=number"&gt;der Autor&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://sport-photo.pixfizz.com/fr/event/tag/3ba7?tag=567&amp;amp;category=number"&gt;Matthias&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-554157551926237223?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/554157551926237223/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=554157551926237223' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/554157551926237223'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/554157551926237223'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2007/06/soloflucht.html' title='Soloflucht'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rm2-naUSzGI/AAAAAAAAAB0/B5IkdWKFVfA/s72-c/DSCN3792.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-7094537828325315196</id><published>2007-04-10T20:43:00.000+02:00</published><updated>2007-04-10T23:05:52.510+02:00</updated><title type='text'>Vlaanderens mooiste</title><content type='html'>Nach einem langen, aus radfahrerischer Sicht zum Glück sehr milden Winter, stand als erster Marathon gleich ein echter Saisonhöhepunkt auf dem Programm: die Flandernrundfahrt, eines der fünf Monumente des Radsports. Der Reiz bei diesem Marathon ist insbesondere, daß die Jedermannveranstaltung auf exakt derselben Strecke wie das Profirennen ausgetragen und das obendrein auch noch genau einen Tag vor dem Profirennen, so daß sich die Möglichkeit bietet am nächsten Tag den Profis bei ihrer Arbeit zuzusehen. Aber ein bißchen mehr der Reihe nach. Über den Winter bzw. im letzten Jahr hatte sich bei mir die Idee entwickelt alle fünf Monumente des Radsports (Mailand-San Remo, Flandernrundfahrt, Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich und Lombardeirundfahrt) als Jedermannveranstaltung zu bestreiten (bis auf die Lombardeirundfahrt, bei der ich es nicht weiß, gibt es zu jedem dieser Rennen einen Marathon für Jedermann); die Flandernrundfahrt sollte den Anfang darstellen. Wie (fast) immer galt es ein paar Mitstreiter zu überreden; dieses Mal mußten Matthias und Jan "dran glauben". Die Anmeldung war problemlos online zu erledigen (für Interessierte:&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.sport.be/cycling/rondevanvlaanderen/2007/eng/"&gt;Flandernrundfahrt für Jedermann&lt;/a&gt;); ein &lt;a href="http://www.hotelformule1.com/formule1/fichehotel/de/for/2619/fiche_hotel.shtml"&gt;billiges Hotel&lt;/a&gt; war auch bald gefunden.&lt;br /&gt;Am Freitag treffen wir am späten Nachmittag in Brüssel in unserem Hotel ein und machen uns nach kurzer Inspektion des Hotelzimmers (klein, nicht luxuriös, aber sauber) auf den Weg in den Zielort Ninove, um den Abfahrtspunkt des Shuttle-Buses ausfindig zu machen, der uns am nächsten Morgen um 5.30 Uhr zum Start nach Brügge bringen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhvegcl5ZYI/AAAAAAAAAAM/9r3btf8EYmk/s1600-h/DSCN3383.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://4.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhvegcl5ZYI/AAAAAAAAAAM/9r3btf8EYmk/s320/DSCN3383.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051876056038466946" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Unser Hotel: dank Containerbauweise quasi schwingend gelagert&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhveg8l5ZZI/AAAAAAAAAAU/fYD1VEmmi-k/s1600-h/DSCN3384.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhveg8l5ZZI/AAAAAAAAAAU/fYD1VEmmi-k/s320/DSCN3384.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051876064628401554" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Kurz nach der Ankunft: der Autor, Matthias und Jan (v.l.n.r.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Nach etwas Suchen finden wir in Ninove den Abfahrtspunkt für den Shuttle-Bus und machen uns dann auch wieder auf den Rückweg nach Brüssel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RhvgF8l5ZaI/AAAAAAAAAAc/ng_aQepQa04/s1600-h/DSCN3385.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RhvgF8l5ZaI/AAAAAAAAAAc/ng_aQepQa04/s320/DSCN3385.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051877799795189154" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Straße zwischen Brüssel und Ninove: einfach schnurgerade mit einer Reihe Häuser links und einer rechts&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück im Hotel machen wir uns noch auf den Weg zu einer kleinen Einrollrunde, um die Beine noch ein wenig locker zu fahren. Wie an allen drei Tagen unseres kleine Ausflugs nach Flandern tut das Wetter uns einen großen Gefallen und bleibt nicht nur trocken, sondern größtenteils sogar ziemlich sonnig. Und endlich sind wir auch alle in einheitlichen Vereinstrikots unterwegs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RhvhYsl5ZbI/AAAAAAAAAAk/OEkkxMaqjso/s1600-h/DSCN3390.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RhvhYsl5ZbI/AAAAAAAAAAk/OEkkxMaqjso/s320/DSCN3390.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051879221429364146" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Matthias (links) und Jan beim Einrollen für die Ronde&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RhvhY8l5ZcI/AAAAAAAAAAs/F5jZh-20F_8/s1600-h/DSCN3392.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RhvhY8l5ZcI/AAAAAAAAAAs/F5jZh-20F_8/s320/DSCN3392.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051879225724331458" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Matthias (links) und der Autor&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RhvhZMl5ZdI/AAAAAAAAAA0/aBOlkffT-4U/s1600-h/DSCN3395.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/RhvhZMl5ZdI/AAAAAAAAAA0/aBOlkffT-4U/s320/DSCN3395.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051879230019298770" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nach der Trainingsfahrt: Jan, Matthias und der Autor (v.l.n.r.) vor dem Sponsorauto&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Nach einem Abendessen im nahegelegenen Pizza-Hut (jaja, gute Sportlernahrung sieht anders aus ;-)) geht es schnell ins Bett, schließlich steht uns eine kurze Nacht bevor.&lt;br /&gt;Als um 3.45 Uhr der Wecker klingelt, sind wir alles andere als ausgeschlafen, aber nach einem kurzen improvisierten Frühstück geht es ab in den Bus und nach Ninove, wo der Shuttle-Bus auf uns wartet. Schwierig gestaltet sich die Wahl der Kleidung, da es morgens doch noch sehr kalt ist, und wir nicht so genau wissen, wie warm es denn werden soll. Ich entscheide mich für kurze Hose mit Knielingen, Kurzarmtrikot mit Armlingen, zwei Langarmtrikots plus Windweste, sowie lange Handschuhe und ein paar alte Socken über die Schuhe. Exakt die richtige Entscheidung, wie sich im Laufe des Tages herausstellen sollte. Wir bauen unsere Räder zusammen und steigen in den Shuttle-Bus, der letztendlich um 5.50 Uhr startet, um uns nach Brügge zu bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhvjxsl5ZeI/AAAAAAAAAA8/8X_1SB80hSw/s1600-h/DSCN3397.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhvjxsl5ZeI/AAAAAAAAAA8/8X_1SB80hSw/s320/DSCN3397.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051881849949349346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Unser Fuhrpark: der Autor hatte sich entschieden sein altes Rad mit klassischen 32-Speichen-Rädern zu fahren, auch das eine richtige Entscheidung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhvjx8l5ZfI/AAAAAAAAABE/xEjdq7jl_nQ/s1600-h/DSCN3398.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhvjx8l5ZfI/AAAAAAAAABE/xEjdq7jl_nQ/s320/DSCN3398.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051881854244316658" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Matthias mit Startnummer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Im Bus mache ich die Augen noch mal ein wenig zu; Tribut an die kurze Nacht. An echten Schlaf ist jedoch nicht zu denken, und schließlich kommt auch die Sonne langsam über den Horizont und kündigt einen schönen Tag an, auch wenn der Wetterbericht ein paar Tage vorher für Samstag eher bedecktes Wetter angekündigt hatte. Um ca. 7.45 Uhr erreichen wir den Startort Brügge, wo wir nach kurzer Irritation den Weg zum Start finden. Hier stehen wir erstmal in der Schlange, und nach kurzer Zeit sehen wir auch warum: alle Starter werden über das Podium geleitet, auf dem am folgenden Tag die Profis zur Einschreibekontrolle erscheinen werden. Eine nette Sache, aber leider auch sehr zeitraubend. Um kurz nach 8 Uhr haben auch wir unsere Startkarten "lochen" lassen und machen uns auf die mit insgesamt etwa 20km Kopfsteinpflaster und 18 "Hellingen" gespickten 256km. Schnell ist klar, daß es sich bei dieser Veranstaltung nicht um einen Marathon wie beispielsweise den Ötztaler Radmarathon handelt, wo ein richtiges Radrennen gefahren wird, sondern um das, was in als Deutschland RTF, Radtouristikfahrt, bezeichnet wird. Naja, auch egal, suchen wir uns eben eine schöne Gruppe, in der wir schön mitrollen können. Doch auch das gestaltet sich schwieriger als angenommen: zum einen sind wir gezwungen fast die ganze Zeit auf nicht mal 150cm breiten Radwegen zu fahren, zum anderen scheinen viele nicht zu verstehen, daß man in einer Gruppe, wenn man richtig zusammenarbeitet schneller ist als alleine. Ständig fahren einzelne Leute aus unserer Gruppe nach vorne raus, um kurze Zeit später wieder eingeholt zu werden. Einer schnellen Gruppe schließen wir uns kurzzeitig an, doch auch hier wird sehr unrhythmisch gefahren, so daß wir zu dritt beschließen diese Gruppe ziehen zu lassen und unser eigenes Tempo zu fahren. Ein Holländer namens Jasper schließt sich uns an, und auch ein paar andere Fahrer vergrößern unsere Gruppe von Zeit zu Zeit.&lt;br /&gt;Die Kilometer bis zur ersten Verpflegung verlaufen unspektakulär bis langweilig: die Strecke ist bretteben, breite Straßen, neben denen durch einen Standstreifen abgetrennt ein Radweg verläuft, den wir fast die ganze Zeit befahren (müssen). Das einzig Spannende ist eigentlich, wer wann den ersten Platten hat, die diese Radwege mit Glasscherben und Steinchen übersäht sind. An der ersten Verpflegung entledige ich mich meiner Übersocken, die ich kurzentschlossen einfach der Mülltonne übereigne. Nach ca. 90km hat sich eine schöne Gruppe zusammengefunden, in der drei Schweizer für Tempo sorgen; endlich wird auch die Strecke etwas abwechslungsreicher, die ersten kleineren Wellen (von Hügeln kann man da noch nicht sprechen) zeigen sich und auch die großen Hauptstraßen werden hin und wieder verlassen, und wir fahren auf kleineren Nebenstraßen. Kurze Zeit später muß ich auf Matthias und Jan warten; beide hatten dasselbe große Schlagloch erwischt und haben entsprechende Schläge in ihren Laufrädern. Da wir ohne Werkzeug wenig tun können, geht es weiter und kurze Zeit später wartet auch schon der erste Leckerbissen auf uns: nach einem kurzen Vorgeschmack von ein paar hundert Metern Kopfsteinpflaster, geht es auf das erste längere Kopfsteinpflasterstück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhv79sl5ZkI/AAAAAAAAABs/rPutUSuXPcQ/s1600-h/DSCN3420.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhv79sl5ZkI/AAAAAAAAABs/rPutUSuXPcQ/s320/DSCN3420.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051908444386846274" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Steine, Steine, Steine&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Knapp 2km Geholper über einen gepflasterten Feldweg, wie man ihn sonst von Paris-Roubaix kennt (&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/charts/profiel.png"&gt;Streckenprofil mit allen "Kasseien"&lt;/a&gt;). Schnell ist mir klar, wie man am besten über's Pflaster fährt: großer Gang, viel Kraft und so hohes Tempo wie möglich, und dann das Gerüttel einfach ignorieren. Je schneller man fährt, umso besser kommt man über die Steine. Das größte Problem stellen langsamere Fahrer dar, die man irgendwie umkurven muß, und dabei immer wieder an Schwung verliert. Nach dem ersten Pflasterstück tun mir zwar bereits die Hände weh (vor allem die Fingergelenke schmerzen extrem und sollten auch bei den weiteren Pflasterstücken das größte Problem darstellen), aber ich habe Gefallen am Pflaster gefunden.&lt;br /&gt;Danach geht es erstmal wieder auf breiten Straßen weiter in Richtung zweite Verpflegung; ein menschliches Bedürfnis seitens Matthias' zwingt uns zu einem weiteren ungeplanten Stop, aber die "Renneinstellung" haben wir am heutigen Tag eh schon abgelegt, so daß wir das Ganze eher unter einem touristischen Aspekt sehen und uns über die Erfahrung und das Erlebnis freuen. Es folgen weitere längere Pflasterabschnitte, an deren Rand man immer mehr aus Flaschenhaltern gefallene Trinkflaschen, Pumpen und ähnliches liegen sehen kann. An der zweiten Verpflegung läßt Matthias eine Speiche, die sich an seinem Hinterrad gelockert hatte, wieder festziehen, und nach diesem erzwungenen längeren Halt, geht es zu viert weiter. Mittlerweile hat sich Jasper uns vollends angeschlossen, erzählt von seinen Erlebnissen auf dem Rad und wartet immer wieder mal auf uns, genauso wie auch wir auf ihn warten. Es ist eine dieser netten Partnerschaften auf Zeit, die sich während solcher Marathons immer wieder mal bilden. Und dann geht es auch schon wieder über Steine, an deren Ende wir einen Fahrer in antiquarischem Outfit mit entsprechendem Fahrrad überholen: keine Schaltung, Wolltrikot, um die Schultern geschlungener Ersatzreifen und die obligatorischen Aluflaschen in Haltern direkt am Lenker. Ein Bild aus einer längst vergangenen Zeit, das aber eigentlich besser zum Pflaster paßt als wir mit unserem aktuellen Material.&lt;br /&gt;Und dann geht es plötzlich rechts weg von der Hauptstraße und ein Schild mit der Aufschrift "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/molenberg.html"&gt;Molenberg&lt;/a&gt;" kündigt die erste der 18 Steigungen an: grobes Pflaster, Ritzen zwischen den Steinen, daß man Angst bekommt, die Reifen könnten stecken bleiben. Zum ersten Mal tun die Beine richtig weh, und die Frage taucht auf: "Und das jetzt noch 17-mal?!" Aber viel Zeit zum Nachdenken bleibt eh nicht, nur wenige Kilometer später steht der "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/wolvenberg.html"&gt;Wolvenberg&lt;/a&gt;" auf dem Programm, Nr. 2 von 18 und zum Glück asphaltiert. Danach folgt das letzte längere Flachstück bis zur dritten Verpflegung in Oudenaarde. Mittlerweile sind rund 140km absolviert, aber das "dicke Ende" sollte ja  erst noch kommen.&lt;br /&gt;"&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/kluisberg.html"&gt;Kluisberg&lt;/a&gt;" und "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/knokteberg.html"&gt;Knokteberg&lt;/a&gt;" verschonen uns mit Kopfsteinpflaster, dafür hat Matthias am Knokteberg einen dermaßen starken Moment, daß mir schon angst und bang wird, da sich bei mir die bereits zurückgelegten rund 170km doch langsam bemerkbar machen. Als Nummer 5 steht der "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/oudekwaremont.html"&gt;Oude Kwaremont&lt;/a&gt;" an, der längste der 18 Anstiege, wieder mit Steinen gepflastert. Die Profis sagen, daß hier das Rennen beginnt. Aha. Ich bin eigentlich schon ziemlich alle, trotzdem machen mir die Steine weiterhin irgendwie Spaß, auch wenn ich das selbst ein bißchen bescheuert finde und jedes Mal froh bin, wenn's denn endlich wieder auf Asphalt geht, der auf den Seitenstraßen und Feldwegen allerdings auch nicht dem entspricht, was man sonst so gewohnt ist. Man wird anspruchslos, wenn man richtiges Kopfsteinpflaster kennengelernt hat. Obendrein macht sich ein leichtes krampfartiges Ziehen in meinen Oberschenkel bemerkbar, was ich später als "50%-Krämpfe" herausstellen sollte: ich hab die Krämpfe seltsamerweise nur an jedem zweiten Berg. Der nun folgende "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/paterberg.html"&gt;Paterberg&lt;/a&gt;" stellt mit über 20% auf Pflastersteinen die ultimative Gemeinheit dar; ich wundere mich nur über Matthias, der im Wiegetritt nur so an mir vorbeifliegt, und auch Jan, bei dem es die größten Überredungskünste gebraucht hatte, um ihn zu einer Teilnahme zu bewegen, hält sich weiter wacker. "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/kortekeer.html"&gt;Kortekeer&lt;/a&gt;" heißt Gemeinheit Nummer 7; immerhin wieder auf Asphalt. Danach stehen wieder Steine auf dem Programm: ein ca. 2km langes Pflasterstück bildet den Auftakt für "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/steenbeekdries.html"&gt;Steenbeekdries&lt;/a&gt;" und "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/taaienberg.html"&gt;Taaienberg&lt;/a&gt;", mit dem dann schließlich Halbzeit ist. So langsam beginnen wir rückwärts zu zählen, insbesondere da die nächste Verpflegung erst nach "Helling" Nummer 16 auf uns wartet, und das Wasser in unseren Flaschen langsam aber sicher zur Neige geht. Mit dem "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/eikenberg.html"&gt;Eikenberg&lt;/a&gt;" ist der vorerst letzte gepflasterte Anstieg erreicht; die nächsten Anstiege sollten alle mit asphaltierter Straße aufwarten. Mittlerweile bin auch ich soweit, daß ich wenn möglich in der Regenrinne neben dem Pflaster fahre; die Finger schmerzen dermaßen extrem, daß es nahezu höllische Schmerzen bereitet, den Griff am Lenker zu lockern, um eine andere Griffposition einzunehmen. Ein weiteres 2km langes Pflasterstück steht uns bevor, in das man aus einer leichten Abfahrt hineinfährt; 40-45km/h zeigt der Tacho, als ich auf das Pflaster fahre, und plötzlich geht es ganz leicht über die Steine zu fahren. Das Rad springt zwar wie ein junges Pferd, aber es fällt deutlich leichter bei dieser Geschwindigkeit über die Steine zu fahren als mit beispielsweise nur 25km/h. Leider ist der Spaß nur von kurzer Dauer, da die Straße wieder leicht ansteigt und mir den ganzen Schwung raubt.&lt;br /&gt;Es folgen "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/boigneberg.html"&gt;Boigneberg&lt;/a&gt;", "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/leberg.html"&gt;Leberg&lt;/a&gt;", "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/berendries.html"&gt;Berendries&lt;/a&gt;", "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/valkenberg.html"&gt;Valkenberg&lt;/a&gt;", "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/tenbosse.html"&gt;Tenbosse&lt;/a&gt;" und "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/eikenmolen.html"&gt;Eikenmolen&lt;/a&gt;". Zum Glück werden die "Hellingen" kürzer und sind auch nicht mehr so steil. Leider zieht das Wetter etwas zu; die Sonne, die uns bisher begleitet hatte, versteckt sich immer mehr, und es wird auch deutlich kühler. Die sich leerenden Flaschen und die nächste Verpflegung, die noch auf sich warten läßt, tun ihr übriges, daß mir von diesem Streckenabschnitt nicht allzuviel im Gedächtnis bleibt. Dann ist endlich die vierte und letzte Verpflegung erreicht; jetzt warten nur noch die berühmte "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/muur-kapelmuur.html"&gt;Muur van Geraardsberge&lt;/a&gt;n" und der "&lt;a href="http://www.rvv.be/2007/eng/hellingen/bosberg.html"&gt;Bosberg&lt;/a&gt;". Nach einer Abfahrt hinunter nach Geraardsbergen heißt es erst einmal warten; die Radfahrer werden nur grüppchenweise zur Muur gelassen, zum einen wohl um dort einen Stau zu vermeiden, zum anderen um auch dem Autoverkehr halbwegs ein Fortkommen zu ermöglichen. Und dann ist sie erreicht, die berühmte Muur-Kapelmuur: etwa 1km lang, Kopfsteinpflaster und knapp 20% steil. Hier gebe ich nochmal alles, soviel Spaß muß sein. Am Streckenrand stehen sogar Leute, die uns anfeuern, über uns kreist ein Helikopter und sogar die Sonne läßt sich noch mal blicken. Profifeeling macht sich breit. Perfekt. Einfach ein geiles Gefühl dort hochfahren zu können, alleine dafür hat sich der Tag gelohnt. Dann geht es noch über den Bosberg und die letzten paar hundert Meter Steine. Die letzten 10km absolvieren wir dann im Stile eines Mannschaftszeitfahrens und nach fast 10 Stunden Bruttofahrzeit (netto ca. 9h) erreichen wir das Originalziel der Flandernrundfahrt.&lt;br /&gt;Kaputt, aber glücklich (v.o.n.u.: Jan, Matthias und der Autor):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhv4U8l5ZgI/AAAAAAAAABM/AfTJd0wLx0s/s1600-h/DSCN3399.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://2.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhv4U8l5ZgI/AAAAAAAAABM/AfTJd0wLx0s/s320/DSCN3399.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051904445772293634" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhv4VMl5ZhI/AAAAAAAAABU/MhdonJJxV-c/s1600-h/DSCN3400.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhv4VMl5ZhI/AAAAAAAAABU/MhdonJJxV-c/s320/DSCN3400.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051904450067260946" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhv4VMl5ZiI/AAAAAAAAABc/DGhtGPy9X14/s1600-h/DSCN3401.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://3.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhv4VMl5ZiI/AAAAAAAAABc/DGhtGPy9X14/s320/DSCN3401.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051904450067260962" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Was bleibt, ist das Riesenerlebnis einen echten Klassiker gefahren zu sein, die Erfahrung, daß Kopfsteinpflaster Spaß machen kann (Paris-Roubaix ruft ;-)), aber auch die Gewissheit, daß es wohl eine einmalige Sache bleiben wird. Zu nervig die Fahrerei auf schmalen Radwegen, zu langweilig die flache Anfahrt bis Kilometer 140 und zu groß der RTF-Charaker der Veranstaltung. Trotzdem kann ich eine Teilnahme unter'm Strich ganz klar empfehlen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhv5gsl5ZjI/AAAAAAAAABk/yXqQbcE_3Sc/s1600-h/04-09+Sehnsuchtsbild+No75.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://1.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhv5gsl5ZjI/AAAAAAAAABk/yXqQbcE_3Sc/s320/04-09+Sehnsuchtsbild+No75.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5051905747147384370" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-7094537828325315196?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/7094537828325315196/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=7094537828325315196' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/7094537828325315196'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/7094537828325315196'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2007/04/vlaanderens-mooiste.html' title='Vlaanderens mooiste'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_C_a3bUk9WrY/Rhvegcl5ZYI/AAAAAAAAAAM/9r3btf8EYmk/s72-c/DSCN3383.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-116423536177222328</id><published>2006-11-22T22:48:00.000+01:00</published><updated>2006-11-22T23:45:06.250+01:00</updated><title type='text'>Ente gut, alles gut! Der tierisch ernste Saisonrückblick</title><content type='html'>Ein erfolgreiches Sportjahr geht zu Ende: Italien ist Fußballweltmeister, Paolo Bettini ist Radweltmeister, Ferrari ist leider nicht Formel1-Weltmeister, und auch Valentino Rossi hat's nicht ganz geschafft. Dafür haben andere die Kohlen aus dem Feuer geholt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Begonnen hat meine überaus erfolgreiche Saison mit der Berner Rundfahrt, wo ich Paris-Roubaix-Sieger Fabian Cancellara um 22 Plätze distanzieren konnte. Es folgten ein fünfter Platz in Breisach, ein zehnter Platz beim Einzelzeitfahren in Gerlafingen. Mit diesen beiden Erfolgen konnte ich mein Karrierepreisgeld auf sagenhafte 55 Euro steigern. Mit tatkräftiger Unterstützung von Matthias, Sebastian und Thomas war dann auch noch ein sechster Platz beim Mannschaftszeitfahren in Sulz im Fricktal drin. Und das alles bevor die RadMARATHONsaison überhaupt begonnen hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein diesjähriges Marathondebüt gab ich dann an der Seite von Matthias beim GP Schwarzwald in Triberg. Bereits hier zeichnete sich ab, daß wir ein nahezu perfekt harmonierendes Duo abgeben würden. Am Ende reichte es für Top 5-Platzierungen für uns beide.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem trainingsintensiven Monat Juni standen dann (neben den Feierlichkeiten für eine in grandioser Manier zum Weltmeistertitel gelangte italienische Fußballnationalmannschaft) die beiden wichtigsten Radsportmonate des Jahres an. Nachdem mir ein paar übereifrige spanische Schreiberlinge meine Tour de France ebenso gründlich wie grundlos (wo ist der Betrug, wenn alle das gleiche machen?!)  versaut hatten, mußte ich mich eben auf meine eigenen Ziele konzentrieren, die da hießen: La Marmotte, Arberradmarathon, Alpenbrevet und Ötztaler Radmarathon. Dank Floyd Landis wußte ich dann zum Glück auch, wie ich mich auf meine Ziele vorzubereiten hatte: hart am Berg und stark am Glas ist das Stichwort!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei grandiosem Wetter stand dann zunächst La Marmotte in Begleitung von Ingo auf dem Programm. Dieser Klassiker in den französischen Alpen bietet alles, was ein Alpenmarathon bieten muß: namhafte Pässe, grandiose Landschaft und eine Bergankunft, die man schlicht und einfach nur als legendär bezeichnen kann. Bei 6:57h blieb die Uhr dann in Alpe d'Huez stehen, Platz 71 in einem fast 7000 Fahrer starken Teilnehmerfeld und bester Deutscher in einem Italien-Trikot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als nächstes dann der Arberradmarathon. Das Teilnehmerfeld weniger groß und weniger international, nichtsdestotrotz wird vorne ein richtiges Radrennen gefahren. Nach mustergültiger Unterstützung von Matthias und Ingo in der Anfangsphase konnte ich vollenden: ein Top 10-Platz bei einem der schwersten deutschen Radmarathons.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wetter zeigt sich beim Alpenbrevet dann von seiner winterlichsten Seite. Dank Schnee an Susten- und Nufenenpaß wird die Strecke geändert. Schneien tut's am Gotthard trotzdem, was mich aber nicht davon abhält alles zu geben und mit Platz 7 abermals einen Top 10-Platz zu belegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Ötztaler ist dann endlich die ganze Crew am Start: Matthias, Sebastian, Jan und Ingo. Hier kann ich bis zur Mitte des Rennens mit den Allerbesten mithalten, bevor ich dann am Jaufenpaß doch meinem Höllenritt ein bißchen Tribut zollen muß. Jedoch am Timmelsjoch kann ich einige Plätze zurückgewinnen, so daß ich schließlich in 8:05h den 80. Platz belegen kann. Da sag noch mal einer was von der Gnade der späten Geburt, vor 25 Jahren hätte ich mit dieser Zeit den damaligen Sieger um nahezu unglaubliche 1:40h distanziert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach war der Akku dann ziemlich leer, und ich hab meine Saison langsam ausklingen lassen. Seit Mitte Oktober läuft nun die Vorbereitung auf die Saison 2007. Meine Starts bei Kurzdistanzrennen (unter 150km) werd ich auf ein Minimum beschränken, auch werd ich nicht mehr drei Radmarathons binnen vier Wochen fahren. Ich werde versuchen mir meine Starts gezielter herauszusuchen. Einzig La Marmotte und der Ötztaler sind gesetzt. Ein Traum von mir ist es, alle fünf "Monumente des Radsports" im Rahmen von Radmarathons zu absolvieren. Die "Ronde" könnte 2007 den Anfang der Verwirklichung dieses Traums darstellen. Ein anderes ehrgeiziges Ziel ist "Styrkeproven", auch bekannt als Trondheim-Oslo. Mal sehen, was sich davon im nächsten Jahr realisieren läßt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Sinne: Hart am Berg und stark am Glas! Ein Hoch auf Matthias, Sebastian, Ingo, Thomas und alle anderen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein spezieller Dank geht auch noch an meinen Vater, der mich (und andere) bei einigen Veranstaltungen in digitaler Form verewigt hat, und damit den Augentieren unter uns das Lesen so manches Berichts versüßt haben könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sehen uns 2007!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-116423536177222328?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/116423536177222328/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=116423536177222328' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/116423536177222328'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/116423536177222328'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/11/ente-gut-alles-gut-der-tierisch-ernste.html' title='Ente gut, alles gut! Der tierisch ernste Saisonrückblick'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-115682179493736045</id><published>2006-08-29T02:01:00.000+02:00</published><updated>2006-12-18T12:20:13.690+01:00</updated><title type='text'>Ein Wunder im Ötztal</title><content type='html'>Nach meinen letztjährigen Erlebnissen beim &lt;a href="http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2005/09/mein-tztaler-radmarathon.html"&gt;Ötztaler Radmarathon&lt;/a&gt; war schnell klar:  hier muß ich wieder dabei sein. Matthias brauchte nicht lange zu einer Teilnahme überredet zu werden, auch Ingo war für die Idee den "Ötzi" zu fahren schnell zu begeistern, allein bei Sebastian war etwas mehr Überzeugungsarbeit notwendig. Die erste Hürde, die es beim ÖRM zu bewältigen gilt, ist die Anmeldung: 4000 Startplätze werden vergeben, wann die Online-Anmeldung freigeschaltet wird, weiß man jedoch im voraus nicht; im Februar 2006, so der lapidare Hinweis auf der offiziellen Webseite. Um uns alle vier anzumelden, tauschten wir alle relevanten Daten aus, so daß jeder von uns vier die Anmeldung für sich und die anderen übernehmen konnte. Das Ganze funktionierte so gut, daß Ingo und ich uns nahezu gleichzeitig anmeldeten, so daß wir vier Startplätze gleich wieder zurückgeben konnten. Während einer Trainingsfahrt gelang es uns gemeinschaftlich auch noch Jan zu überzeugen, sich doch bei der Verlosung zurückgegebener Startplätze zu bewerben. Und siehe da: er erhielt über die Verlosung noch einen Startplatz. Mit fünf Fahrern bestand dann auch die Möglichkeit als Mannschaft in der Teamwertung gewertet zu werden.&lt;br /&gt;Nun nahm das Projekt "Ötzi" konkretere Züge an: zu den unzähligen Winterkilometern, kamen nun noch mehr Kilometer, viele viele Höhenmeter und einige "Vorbereitungs"marathons, denen sich allerdings Sebastian und Jan aus diversen Gründen konsequent verweigerten ;-)&lt;br /&gt;Ich selbst hatte zu Saisonbeginn mal den &lt;a href="http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/04/endlich-frhling.html"&gt;Traum von 8:30h&lt;/a&gt; geäußert; nach meinen Leistungen des Jahres (insbesondere meiner Leistung bei La Marmotte) traute ich mir sogar eine Zeit im Bereich von 8:00h bis 8:15h zu. Aber La Marmotte war Anfang Juli und meine Form insbesondere in den letzten Wochen (zumindest subjektiv) nicht besser geworden; halbwegs realistisch erschienen mir 8:15h plus-minus 5min. "Offiziell" gab ich allerdings wieder 8:30h als Ziel aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSCN2279-2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSCN2279-2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das Team: Jan, Sebastian, der Autor, Matthias und Ingo (v.l.n.r.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSCN2281.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSCN2281.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die selbstgemachten Teamtrikots&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Die Anreise erfolgte in einem über den Verein bezogenen VW-Bus. Guter Dinge und bei halbwegs gutem Wetter machten wir fünf uns am Samstag morgen auf den Weg Richtung Sölden im Ötztal. Am Bahnhof Ötztal stieg dann auch noch Matthias' Freundin Andrea zu, die freundlicherweise die Verpflegung für uns am Brenner übernehmen wollte. In Sölden angekommen holten wir zunächst mal den Schlüssel für unser Appartement in einem richtigen Luxushotel ab und erfuhren bei dieser Gelegenheit, daß wir als Teilnehmer des Radmarathons eingeladen waren unser sonntägliches Frühstück in diesem Hotel zu uns zu nehmen, außerdem stand uns die Sauna zur Benutzung offen. DAS ist mal ein Service. Und, nein, ich verrate jetzt nicht, welches Appartement wir hatten, sonst bucht jeder nächstes Jahr dort ;-) Der restliche Tag verging schnell: noch eine kurze Trainingsrunde, um die Beine ein bißchen zu lockern und unsere selbstgemachten Trikots ein bißchen spazieren zu fahren (richtige Vereinstrikots gibt es trotz einer Vorlaufzeit von bald einem Jahr für uns leider immer noch nicht), danach das übliche Pastaessen und dann ging es auch schon bald ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSCN2283.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSCN2283.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ingo, Matthias und Jan (v.l.n.r.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSCN2284.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSCN2284.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Einrollen und Trikots spazierenfahren im Ötztal&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Am Abend vorher beginnt es dann doch zu regnen. Meine übelsten Vorahnungen scheinen wahr zu werden: würde es wieder so sein wie im Vorjahr? Samstag trocken und schön bis abends und dann Dauerregen bis einschließlich Sonntagmittag? So gilt der erste Blick, nach dem der Wecker um 4Uhr geklingelt hatte, dem Wetter: tief hängende Wolken, aber trockene Straßen. Hoffentlich hält das bis zum Start. Danach darf es ruhig regnen, nur bei Siffwetter schon loszufahren macht keinen Spaß. Nachdem einem luxuriösen Frühstück (s. oben) machen sich die anderen vier so um zwanzig vor sechs schon auf den Weg in die Startaufstellung; ich selbst darf dieses Jahr dank meiner Vorjahreszeit aus dem ersten Startblock starten. Da Andrea auch schon unterwegs Richtung Brenner ist, bin ich ganz allein im Appartment und aus unerfindlichen Gründen schlagartig hypernervös.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSCN2288.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSCN2288.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Autor am Morgen vor dem Start&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Ich tigere in der Wohnung auf und ab wie ein nervöses Rennpferd, muß mich zwingen nicht auch gleich in die Startaufstellung zu fahren. Gegen kurz nach sechs Uhr halte ich es vollends nicht mehr aus und verlasse ebenfalls die Wohnung um Richtung Start zu rollen. Als ich mich so gegen zehn nach sechs an den Start stelle, ist der erste Startblock doch schon ganz gut gefüllt. Ich unterhalte mich noch kurz mit zwei Fahrern vom Team Strassacker, die neben mir stehen, dann geht es um Punkt 6.30Uhr auch schon los. Von der erste Startgruppe hatte ich einiges an Gutem gehört, vor allem die erste Abfahrt nach Ötz sei mit dieser Gruppe unstressiger als hinten im Hauptfeld. Aber Pustekuchen: ein blödes Rumgestecke, Abbremsen bis zum Faststillstand, wieder Antreten, der Puls ist jetzt schon jenseits dessen, was ich mir eigentlich als Limit für den Kühtaianstieg gesetzt hatte. Ich beschließe, den Puls heute einfach Puls sein zu lassen und einfach zu fahren. Was bleibt mir auch anderes übrig?! Also weiterhin versuchen ein paar Positionen im großen Feld gutzumachen, weiter vorne ist es normalerweise ruhiger. Und wer hat da neben mir das gleiche Ansinnen? Die blau-orangenen Klamotten und das blaue Storck mit den Lightweights kenn ich doch: mein Herpersdorfer Freund vom Arber. Schnell ein paar Worte gewechselt, dann zieht es ihn auch schon weiter. Vor mir taucht ein Fahrer in Australia-Trikot auf: das kann doch nur der K.Roo aus dem Tour-Forum sein, und Tatsache, er ist es. Auch mit ihm wechsle ich ein paar Worte. Mittlerweile bin ich etwas weiter vorne, und es wird tatsächlich etwas ruhiger gefahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt ist das Tempo allerdings eher mäßig, nach 42min biegen wir in den Kühtaianstieg ein; viel langsamer war ich letztes Jahr, als ich hinten starten mußte, auch nicht. Also, Regenjacke im Trikot verstauen, Weste aufmachen, Handschuhe ausziehen und los ging der Tanz. Ein schneller Blick auf die Pulsuhr: jetzt schon 175-180. Das kann ja heiter werden. Aber egal, das hier ist Radrennen und so fahr ich auch. Ein neues Gefühl stellt sich bei mir ein: das Gefühl des Überholtwerdens am Berg. Bisher war ich bei all meinen Alpenmarathons eher hinten gestartet, so daß ich deutlich mehr Leute überholen konnte als Leute mich überholt haben. Jetzt war das auf einmal anders: jede Menge Fahrer muß ich ziehen lassen, während ich selbst kaum Fahrer überhole. Kein gutes Gefühl. Trotzdem überhole ich eine links neben mir fahrende Frau mit charakteristischem Schaukeltritt: das kann doch nur Anna Corona sein, die Vorjahressiegerin. Sie ist es tatsächlich, so schlecht kann ich also nicht unterwegs sein, immerhin ist sie letztes Jahr 8:12h gefahren. Nach ein paar Kilometern hat sich das Feld allerdings halbwegs sortiert, ich habe meinen (zu schnellen?) Rhythmus gefunden, betreibe so ein bißchen Gruppenhopping, trotzdem habe ich das Gefühl nur unwesentlich schneller als letztes Jahr zu sein, bei allerdings deutlich höherem Puls. Ich fahre zu einer kleinen Gruppe mit ca. fünf Fahrern auf, darunter drei Österreicher in gleichem Trikot; ganz offentsichtlich gehören sie zur selben Mannschaft. Hier hänge ich mich erst mal eine Weile an. Es geht durch die ersten Serpentinen. Die Straße ist naß, immer wieder tröpfelt es auch ein wenig. Im folgende Flachstück lösen wir uns zu viert ab; vor uns liegt eine größere Gruppe, die wir einholen wollen. Am steilsten Stück fahre ich das Loch zu dieser Gruppe vollends zu: Puls 195, die Säure in den Beinen. Ok, jetzt ist erst mal Erholen angesagt. Ich versuche den Puls wenigstens wieder ein bißchen zu drücken, aber irgendwie ist mein Rhythmus so, daß der Puls gar nicht mehr richtig runter geht. Egal, nächstes Jahr fahr ich ohne das blöde Ding von Pulsmesser. Das macht ja nur verrückt. In der Gruppe ist auch Monica Bandini mit ihren Gregari, auch eine Kandidatin für die Damenwertung. Außerdem noch in dieser Gruppe: der Herpersdorfer mit den Lightweights.  Auf einem etwas zu schräg angefahrenen Weiderost komme ich ins Schlingern und lege mich fast auf die Schnauze. Nach dieser Schrecksekunde kommt von vorne ein blonder Fahrer mit blauem Helm und weiß-blauem Trikot zurück: Christian Ceralli, der Vorjahresieger. Nun hatte ich also schon beide Vorjahressieger überholt. Irgendwie kein ganz schlechtes Gefühl. Zirka anderthalb Kilometer vor der Paßhöhe löse ich mich aus dieser Gruppe, eigentlich eher unabsichtlich, ich fahre einfach meinen Tritt weiter. Über eine geschotterte Behelfsstraße geht es die letzten Meter hinauf zum ersten Paß des Tages, dem Kühtaisattel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 1h 46min Fahrzeit bis dato bin ich auf der Paßhöhe; war also doch nicht so langsam, wie es sich teilweise angefühlt hatte. Ich greife mir im Vorbeifahren einen Becher mit warmem Tee, mache meine Windweste zu und beschließe für Abfahrt auf Handschuhe und Windjacke zu verzichten. Die Straße ist weiterhin naß, aber das ist in dieser Abfahrt eher unproblematisch, da es eh fast nur geradeaus geht. Oben in der Galerie steht zum ersten Mal die neun vorne bei der Geschwindigkeitsanzeige. Hoffentlich macht keiner der (langsameren) Fahrer vor mir jetzt einen blöden Schlenker. Im Steilstück erreiche ich "leider nur" 98km/h, ich hätte so gern die 100km/h geknackt! Weiter unten, wo es langsam etwas flacher wird, formiert sich eine Gruppe von zunächst etwa zehn Fahrern, darunter auch toboxx aus dem Tour-Forum. Schnell wächst die Gruppe auf dem Weg nach Innsbruck auf sicherlich rund 100 oder mehr Fahrer an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich suche mir einen Platz in der Mitte der Gruppe; einfach mitrollen und dabei soviel wie möglich essen lautet der Plan für den nun folgenden Anstieg zum Brenner. Das mit dem "Mitrollen" erweist sich sehr bald Wunschtraum: es wird ein Höllentempo angeschlagen, an "Ausruhen" oder gar "Erholen" ist nicht zu denken. Die wenigen Momente, in denen das Tempo halbwegs erträglich ist, nutze ich, um mir peu à peu zwei Powerbarriegel reinzuwürgen. Irgendwann ist ein fast ebenes Stück erreicht, aber statt gemäßigten Tempos wird es noch schneller: 45-50km/h zeigt der Tacho, fast die ganze Gruppe fährt Einerreihe, ich bin selbst im Windschatten teilweise schwer am klemmen. In Steinach ist es schließlich soweit: wir haben dank unseres Höllenritts die Spitzengruppe mit allen Favoriten (darunter auch Profi Gerrit Glomser) erreicht. Ich hoffe nun auf ruhigeres Tempo, das mir das Feld auch kurzzeitig gönnt, aber schon nach wenigen Kilometern geht die Hatz auf's Neue los. Von Erholen kann keine Rede sein, der Puls ist in den gleichen Regionen wie am Kühtai. Ok, denk ich mir, du wolltest Radrennen, hier hast du Radrennen. Was soll man auch machen? Abreißen lassen und auf die nächste Gruppe warten? Nein, erstens weiß man nicht, wann die kommt, zweitens ist solch eine Gruppe wie diese eine Riesenchance wahnsinnig viel Zeit gutzumachen, auch wenn die Gefahr besteht, daß man dabei total übereißt. Und so ist dann auch der Tenor um mich herum: "Sind die da vorne wahnsinnig? Dafür bekommen wir später die Quittung! Das rächt sich!" Ich selbst bekomme die Quittung bereits auf den letzten 3km zum Brennerpaß: Wadenkrämpfe! Als ich aus dem Sattel gehe um die etwas steileren letzten Kilometer anzugehen, gehen mir nahezu zeitgleich die linke und die rechte Wade zu. Ich könnte schreien vor Schmerzen. Schnell verliere ich ein paar Positionen, aber irgendwie geht es trotzdem noch halbwegs flott weiter. Nach rund 3h 35min ist der Brenner erreicht. 10min vor meiner Kalkulation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Brenner oben wartet Andrea mit neuen Trinkflaschen, schnell die leeren Flaschen weg, Windjacke und Handschuhe ebenfalls ins Auto gepfeffert, noch kurz mein Leid geklagt, so von wegen Wadenkrämpfe und daß sie den anderen ausrichten solle, daß bei mir Ende sei, dann geht's auch schon weiter. Die erste Dreiergruppe, die mich zum Mitfahren auffordert, lasse ich fahren. Meine Beine gehorchen mir noch nicht wieder so richtig. An die nächste Vierergruppe hänge ich mich allerdings dran, fahre auch mit durch den Wind. Vor uns taucht die große Spitzengruppe mit sicherlich rund 200 Fahrern auf, dahinter schlängeln wir uns durch die (eigentlich verbotenen) Begleitfahrzeuge. Da kommt schon so etwas wie Tour de France-Feeling auf: abgehängte Fahrer kämpfen sich in der Abfahrt im Windschatten der Autos zurück ins Feld ;-) In der Ebene angekommen, werden meine Krämpfe wieder schlimmer. Meine Beine führen ein sehr schmerzhaftes Eigenleben. Ok, versuch mal die Krämpfe rauszudehnen. Aufstehen, Bein strecken, Ferse absenken, aua, mir schießt ein Riesenkrampf in den vorderen Oberschenkel. Das gleiche Spiel auf der anderen Seite. Schmerz pur. Ich könnte schreien. Ich hab noch rund 100km mit zwei Pässen, darunter mit dem Timmelsjoch einen superschweren Anstieg, der alleine schon reicht einem den Saft aus den Beinen zu ziehen. Wie soll das bitte gehen?! Unten rein in den Jaufen reißt das Feld auseinander. Ich versuche meinen Tritt zu finden. Vor allem, wie soll ich fahren: im Sitzen krampfen die Waden, im Stehen gehen die Oberschenkel zu. Komischerweise werden die Schmerzen unter Belastung erträglicher, auch wenn die Beine sich immer wieder wie blockiert anfühlen. Noch hänge ich in einer Gruppe, darin auch Monia Gallucci (die spätere Siegerin) mit ihren Helfern, aber es ist ein Spiel mit dem Feuer. Jederzeit könnten die Beine komplett zu gehen, und ich würde stehen. Nach fünf oder sechs Kilometern wird mir das Tempo der Gruppe doch etwas zu hoch, Meter für Meter verliere ich. Von hinten kommen nun auch wieder Fahrer zu mir zurück. Ich fühle mich beschissen. Hatte ich zu wenig getrunken? War es ein Fehler die Kühtailabe auszulassen? Oder war schlicht und einfach das Tempo zu hoch? Immerhin lag der Schnitt bis zum Brenner bei rund 34km/h! Der Jaufen, den ich letztes Jahr sowohl für Anstieg als auch für Abfahrt ins Herz geschlossen hatte, droht zum Fiasko zu werden. Zu allem Überfluß fängt es auch noch an zu regnen. Normalerweise stört mich das nicht, aber jetzt und hier gab es mir den Rest. Aber ich kann doch nicht absteigen und schieben, oder gar aufgeben! Also irgendwie weiter, die um mich herum sind zwar einen Tick schneller, aber richtig gut sehen die auch nicht mehr aus. Endlich komme ich aus dem Waldstück heraus, kann die Paßhöhe sehen. Nicht hochschauen, das deprimiert nur. Vereinzelt stehen Zuschauer, die die Fahrer anfeuern. Irgendwie kann ich das gerade gar nicht brauchen, daß mir jemand auch noch "Bravo!" zuruft. Nix bravo, beschissen isses, und zwar so richtig. Endlich ist die Paßhöhe erreicht, die Labe ist dieses Jahr zum Glück ganz oben auf dem Paß. Ich fülle meine Flasche mit Eistee, ein Fehler. Es ist eine Frechheit ein solch klebrig-süßes Zeug bei einem Radmarathon anzubieten. Schnell noch die Windweste angezogen, auf die Uhr geschaut, ich wollte schließlich meine genaue Abfahrtszeit "stoppen": 5h 06min bisher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz der Krämpfe war ich am Jaufen 1h 06min gefahren. Üblerweise werden die Krämpfe in der Abfahrt schlimmer statt besser, ich sitze total steif auf dem Rad. Nichts ist es mit Abfahrt genießen. Wegen der Krämpfe kann ich nach den Kurven so gut wie gar nicht antreten. Dann kommen auch noch ein Faststurz, bei dem ich bereits mit beiden Rädern gerutscht bin, und ein übler Verbremser, der mich fast in die Leitplanke befördert, dazu. Trotzdem kann ich vier oder fünf Fahrer überholen. Nach 22min bin ich in St. Leonhard. Eine Abfahrtszeit, auf die ich unter den gegebenen Bedingungen echt stolz bin. Unten in St. Leonhard bin ich erst mal so blau, daß ich nicht mal die Zeitnahme für den Beginn des Timmelsjochanstiegs wahrnehme (wenn ich nicht 'ne offizielle Zwischenzeit aus St. Leonhard hätte, wär ich bis heute der festen Überzeugung, daß da keine Zeitnahme war). Ich esse noch mal, trinke von dem ekligen, viel zu süßen Eistee und beschäftige mich mit der Frage, wie ich mit meinen Beinen dieses Ungetüm von Paß namens Timmelsjoch erklimmen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/karte_timmelsjoch_01.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/karte_timmelsjoch_01.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das Timmelsjoch: für mich der brutalste Paß, den ich bisher kenne (liegt vielleicht aber auch daran, daß ihn bisher nur beim Ötzi befahren habe, zumindest die Südseite)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nach der Abfahrt tun meine Beine einfach nur noch weh, sind total steif; ich habe Krämpfe an Stellen, wo ich nicht dachte, daß da Muskeln sind. Wieder das Phänomen: wenn ich den einen Krampf versuche rauszudehnen, bekomme ich an anderer Stelle den nächsten. Erneut feuert mich eine einzelne Frau am Straßenrand an; ist ja lieb gemeint, aber in diesem Moment hätte ich sie schlagen können für diese Anfeuerung. Mir ist nicht nach "Bravo!", "Hopp!" oder "Du schaffst das!" zumute. Komischerweise kommt mir nie der Gedanke daran vom Rad zu steigen und aufzugeben, nur der Gedanke aufgeben zu MÜSSEN ist allgegenwärtig. Aber wer kann mich zwingen aufzugeben, wenn ich selbst nicht dazu bereit bin?! Meine Beine nicht, denen würd ich's schon zeigen. Ein Schild kündigt den Beginn des Anstiegs zur Bergwertung Timmelsjoch an; 19,8km bis zur Labe in Schönau. Die ersten Kilometer sind eine Qual, ich weiß nicht, wie ich überhaupt annähernd schmerzfrei treten soll. Allerdings entwickle ich so langsam ein gewisses Nichtbeachten der Krämpfe. Hinter Moos wird es steiler. Hier hatte ich letztes Jahr meine schwächste Phase, mußte zum ersten Mal viele Leute am Berg ziehen lassen. Heute ist es plötzlich andersrum: obwohl es mir komplett schlecht geht, sehe ich wieder Fahrer vor mir, und sie kommen näher. Darunter auch Fahrer, die mich am Jaufen schon sehr früh abghängt hatten, so z.B. Stefan Thaller vom VCR aus Regensburg oder auch mein alter Bekannter mit dem blauen Storck und den Lightweights. Hatte ich am Jaufen trotz aller Qualen irgendwie instinktiv das Richtige gemacht?! Jedenfalls gibt mir das Überholen Moral, und die habe ich nun wirklich bitter nötig. Gegen Ende des Steilstücks hinter Moos habe ich mich an zwei Fahrer herangekämpft, die ich zuvor in der Jaufenabfahrt überholt hatte, bevor sie mich auf den ersten Kilometern des Timmelsjochanstiegs wieder stehen gelassen hatten. Dann ist endlich das Flachstück erreicht, hier wollte ich mich ein bißchen erholen, aber das Gegenteil ist der Fall: sobald die Belastung nachläßt, werden die Krämpfe wieder schlimmer. Das Flachstück wird zur Qual. Mehr als einmal weiß ich nicht mehr, wie ich eigentlich noch treten soll. Und es sind immer noch mehr als 10km, davon 8km mit einer Steigung, die man einfach nur als brutal bezeichnen kann. An der Labe in Schönau greife ich mir einfach nur im Fahren eine Flasche Wasser und fülle sie - ebenfalls im Fahren - in meine Trinkflasche um. Nach der Labe wird es sehr bald wieder steiler, einerseits schlecht, weil es Qualen bedeutet, andererseits sind an den Steilstücken die Krämpfe erträglicher. Mühsam schraube ich mich in Begleitung zweier anderer Fahrer die steilen Serpentinen empor. Plötzlich ein kurzer Schrei und wir sind nur noch zu zweit: den dritten scheint nun auch mein Schicksal getroffen zu haben, Krämpfe. Egal, dann also zu zweit weiter. Ich wechsle zwischen stehendem und sitzendem Fahren. Im Stehen immer bis die Oberschenkel krampfen, dann im Sitzen bis die Waden es den Oberschenkeln gleich tun. Längst bin ich auf dem größten Ritzel und fahre nur noch so zwischen 10 und 11km/h. Radfahren fühlt sich anders an. Die letzte Getränkestation wird erreicht, wie im Vorjahr lasse ich mir im Vorbeifahren einen Becher Cola reichen, und wie im Vorjahr schmeiße ich ihn nach drei oder vier Schlucken schon wieder weg. Ich kann bei solcher Belastung auf dem Rad nicht aus einem Becher trinken. Egal, die Cola war eh mehr für die Psyche. Aber es fährt eh nur noch der Kopf, wenn ich darüber nachdenken würde, käme ich bestimmt dahinter, daß man mit solchen Beinen überhaupt gar nicht mehr radfahren KANN. Aber absteigen, am Ende  sogar aufgeben? Hier, 5km vor der Paßhöhe? Nein. Niemals. Immer noch türmen sich über mir drei, vier oder fünf Kehren auf. Ich will eigentlich nicht nach oben schauen und tue es trotzdem. Irgendwo da oben muß der erlösende Tunnel sein. Und tatsächlich, nach unzähligen schmerzvollen Kilometern kündigen Zuschauer den Tunnel und damit so eine Art Erlösung an. Hinter dem Tunnel wird es (wie üblich) saukalt, obendrein hatte schon auf den letzten Kilometern ein ekliger Wind geblasen. Also Weste an und rein in die Abfahrt. Ziemlich genau 7h 30min zeigt die Uhr, das würde ganz knapp über 8h gehen, unter 8h war leider nicht mehr drin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Da hast du nun deinen Traum!" steht in großen Lettern an der Paßhöhe des Timmelsjochs. Für mich war es eher ein Alptraum, vor dessen Ende die Erbauer der Timmelsjochstraße allerdings noch zwei Gegensteigungen eingebaut hatten. Zunächst ging es aber erstmal bergab, richtig schnell fahren ist leider nicht mehr drin, zum einen bläst eine strammer Gegenwind und zum anderen lassen Schmerzen in Nacken und Rücken (die Beine lasse ich jetzt mal außen vor) keine wirklich aerodynamische Sitzposition mehr zu. In den Gegenanstieg zur Mautstelle kann ich diese Jahr wenigstens mit etwas Schwung hinein fahren, trotzdem geht hier einfach gar nichts mehr. Mich überholen alleine hier nochmal drei oder vier Fahrer. Ist mir aber auch egal, ich will nur noch diese blöde Abfahrt, die teilweise keine ist, überstehen und ins Ziel kommen. Nach der Mautstelle kommen noch mal ein paar steile Bergab-Kehren, hier hatte ich letztes Jahr auf dem Zahnfleisch um meine sub9h-Zeit gekämpft. Obwohl ich sagen würde, daß ich dieses Jahr noch kaputter bin, funktionieren die Beine im nun folgenden Flachstück wieder halbwegs. Eine Fünfergruppe schließt von hinten zu mir auf; ich kann in der Gruppe sogar Führungsarbeit übernehmen. Wir holen die Fahrer, die mich im Gegenanstieg zur Maustelle überholt hatten wieder ein. Die letzte kurze Gegensteigung bei Zwieselstein stellt erstaunlicherweise kaum ein Problem dar. Und dann ist nach 227km auch schon Sölden erreicht. Die letzten 1000m, die letzten 500m, die letzten 200m, die Zielkurve, über die Brücke und dann ist es geschafft. Der erste Blick gilt der Uhr: 8h 05min 23s. Wahnsinn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und heute, einen Tag später. Hat dieser Ötztaler Radmarathon Spaß gemacht? Eigentlich nein. Es war Leiden ab der ersten Minute, und die zweite Hälfte waren einfach nur noch Höllenqualen. Es ist mir ein komplettes Rätsel, wie man mit solchen Krämpfen überhaupt noch radfahren kann, geschweige denn solche Pässe mit solchen Geschwindigkeiten. Ich blicke auf meine Zeiten, rufe mir die Schmerzen meiner immer noch schmerzenden Beine wieder ins Gedächtnis (so gut das eben geht), und kann nur den Kopf schütteln. Es ist schlichtweg schon jetzt für mich nicht mehr nachvollziehbar, was da passiert ist. Die Beine waren eigentlich ab dem Brenner nicht mehr zum Radfahren zu gebrauchen, mehr als einmal hab ich mich schon über das Rad gebeugt am Straßenrand stehen sehen, aber irgendeine seltsame Kraft hat mich davon abgehalten vom Rad zu steigen. Ich glaube, ich werde nie wirklich verstehen, was mich da auf dem Rad gehalten hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurze Zusammenfassung der anderen Ergebnisse:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;toboxx aus dem Tour-Forum hab ich im Ziel wieder getroffen: unter 8h! Riesenrespekt und Gratulation!&lt;br /&gt;Außerdem traf ich im Ziel noch K.Roo, mala (beide aus dem Tour-Forum) sowie meinen Herperdorfer Kollegen: alle sehr deutlich unter 9h, teilweise auch unter 8:30h. Auch an euch eine dicke Gratulation, falls ihr das lest.&lt;br /&gt;Noch im Ziel stehend hörte ich plötzlich die Ansage "Sebastian Ohrmann aus Freiburg!", ein Blick auf die Uhr: 8:33h!!! Ich glaubte, meine Ohren kaum trauen zu können. Aber er war es wirklich. Da er etwas später über die Startlinie gerollt war als ich, stehen am Ende sogar noch 8:30h für ihn zu Buche. Unglaublich. Das allererste Mal über 200km, das auch noch beim Ötzi und dann gleich 8:30h! Eine Riesenleistung, die ich fast höher einsortiere als meine eigene.&lt;br /&gt;Als Sebastian und ich den Zielbereich verließen, kamen uns kurz nacheinander Jan und Matthias auf ihrem Weg zum Ziel entgegen: beide mit 8:56h bzw. 8.58h auch noch knapp unter der magischen 9h-Marke. Fette Leistung!&lt;br /&gt;Ingo kam auch nur wenig später ins Ziel: 9:16h. Ebenfalls eine Superleistung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir waren mit fünf Leuten gestartet, sind mit fünf Leuten isn Ziel gekommen, davon vier Ötzi-Novizen, von denen wiederum drei auf Anhieb die 9h-Grenze unterboten haben. Ein Supermannschaftsergebnis! Die Ergebnisse der Teamwertung sind leider noch nicht online, aber vielleicht hat es ja für Top20 in der Teamwertung gereicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fabio hat sein persönliches Ziel von einer Zeit um 10:30h mit 10:35h auch erreicht und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 2h(!!) verbessert. Auch hierzu eine Riesengratulation!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSCN2290.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSCN2290.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Fabio und der Autor am Abend bei der Siegerehrung&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wie im Vorjahr wurden auch dieses Jahr wieder Zwischenzeiten genommen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table class="MsoTableGrid" style="border: medium none ; border-collapse: collapse;" border="1" cellpadding="0" cellspacing="0"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="border: 1pt solid windowtext; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;" valign="top" width="275"&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;Strecke&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: solid solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;color:windowtext windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;Zeit&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: solid solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;color:windowtext windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;Platz&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;Ötz-Kühtai&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;01.04.10&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;80&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;Kühtai-Innsbruck&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;00.44.10&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;71&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;Innsbruck-Brenner&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;01.06.00&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;40&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;Brenner-Sterzing&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;00.25.41&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;259&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;Sterzing-Jaufen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;01.06.19&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;141&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;Jaufen-St. Leonhard&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;00.22.12&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;72&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;St. Leonhard-Timmelsjoch&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;02.01.30&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;79&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;Timmelsjoch-Sölden&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;00.35.15&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td  style="border-style: none solid solid none; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;color:-moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:85%;"  &gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;188&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Brennerzeit etwas weiter oben gestoppt. Die Timmelsjochzeit wurde dieses Jahr wieder direkt unten in St.Leonhard gestoppt. Dieses Zeiten sind also nicht so direkt mit den Vorjahreszeiten vergleichbar.  Verglichen mit dem Vorjahr hab ich mich in allen Streckenabschnitten gesteigert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Urkunde.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/Urkunde.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Bilder von unterwegs gibt es (aus hoffentlich verständlichen Gründen) keine. Vielleicht kommt in den nächsten Tagen noch das eine oder andere Bild dazu; Ingo und Andrea hatten auch noch ein paar Bilder gemacht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-115682179493736045?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/115682179493736045/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=115682179493736045' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115682179493736045'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115682179493736045'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/08/ein-wunder-im-tztal.html' title='Ein Wunder im Ötztal'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-115547298331611661</id><published>2006-08-13T12:17:00.000+02:00</published><updated>2006-08-16T12:54:43.446+02:00</updated><title type='text'>Chaos pur</title><content type='html'>Die Planung war gut: zwei Wochen vor dem &lt;a href="http://www.oetztaler-radmarathon.com/"&gt;Ötzi&lt;/a&gt; ein Wochenende in Andermatt, Samstags die kleine Runde (120km mit 3500Hm über Susten- Grimsel- und Furkapaß) beim &lt;a href="http://www.alpenbrevet.ch/"&gt;Alpenbrevet&lt;/a&gt; unter Wettkampfbedingungen, dann am Sonntag nochmals eine Pässerunde mit Furka-, Nufenen- und St. Gotthardpaß, schließlich ist Andermatt kaum drei Autostunden von Freiburg entfernt. Fabio war schnell überredet, mindestens ebenso schnell waren wir angemeldet (ganz knapp vor Meldeschluß, danach hätte uns die Nachmeldung nochmals 25 Sfr. mehr gekostet, was bei einem Startgeld von 90 Sfr. nicht unbedingt auch noch sein muß). Nach etwas Sucherei und ein paar Telefonaten war dann in Wassen auch ein Hotel gefunden (&lt;a href="http://www.hotel-gerig.ch/"&gt;Hotel Gerig&lt;/a&gt;, kann ich nur weiterempfehlen), Andermatt war zu diesem Zeitpunkt schon komplett ausgebucht. Aber es kam, wie es kommen mußte: kaum hatten wir uns angemeldet, verabschiedete sich der Sommer. Nach rund neun Wochen, in denen das Thermometer kaum merklich unter 30 Grad gefallen war, schien es, als hätte bereits der Herbst Einzug gehalten: Temperaturen im niedrigen 20-Grad-Bereich, dazu fast täglich Regen. Hinzu kamen bei mir Zweifel an der Form: die Leichtigkeit der letzten Wochen war nach dem &lt;a href="http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/07/einmal-testo-gedeck-bitte.html"&gt;Arberradmarathon&lt;/a&gt; plötzlich wie wegblasen, die Beine fühlten sich irgendwie blockiert an und insbesondere der Kopf war müde, ja des Radfahrens teilweise überdrüssig. Obendrein machten mir seit dem Arberradmarathon leichte Knieprobleme Sorgen. Alles in allem keine guten Voraussetzungen, um sich über drei Alpenpässe jenseits der 2000m zu quälen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tage unmittelbar vor dem Alpenbrevet waren in erster Linie von täglichem Überprüfen des Wetterberichts geprägt: eine Kaltfront von Norden sollte die Schneefallgrenze in den Alpen auf wenigstens 2000m sinken lassen, in weniger optimistischen Prognosen war sogar von nur 1600m die Rede! Andererseits sahen andere Wettervorhersagen wenigstens für den Samstag in Andermatt zwar kaltes, aber immerhin halbwegs trockenes Wetter voraus.&lt;br /&gt;Die Anreise am Freitag bei Regen,  kühlem Wetter und wolkenverhangenen Bergen war dann auch nur sehr bedingt von positiver Stimmung geprägt, insbesondere Fabio, dem schlechtes Wetter beim Radfahren mehr zusetzt als mir, bezifferte seine Startwahrscheinlichkeit eher um 0% als auf 10%. Ich selbst versuchte mir noch einzureden, daß es sich doch um "perfekte Radsportbedingungen" handle, was mir bei Fabio den Titel eines "Realitätsverweigerers" einbrachte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Abholen der Startnummern am Vorabend sind die Temperaturen in Andermatt auf ca. 1400m über NN maximal knapp zweistellig, abgesehen von kurzen Regenlücken ist beständiger Niederschlag zu verzeichnen. Die Entscheidung bereits samstags wieder abzureisen und nicht wie geplant bis Sonntag zu bleiben ist im Prinzip schon gefallen. Nach dem Abendessen ist bei Fabio vollends "immerhin war die Pasta lecker"-Stimmung, während ich nach wie vor sage, ich fahre wenigstens bis Wassen und in den Susten hinein. Nach einer unruhigen Nacht (die erste Nacht in fremden Betten schlafe ich seltenst gut) gilt der erste Blick nach dem Aufstehen dem Wetter: Regen, Regen, Regen, geschätzte Temperatur in Wassen (ca. 500m tiefer als Andermatt): maximal 10 Grad, eher weniger. So langsam reift auch bei mir die Entscheidung auf einen Start zu verzichten. Der Blick zum Wegweiser Richtung Sustenpaß verheißt auch nichts Gutes: wo gestern noch "geöffnet" stand, ist jetzt ein weißes Schild mit der Warnung vor Schneeglätte zu sehen. Just in diesem Moment ereicht Fabio eine SMS des Veranstalters: Wegen Schnee an Susten und Nufenen gibt es eine Streckenänderung: es gibt nur noch eine Strecke über Gotthard, Lukmanier und Oberalp für alle Kategorien. Diese Streckenänderung war mit der Hoffnung verbunden, daß hinter dem Gotthard im Tessin eine Wetterbesserung eintreten würde. Schnell fällt die Entscheidung pro Starten. Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Auto hinauf nach Andermatt. Noch ca. 45 Minuten bis zum Start. Es regnet, und keiner von uns beiden wagt es die Tür des Autos zu öffnen: Kälte würde uns empfangen, aber wie kalt, das will im Moment noch keiner so richtig wahrhaben müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/060812%20007.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/060812%20007.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/060812%20009.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/060812%20009.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wetterdokumentation beim Start&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Beim Zusammenbauen der Räder dann der nächste Schock: das Vorderrad läßt sich nicht aufpumpen. Alles, was ich versuche an Luft in den Reifen zu pumpen, kommt an anderer Stelle wieder heraus. Also schnell den Schlauch wechseln. Erstaunlicherweise bekomme ich den Mantel sehr schnell wieder auf die Felge, beim letzten Mal hatte ich mich mit diesem Mantel und dieser Felge stundenlang abgemüht. Schnell aufgepumpt. Ah, prima. Die Luft bleibt drin. Im kümmere mich um andere Vorbereitungen: Regenjacke, Überschuhe, lange Handschuhe, Mütze unter den Helm, Riegel und Gels einpacken, usw. Gegen Viertel vor acht will ich Richtung Startaufstellung rollen, da trifft mich der nächste Schock: das Vorderrad ist schon wieder platt. Ok, das war's, kein Start für mich. Aber ich hatte nicht mit Fabio gerechnet, er gibt mir spontan sein Vorderrad und verzichtet seinerseits auf den Start, mit dem er sich aufgrund des Wetters eh nie so richtig hatte anfreunden können ( zu meiner Verteidigung muß ich hier kurz einfügen, daß die beiden Schläuche an unterschiedlichen Stellen kaputtgegangen sind, es sich also nicht um einen "Folgeschaden" handelt). Diese weitere Verzögerung führt allerdings dazu, daß ich es nicht mehr schaffe noch eine Toilette aufzusuchen, außerdem fehlt mir die Zeit noch meine Flaschen zu füllen. Dankenswerterweise leiht mir Fabio auch noch seine bereits gefüllten Trinkflaschen (Mille Grazie!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/060812%20012.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/060812%20012.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Fabio: statt Radfahren....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Kurz vor acht stelle ich mich in die Startaufstellung; von ursprünglichen 214 gemeldeten Startern der kurzen Runde sind vielleicht noch rund 100 übriggeblieben (die Starter der beiden großen Runden sind bereist um sieben Uhr gestartet, obwohl sie jetzt auf derselben Strecke unterwegs sind wie wir es sein sollten). Punkt acht Uhr geht es los: der Regen hat sich zwar abgeschwächt, aber so lange das Wasser auf der Straße steht, ist es relativ egal, ob das Wasser von oben oder von unten kommt. Auf den ca. drei Kilometern bis zum Beginn des Anstiegs zum Gotthard zerlegt sich das Feld bereits; da ich beim Start relativ weit hinten gestanden habe, verliere ich hier schon den Anschluß nach ganz vorne und den Überblick über meine Position. Ich schließe mich einer Gruppe von Fahrern in schweizer Nationaltrikot an, den Rädern nach zu urteilen handelt es sich Crossfahrer (diese Einschätzung sollte sich später bestätigen). Unten am &lt;a href="http://www.salite.ch/sangotta.htm"&gt;Gotthard&lt;/a&gt; erhasche ich noch einen Blick auf einen kleinen Wegweiser für Radfahrer: 9km mit 630Hm werden mir rangekündigt. Das hört sich ja erträglich an. Denkste. Zwar gelingt es mir mich aus meiner Gruppe abzusetzen und einzelne Fahrer zu überholen (darunter allerdings auch viele MTBler, die eine halbe Stunde früher gestartet waren), aber das Gefühl der letzten beiden Wochen ist wieder da: die Beine funktionieren zwar, aber es ist kein Gefühl für's Radfahren da. Alles fühlt sich blockiert an, obwohl die Beine nicht weh tun, habe ich das Gefühl bereits jetzt voll am Anschlag zu sein. Dazu ist der Kopf nicht im geringsten bereit sich zu quälen. Den Tränen nahe kämpfe ich mich den Anstieg hinauf, dem Aufgeben, dem Fahrrad-in-die-Botanik-werfen, dem Umdrehen näher als der Paßhöhe. Vor meinem innneren Auge gebe ich den Ötztaler bereits verloren, zweifle, ob es überhaupt Sinn macht dort zu starten. In den Regen mischt sich langsam leichtes Schneegrieseln, links und rechts sind die Wiesen weiß, wie mit Puderzucker bestreut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSCN4022.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSCN4022.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSCN4033.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSCN4033.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wetter am Gotthard: Ja, es ist Mitte August!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Ich frage einen der begleitenden Motorradfahrer, ob auf der anderen Seite (des Passes) das Wetter besser sei; "nicht wirklich" so seine Antwort. Der Nebel verhindert, daß ich die Paßhöhe als solche wahrnehme, es wird einfach flacher und plötzlich taucht der Tunnel vor mir auf. Ich bin komplett allein, vor und hinter mir niemand zu sehen. Mit einem persönlichen Begleitmotorrad nehme ich die Abfahrt nach Airolo in Angriff. Immerhin hat es aufgehört zu regnen und die Straße ist größtenteils auch schon trocken. Kurze Zeit später werde ich von drei  der Crossnationalfahrer eingeholt. Bald sehe ich auch wieso: perfekte Radbeherrschung, in jeder Kurve verliere ich ein paar Meter, insbesondere als wir nach circa der Hälfte der Abfahrt auf die alte, gepflasterte Straße umgeleitet werden. Endlich ist Airolo erreicht und das Kopfsteinpflaster liegt hinter uns. Die dortige Verpflegung lassen wir links (bzw. rechts) liegen. Weiter geht es in Richtung Biasca. Ich habe keine Ahnung wieviele Kilometer es sind noch wie der weitere Straßenverlauf ist. Zunächst geht es mal steiler mal etwas flacher bergab, zu viert lösen wir uns regelmäßig ab und legen so ein schönes Tempo vor. Die wenigen Fahrer, die wir überholen, können oder wollen unserem Tempo nicht folgen. Nur ein einziger heftet sich an unsere Fersen. Meine Führungen fallen immer kürzer aus, was aber nicht an einsetzender Müdigkeit liegt, sondern eher daran, daß sich so langsam mein verpaßter Toilettengang vor dem Start beginnt zu rächen. Einer meiner Mitfahrer erleichtert sich während des Fahrens, eine Übung, die ich mich nicht traue, ihm nachzumachen. Kurz vor Biasca werden wir von einer sehr zügig fahrenden 4 oder 5 Fahrer starken Gruppe eingeholt (später erfahre ich, daß es sich dabei um die eigentliche Spitzengruppe gehandelt hat, die sich bei der Auffahrt zum Gotthard an der Stelle, an der sich die neue und die alte Straße voneinander trennen, verfahren hatte).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir hinter Biasca Richtung &lt;a href="http://www.salite.ch/lucomagn.htm"&gt;Lukmanierpaß&lt;/a&gt; abbiegen, halte ich kurz an, um mich zu erleichtern. Ein weiterer Fahrer aus meiner Gruppe tut es mir gleich. Der Rest fährt natürlich weiter. An der nächsten Verpflegung (die wir wiederum auslassen) warten zwei Fahrer der nun ehemaligen Spitzengruppe auf meinen Mitfahrer. Offensichtlich kennt einer der beiden meinen Begleiter. Zu viert, sehr bald allerdings nur noch zu dritt nehmen wir den ewig langen und zunächst nicht besonders steilen Anstieg zum Lukmanier in Angriff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/PTM_2684.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/PTM_2684.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Autor in zweiter Position bei der Auffahrt zum Lukmanier&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/PTM_2685.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/PTM_2685.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Konzentration und Anstrengung am Lukmanier&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Schon an den ersten etwas steileren Abschnitten zeigt sich, daß ich wohl der beste Kletterer in unserer Runde bin. Noch warte ich allerdings; in den flacherern Abschnitten ist es zu dritt einfacher als alleine. Die Beine funktionieren so langsam wieder besser, und der Kopf beschäftigt sich auch wieder mit anderen Dingen als der Sinnlosigkeit des Radfahrens. Daß wir so langsam die ersten bzw. letzten der eine Stunde früher gestarteten Fahrer ein- und überholen gibt zusätzliche Moral (ich weiß, es ist fies sich daran hochzuziehen, aber ein gutes Gefühl ist es trotzdem). Hinter Olivone wird der Anstieg endlich steiler; es ist auch warm genug das Trikot zu öffnen, die Regenjacke ist schon lange im Trikot verstaut, ebenso die langen Handschuhe. Ohne groß zu beschleunigen setze ich mich von meine zwei schweizer Begleitern ab. Jetzt läuft es wieder rund. Kurze Zeit später taucht vor mir ein Trikot mit schweizer Kreuz auf: das war der erste der Nationalfahrer, die mich in der Abfahrt vom Gotthard eingeholt hatten. Ich fordere ihn auf mitzufahren. Wir unterhalten uns ein bißchen (dabei erfahre ich, daß meine Vermutung, daß sie Crossnationalfahrer sind, richtig war), obendrein sind wir beide Freiburger ;-) Er eben aus dem schweizerischen Freiburg bzw. Fribourg. Als es bei Campra kurz flacher wird, setze ich mich auch von ihm ab. Weiterhin überhole ich fleißig Fahrer, die eine Stunde vor mir gestartet waren. Langsam wird es wieder kälter, ich schließe mein Trikot wieder. Die beiden anderen der Crossfahrer hole ich ungefähr 3-4km vor dem Gipfel ein; auch sie folgen mir nur kurze Zeit. Schließlich ist die ziemlich kalte und windige Paßhöhe des Lukmaniers erreicht. Leichter Regen hat wieder eingesetzt, aber es sind wirklich nur ein paar Tropfen, die nicht einmal ausreichen, daß die Straße richtig naß wird. An der Verpflegung fülle ich schnell meine Flasche und schnappe mir ein paar der bereitliegenden Gels. Dann geht es hinein in die Abfahrt, denke ich zumindest: zunächst geht es in einen Tunnel, in dem es noch ein paar Höhenmeter weiter steigt, bevor sich die Straße nach rund 35km Anstieg wieder gen Tal neigt. Die Abfahrt ist extrem nervig: nicht besonders steil, dazu noch Gegenwind, hier ist Arbeit gefordert, um wenigstens 45km/h zu erreichen. Zum Glück findet sich ein Mitstreiter, so daß ich immerhin nicht die gesamte Abfahrt alleine im Wind stehe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach rund 20km Abfahrt ist Disentis erreicht. Jetzt folgte noch der rund 20km lange Anstieg zum &lt;a href="http://www.salite.ch/oberalp1.htm"&gt;Oberalp&lt;/a&gt;, der zunächst sehr flach ist. Der Wind, der mich in der Anfahrt vom Lukmanier gebremst hatte, schiebt mich nun den Anstieg hinauf: in den ersten flachen Anschnitten fahre ich alles auf dem großen Blatt, die Geschwindigkeit liegt bei rund 25km/h, teilweise sogar darüber. Vor mir taucht der letzte Fahrer der ehemaligen Spitzengruppe auf. Auch ihn kann ich überholen. Langsam wird der Anstieg steiler, ich muß nun doch auf das kleine Kettenblatt schalten. Nach rund 12km erreicht der Anstieg dann doch alpine Steigungsprozente; so langsam macht sich Müdigkeit in den Beinen breit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSCN4066.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSCN4066.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die letzten Kehren zum Oberalp: endlich spielt das Wetter halbwegs mit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Dummerweise hab ich weder eine Ahnung wie hoch der Paß genau ist, noch wie weit es noch bis zur Paßhöhe ist. Also frage ich ein paar am Straßenrand stehende "Zuschauer", dreieinhalb Kilometer bekomme ich als Antwort. Blöd wie ich bin, vergesse ich in diesem Moment auf meinen Tacho zu schauen, so daß mir diese Information schon wenige hundert Meter später nicht mehr viel bringt. Außerdem wird es hier steil, richtig steil: zum ersten Mal am ganzen Tag brauche ich das 26er Ritzel, das größte, das ich an Bord habe. Doch auch dieses Steilstück geht vorrüber. Dafür steht ein fieser kalter Wind direkt von vorne drauf. Auch wenn der Himmel hier überwiegend blau ist, rechne ich aufgrund der Wolken, die sich am Horizont abzeichnen, immer noch damit, hinunter nach Andermatt wieder in den Regen einzutauchen. Nach einem furchtbar langen letzten Kilometer erreiche die Paßhöhe, auf ein Anziehen der Windjacke verzichte ich; das Langarmtrikot sollte für die letzten 10km nach Andermatt hinunter reichen. In weiten, schön zu fahrenden Kehren geht es hinunter nach Andermatt. Meine Befürchtungen hinsichtlich des Regens sollten sich nicht bestätigen, im Gegenteil: der mittlerweile überwiegend blaue Himmel gibt einen phantastischen Blick über Andermatt, Hospental und Realp in Richtung Furkapaß frei. Alleine für diese Aussicht hat sich der Tag eigentlich gelohnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/060812%20033.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/060812%20033.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/060812%20032.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/060812%20032.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;So sah's dann später im Ziel aus!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Dann ist Andermatt erreicht, es geht noch kurz durch den Ort und dann über die Ziellinie: nach 5h 36min bin ich bei trockenem, sonnigem (allerdings kaltem) Wetter wieder dort, wo ich am Morgen bei gefühlten 5 Grad und Regen gestartet war. Fabio schießt noch ein paar Photos, bringt mein Rad zum Auto und bringt mir meine Tasche (Fabio, du wirst als mein persönlicher Soigneur engagiert!). Nach Rückgabe des Transponders, einem kleinen Teller Nudeln geht es dann zurück nach Freiburg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/060812%20035.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/060812%20035.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Zielankunft: der Autor zu schnell für den Photographen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/060812%20038.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/060812%20038.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Deshalb hier nochmal in groß!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ein Wochenende, das drohte komplett ins Wasser zu fallen und auch sonst nicht gerade glücklich begann, hatte ein versöhnliches Ende gefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlußbemerkung: Laut Veranstalter betrug die Streckenlänge 156,2km mit 3270Hm, meine eigene Messung ergab 159km mit 3500Hm (wobei ich zugeben muß, daß mein Höhenmesser etwas "großzügig" ist ;-)).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/diplom.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/diplom.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Meine 5h 36min reichten für den siebten &lt;a href="http://services.datasport.com/2006/velo/alpenbrevet/RANG001.HTM"&gt;Gesamtplatz&lt;/a&gt; (die Liste ist leider alphabetisch sortiert), Rückstand auf den Sieger rund 15min. Von den 8-Uhr-Startern war ich, soweit ich das überblicken konnte, wohl der Schnellste. Es ist allerdings reine Spekulation, ob ich schneller gewesen wäre, wenn ich um 7 Uhr gestartet wäre. So wie es mir am Gotthard ging, hätte ich dort den Schnellsten wohl eher nicht folgen können.&lt;br /&gt;Die Streckenänderung war wettertechnisch die richtige (und wohl auch einzig mögliche) Entscheidung der Rennleitung, auch wenn dadurch schöne Pässe wie Susten und Grimsel durch eher unspektakuläre (und eher unangenehm zu fahrende) Pässe wie Lukmanier und Oberalp ersetzt wurden. Ich bin froh, daß überhaupt gefahren wurde!&lt;br /&gt;Für die Augentiere unter uns, wird es wohl in den nächsten Tagen noch ein paar Photos geben. Fabio hat ja ein paar Bilder geschossen, die er mir zukommen lassen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;EDIT: Bilder eingefügt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-115547298331611661?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/115547298331611661/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=115547298331611661' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115547298331611661'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115547298331611661'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/08/chaos-pur.html' title='Chaos pur'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-115435460547910831</id><published>2006-07-31T15:14:00.000+02:00</published><updated>2006-08-02T11:16:42.583+02:00</updated><title type='text'>Einmal Testo-Gedeck, bitte!</title><content type='html'>Dank Floyd Landis wissen wir ja nun, was es braucht um eine grandiose Leistung auf dem Fahrrad zu vollbringen: Training? Ach, Quatsch! Doping? Ich bin sauber! Nein, zwei Bier und (mindestens) vier Whisky, und man fährt am nächsten Tag wie ein junger Gott. Da meinereiner für die Teilnahme an einem Radmarathon etwas früher aufstehen muß als Herr Landis für seine Touretappen, beließ ich es am Vorabend des Arberradmarathons bei einem Bier und einem Grappa, außerdem sparte ich mir den obligatorischen Einbruch am Vortag, in dem ich einfach gar nicht fuhr. Aber ein bißchen mehr der Reihe nach.&lt;br /&gt;Der &lt;a href="http://www.arberradmarathon.de/arber_neu/"&gt;Arberradmarathon&lt;/a&gt; in Regensburg gehört zu den größen Radmarathons in Deutschland und bietet auf der großen Runde mit &lt;a href="http://veloclub-ratisbona.de/arberradmarathon/tour_a.htm"&gt;250 km und 3300 Hm&lt;/a&gt; einiges an Schwierigkeiten, auch wenn es mit Sicherheit schwerere Radmarathons gibt, nicht nur im Alpenraum. Aber wie heißt es doch immer so schön wie abgedroschen: es sind die Fahrer, die ein Rennen schwer machen und nicht die Strecke. Als ehemaliges VCR-Mitglied war mir eine Teilnahme am "echten" Arber in meiner Regensburger Zeit leider verwehrt, dennoch war mir von der vereinsinternen Streckenbefahrung die Strecke zumindest noch teilweise bekannt. Daher wollte ich diese Teilnahme dieses Jahr im Kreise einiger Vereinskollegen nachholen. Schließlich fanden sich Ingo und Matthias als Mitfahrer, die Runde wurde von &lt;a href="http://anfaengerausleidenschaft.twoday.net/"&gt;Markus&lt;/a&gt; und zwei Freunden von Markus komplettiert. Markus, Basti und Hannes wollten die 170km-Runde in Angriff nehmen, während es für Ingo, Matthias und mich schon die große 250km-Runde sein mußte.&lt;br /&gt;Der Vorabend wurde bei Pasta und Bier (Erklärung siehe oben ;-)) verbracht. Ingo, Matthias und ich sorgten für Erstaunen und Freude seitens der Küchenchefin, in dem wir alle drei noch bevor wir aufgegessen hatten die zweite Portion Pasta orderten; so ganz wollten wir uns dann doch nicht einzig und allein auf das Testo-Gedeck verlassen.&lt;br /&gt;Nach einer kurzen Nacht (mein Wecker klingelte um 4:30 Uhr) treffe ich mich um 5:15 Uhr mit Matthias und Ingo, um zum Start zu fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/IMG_6113.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/IMG_6113.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gegen 5:30 Uhr treffen wir am Start ein, das reicht um sich ziemlich weit vorne in der Startaufstellung einreihen zu können. Eigentlich sah die Planung vor, die Strecke als Trainingsfahrt unter leicht verschärften Bedingungen zu nutzen, trotzdem ist es nie verkehrt beim Start weit vorne zu stehen; man geht damit einfach der Sturzgefahr aus dem Weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0002%20a%20Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0002%20a%20Kopie.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0005%20a%20Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0005%20a%20Kopie.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Punkt 6 Uhr gibt Regensburgs Oberbürgermeister den Startschuß ab, rund 1500 Rennradler setzen sich im nebligen Morgengrauen in Bewegung. Die ersten 15km sind flach; Matthias, Ingo und ich sind in erster Linie damit beschäftigt Plätze nach vorne gutzumachen. Wenigstens bis zum Arber vorne mitfahren war das unausgesprochene Ziel. Im ersten Anstieg ist es dann mit der Ruhe schon etwas vorbei, es wird durchaus relativ zügig gefahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0019%20a%20Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0019%20a%20Kopie.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0023%20a%20Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0023%20a%20Kopie.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ein herrlicher Ausblick bietet sich uns, als wir das erste Mal durch die Nebeldecke hindurchstoßen und uns die Morgensonne entgegen leuchtet. Durch den Nebel ist es zwar etwas kühler als in den letzten Wochen, aber das schadet ja in keinster Weise und ist sehr angenehm. Nach den ersten kleineren Anstiegen und ca. 40-50 absolvierten Kilometern stelle ich mich an den Straßenrand: die Blase drückt. Dadurch sehe ich, daß die erste Gruppe sich schon etwas vom Rest der Teilnehmer abgesetzt hat; noch ca. 100-120 Fahrer sollte die erste Gruppe umfassen. Ohne Probleme gelange ich (auch dank der Unterstützung von Ingo und Matthias) zurück ins Feld. Weiter geht es in zügigem Tempo (der Schnitt lag zu diesem Zeitpunkt bei rund 35 km/h!) Richtung Cham. Die dort befindliche Verpflegung lassen wir aus; die Getränke sollten bis zur Verpflegung in Regenhütte reichen. Durch die in einem Kreisverkehr entstehende kurze Unordnung, gelangen Matthias, Ingo und ich an die Spitze des Feldes: ein Augenblick, den Ingo sofort mit seiner Kamera festhält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/IMG_6123.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/IMG_6123.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Im nun langsam steiler werdenden Terrain, halten wir noch mal kurz mit ein paar weiteren Fahrern an, um ein weiteres Mal auszutreten. Dieses Mal fällt der Anschluß ans Feld schon etwas schwerer, ich lasse Matthias und Ingo zunächst hinter mir. Kurze Zeit später kommt Matthias zurück und meint, Ingo sei zurückgefallen, hätte den Anschluß ans Feld nicht wieder geschafft. Mittlerweile sind rund 90 km absolviert, die Fahrzeit beträgt gerade Mal rund 2:40 h. Bald müßte der erste längere Anstieg, der Anstieg zum Arber erreicht sein. Ich unterhalte mich mit Matthias, der meint, er müsse dann wohl reißen lassen, wenn es in den Anstieg hineinginge. Obwohl wir eigentlich eine "gemütliche Kaffeefahrt" geplant hatten, kommt schon zum jetzigen Zeitpunkt der Wettkämpfer in mir durch: wenn ich vorne dabei bin, kann ich nicht einfach so auf gemütlich fahren umschalten. Kurze Zeit später reihen sich die Amateure vom VCR vorne zu viert ein, und schrauben das Tempo in der Anfahrt zum Arber mal locker von ca. 35 km/h auf satte 45 km/h. Jetzt wird Einerreihe gefahren, das Feld zieht sich in die Länge, die wollen ganz klar nicht mit einer so großen Gruppe in den Anstieg fahren. Nach rund 10km Tempohatz geht es in den Anstieg zum Arber hinein: große Scheibe vorne, Tempo 30,31,32, hinten bröckelt das Feld auseinander, vor mir reißt ein Loch, das ich noch mal schaffe zuzufahren. Vorne 3 Regensburger (darunter Stefan Thaller, Vierter des diesjährigen &lt;a href="http://www.dreilaendergiro.com/"&gt;3-Länder-Giro&lt;/a&gt;), Stefan Mistler (in den letzten 4 Jahren zweimal Sieger des Arberradmarathons, Sieger des &lt;a href="http://www.gp-schwarzwald.de/"&gt;GP Schwarzwald&lt;/a&gt; in den beiden vergangenen Jahren) und zwei weitere Fahrer, die mir unbekannt sind. Noch hänge ich dran, aber der Puls hämmert mit 185 Schlägen pro Minute, wenn ich so weiterfahren würde, würde ich das Ziel in Regensburg gar nicht oder nur auf dem Zahnfleisch erreichen. Also lasse ich abreißen, versuche mein eigenes Tempo zu finden. Hinter mir kann ich einen weiteren Fahrer erkennen, auf ihn warte ich. Gemeinsam fahren wir zügig, aber nicht zu schnell Richtung Paßhöhe. Kurz vor der Paßhöhe überholen wir einen Fahrer der 6er-Spitzengruppe. Dann geht es die kurze, nicht allzu schwierige Abfahrt hinunter nach Bayerisch-Eisenstein. Auf der leicht abschüßigen Straße werden wir von einer 5er-Gruppe wieder eingeholt. In Regenhütte fülle ich nur kurz meine Flaschen, essen wäre jetzt total verkehrt: es folgt der schwierigste Anstieg des Arberradmarathons, der Anstieg zum &lt;a href="http://www.salite.ch/bretter.htm"&gt;Bretterschachten&lt;/a&gt;. In der Verpflegung werden wir von ein paar Fahrern überholt, die die Verpflegung auslassen, so daß ich den Überblick über meine Platzierung verliere. Zu viert nehmen wir den Anstieg in Angriff, ein Antritt meines Begleiters vom Arberanstieg führt dazu, daß wir die beiden anderen Mitstreiter abhängen. Ich übernehme die Tempoarbeit für uns beide, fahre kurzzeitig auf Wunsch meines Begleiters etwas langsamer. Trotzdem kommt nach kurzer Zeit von hinten die Ansage, ich solle zufahren. Auf dem Gipfel des Bretterschachten hole ich einen Fahrer ein und werde selbst von einem von hinten kommenden Fahrer aus Herpersdorf (wie an seinen Radklamotten unschwer zu erkennen ist ;-)) eingeholt. Wir sind also nun zu dritt. So geht es in rasanter Abfahrt hinunter nach Bodenmais.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0069%20a%20Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0069%20a%20Kopie.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Auf den folgenden leicht abschüßigen Kilometern versuchen wir durch regelmäßige Ablösungen das Tempo hochzuhalten. Vor uns taucht ein weiterer Fahrer auf, zu dem wir an einer leichten Welle aufschließen; er hatte auf uns gewartet. Dafür ist einer der anderen beiden Fahrer an der Welle abgefallen, wir sind also wieder zu dritt. Auf dem Trikot des eingeholten Fahrers lese ich "Die Zyklonauten". Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor.... Genau, Tour-Forum! Der eingeholte Zyklonaut stellt sich mir auf Nachfrage als "&lt;a href="http://forum.tour-magazin.de/member.php?userid=11517"&gt;Tourmentor&lt;/a&gt;" vor. Zu dritt geht es in die nächste kürzere Steigung hinein, nach ein paar weiteren kürzeren Wellen, kommt der Anstieg hinauf nach Kolmberg. Diesen hatte ich als heimtückisch und vor allem extrem heiß in Erinnerung. Ich sollte mich nicht täuschen. Obendrein treffen hier die große Tour A (250km) und die kleinere Tour B (170km) zusammen, was einerseits den Vorteil hat, daß man nun nicht mehr allein auf der Strecke ist, andererseits aber den großen Nachteil in sich birgt, daß man es mit vielen langsamen Fahrer (und Fahrerinnen) zu tun hat, denen das Geradeausfahren teilweise doch recht schwer fällt. Mehr als einmal kommt es zu brenzligen Situationen; die Geschwindigkeitsunterschiede am Berg sind teilweise schon frappierend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0048%20Kopie.35.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0048%20Kopie.35.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0058%20a%20Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0058%20a%20Kopie.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ungefähr in der Mitte des Anstiegs zieht mein Begleiter aus Herpersdorf das Tempo ein bißchen an; ich kann dieser Tempoverschärfung zunächst nicht folgen, kämpfe mich aber wieder heran, wahrscheinlich auch dadurch begünstigt, daß er das Tempo wieder ein bißchen rausnimmt. Leider fällt Tourmentor auch ein Stück zurück, ruft mir noch etwas von wegen Doping hinterher, was ich ihm mit meinem Testo-Gedeck vom Vorabend erkläre. Ich sehe in erst im Ziel wieder. Irgendwo in diesme Anstieg überholen wir auch einen Regensburger Fahrer der ehemaligen Spitzengruppe, die sich am Fuße des Arbers gebildet hatte. Oben an der Verpflegung ist die Hölle los: wir kämpfen und drängeln uns nach vorne, wir haben es etwas eiliger als die meisten Fahrer der 170er Runde. Schnell die Flaschen auffüllen, zwei halbe Bananen schnappen und weiter geht's. Irgendwo hier überholen wir Hannes und Basti, die dem Augenschein nach auch noch recht fit sind; Markus war auf die 125km-Runde abgebogen, wie ich im Vorbeifahren von Basti und Hannes erfahre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0093%20a%20Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0093%20a%20Kopie.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0099%20a%20Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0099%20a%20Kopie.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach einer kurzen Abfahrt folgt der Anstieg zur Maibrunner Höhe, mittlerweile tauchen von Zeit zu Zeit meine Eltern am Streckenrand auf und verewigen mein Tun in digitaler Form, teilweise sogar in bewegten Bildern, wie ich allerdings erst hinterher erfahre. Das Auftauchen meiner Eltern hat, neben der dadurch möglichen Bebilderung diese Berichts, einen zweiten hübschen Nebeneffekt: ich kann die Weste, die Armlinge und die Handschuhe loswerden, die ich morgens beim Start wegen der Kühle gebraucht hatte und bis zu diesem Zeitpunkt in meinen Trikottaschen transportieren mußte. Von der Maibrunner Höhe hinab folgt erst einmal eine etwas längere Abfahrt, bevor es über leicht welliges Terrain bis zum letzten nennenswerten Anstieg bei Ascha geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0100%20a%20Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0100%20a%20Kopie.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0125%20a%20Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0125%20a%20Kopie.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In diesem Anstieg setzt sich mein Herpersdorfer Begleiter immer wieder ein paar Meter von mir ab, wartet dann allerdings freundlicherweise immer wieder auf mich. Ob das wirklich nur an den Lightweight-Laufrädern liegt, wie er versucht mir zu erklären?! Wir erreichen die letzte Verpflegung bei Saulburg: hier wollten Matthias, Ingo und ich eigentlich ganz gemütlich ein kühles Kneitinger trinken, bevor es auf die letzten 45 km gehen sollte. Daran ist jetzt nicht zu denken: erstens ist es an der Verpflegung so voll, daß ich sogar darauf verzichte nochmals Wasser nachzutanken, und zweitens hätte mich ein Bier zu diesem Zeitpunkt wohl ins Jenseits befördert. Also wird diese Verpflegung auch ausgelassen, irgendwie muß die restliche Flüssigkeit in meinen Flaschen bis Regensburg reichen. Wir holen einen weiteren Regensburger der ehemaligen Spitzengruppe ein, liegen also jetzt mit ziemlicher Sicherheit in den Top10. Die letzten 40 km gehen flach durchs Donautal nach Regensburg, zum Glück finden wir noch ein paar Mitstreiter, so daß es uns gelingt das Tempo bei 35-40 km/h zu halten. Meine Führungen fallen allerdings von Ablösung zu Ablösung immer kürzer aus, viel ist nicht mehr drin in meinen Beinen. Insgesamt verläuft die Rückfahrt nach Regensburg eher unspektakulär. Am Ortseingang von Regensburg werden wir auf den Radweg umgeleitet und an jeder roten Ampel rigoros zum Anhalten gezwungen. Ein in meinen Augen ziemlich albernes Verhalten seitens der Polizei, aber was will man machen.... Es ist ja bestimmt sicherer mit Tempo 35 auf einem Radweg zu fahren als auf der Straße. Schließlich ist das Ziel am Dultplatz in Regensburg erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0138%20a%20Kopie.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0138%20a%20Kopie.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Erreichen des Ziels verläuft eher unspektakulär, kein Sprecher, der einen ankündigt (wie noch bei La Marmotte geschehen), kaum Zuschauer, nur Unmengen von Radlern, die von den kürzeren Runden zurückkommen und ebenfalls das Ziel erreichen. Nach meiner Zieldurchfahrt treffe ich Stefan Mistler (dieses Jahr Zweiter) und erfahre von ihm, daß bisher vielleicht 3 oder 4, maximal 5 Fahrer der großen Runde im Ziel sind. Ich habe also definitiv einen Top10-Platz erreicht, meine Bruttofahrzeit (inkl. aller erzwungenen Ampelstops) liegt bei 7:20 h, die Nettofahrzeit ist rund 5-6min kürzer; dummerweise spinnt mein Tacho im Ziel etwas rum, so daß meine Tagesaufzeichnungen gelöscht werden. Ein Radio-Reporter vom Bayerischen Rundfunk befragt Stefan Mistler und mich noch kurz zu unseren Eindrücken von der Strecke. Blöderweise vergesse ich zu fragen, wann und wo der Beitrag zum Arberradmarathon gesendet werden würde. Kurze Zeit später erreichen Hannes und Basti das Ziel; auch sie sind mehr als zufrieden mit ihrem Abschneiden. Matthias und Ingo treffen ca. 40 min nach mir im Ziel ein; sie hatten sich ein Radler in Saulburg gegönnt :-) Markus taucht auch auf: frisch geduscht und bereits umgezogen. Zu sechst holen wir uns das wohlverdiente Essen und das noch wohler verdiente Bier und lassen das Erlebte noch ein wenig wirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/IMG_6131.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/IMG_6131.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Fazit: Tolles Wetter (nach anfänglichem Nebel schön sonnig, aber nicht mehr ganz so heiß wie in den letzten Wochen), tolle Streckenabsicherung (Begleitmotorräder bis Kilometer 100, danach Verkehrsregelung an jeder Kreuzung), zur Verpflegung kann ich nicht viel sagen, da ich an zwei der vier Verpflegungen vorbeigefahren bin. Ein Danke auch an die diversen Leute im Ziel, die uns ihre Getränkebons geschenkt haben. Leider mußten wir noch mit Auto zurückfahren, sonst hätten wir uns wohl noch ein paar Bier anstelle von Cola geholt ;-)&lt;br /&gt;Arberradmarathon 2006, in allen Belangen ein schönes Erlebnis!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Vielen Dank an meinen Vater für die, wie ich finde, phantastischen Bilder! Ich hoffe, daß ich in den nächsten Tagen noch ein paar Bilder von Markus und Ingo bekomme, so daß ich den Bericht bildertechnisch noch ein bißchen aufpeppen kann. Der Mensch ist schließlich ein Augentier (gell, Markus?!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;EDIT: Bilder von Ingo hinzugefügt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-115435460547910831?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/115435460547910831/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=115435460547910831' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115435460547910831'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115435460547910831'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/07/einmal-testo-gedeck-bitte.html' title='Einmal Testo-Gedeck, bitte!'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-115261630963272777</id><published>2006-07-11T12:12:00.000+02:00</published><updated>2006-07-11T13:11:49.690+02:00</updated><title type='text'>La Marmotte 2006 - die Bilder</title><content type='html'>Hier nun ein paar Impressionen rund um La Marmotte 2006 (den dazugehörigen Bericht gibt's &lt;a href="http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/07/auf-den-spuren-der-tour-de-france.html"&gt;hier&lt;/a&gt;):&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte02.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte02.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Am Tag davor in Alpe d'Huez (links Ingo, rechts der Autor)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte04.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte04.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Autor am Tag davor auf der Zielgeraden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte08.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte08.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Autor am Start&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte17.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte17.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Am Start mit 7000 anderen Verrückten ;-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte10.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte10.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ingo und der Autor am Start: noch guter Dinge&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte14.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte14.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Im ersten Anstieg des Tages: Col du Glandon&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte19.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte19.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Noch mal am Glandon&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte20.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte20.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Kurz vor der ersten Paßhöhe des Tages&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Glandon.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/Glandon.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Autor am Col du Glandon: noch ist der Blick entspannt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte26.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte26.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die ersten Meter zum Col du Galibier: irgendwo da hinten ist die Paßhöhe!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die zweite Kehre am Col du Galibier:&lt;br /&gt;hier hat der Autor 1998 gefroren und Ullrich und Pantani zugejubelt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Galibier2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/Galibier2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Attacke! Die Paßhöhe des Galibier ruft!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Galibier%20Abfahrt.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/Galibier%20Abfahrt.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Volle Konzentration auch bergab:&lt;br /&gt;die Abfahrt vom Galibier ist technisch anspruchsvoll&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Alpe%20d%27Huez1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/Alpe%20d%27Huez1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Leiden in Alpe d'Huez, Teil 1&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Alpe%20d%27Huez2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/Alpe%20d%27Huez2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Leiden in Alpe d'Huez, Teil 2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte31.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte31.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Geschafft! Ingo und der Autor kaputt, aber glücklich im Ziel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte32.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte32.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Triumph! Alpe d'Huez bezwungen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte39.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte39.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Noch immer kämpfen sich hunderte den Schlußanstieg hinauf, während Ingo und der Autor bereits auf dem Weg nach unten Richtung Dusche unterwegs sind&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/lamarmotte42.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/lamarmotte42.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Kehre Nr. 21, also die erste Kehre, ist dem Größten aller Zeiten und ersten Sieger in Alpe d'Huez (1952) gewidmet: il campionissimo Fausto Coppi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Vielen Dank an Ingo für die Bilder! Wer mehr Bilder von La Marmotte sehen möchte, dem sei das komplette &lt;a href="http://marmotte.shutterfly.com/action/"&gt;Photoalbum&lt;/a&gt; von Ingo empfohlen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-115261630963272777?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/115261630963272777/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=115261630963272777' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115261630963272777'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115261630963272777'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/07/la-marmotte-2006-die-bilder.html' title='La Marmotte 2006 - die Bilder'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-115254201179999437</id><published>2006-07-10T14:20:00.000+02:00</published><updated>2006-07-13T12:26:53.253+02:00</updated><title type='text'>Auf den Spuren der Tour de France</title><content type='html'>Alles begann mit dem Link zu folgender Seite: &lt;a href="http://www.sportcommunication.com/"&gt;www.sportcommunication.com&lt;/a&gt;, einer Seite auf der diverse französische Radmarathons präsentiert werden. Von allen dort vorgestellten Radmarathons hörte sich insbesondere "La Marmotte" sehr reizvoll an: lockt dieser Marathon doch mit so namhaften Pässen wie Col du Glandon, Col du Télégraphe, Col du Galibier und einer Bergankunft im legendären Alpe d'Huez. 5000 Höhenmeter verteilt auf gerade mal 174km versprachen eine ultimative Herausforderung in einer der schönsten Gegenden der Alpen. Eine extrem reizvolle Strecke, zumal eine Teilnahme für mich die Rückkehr zu meinen allerersten Alpenpässen bedeuten würde: im Rahmen eines Besuchs der Tour de France hatte ich 1998 den Col du Télégraphe, den Col du Galibier und Alpe d'Huez erklommen. Damals allerdings auf drei Tage verteilt! Schnell waren potentielle Mitfahrer gefunden, von denen leider am Ende nur Ingo und der Autor übrigblieben. Erst zwei Wochen vor dem Termin entschieden wir uns endgültig für eine Teilnahme. Ingo buchte ein Hotel in Bourg d'Oisans für uns, das sich im Nachhinein als echter Glücksfall entpuppte: lag es doch direkt in der Straße, in der die Fahrer sich für den Start aufstellten: wir sparten uns also das lästige Hintenanstellen ;-)&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu anderen Radmarathons wie z.B. dem Ötztaler Radmarathon ist bei La Marmotte eine kurzfristige Anmeldung möglich, was auch zur enormen Zahl von rund 7000 Teilnehmern beiträgt. Leider ist der Radmarathon in Deutschland nahezu unbekannt, was sich in einer extrem niedrigen Zahl von deutschen Teilnehmern niederschlägt, dafür ist die Veranstaltung bei Belgiern und Holländern umso beliebter, und auch die Italiener sind (wie immer bei solchen Radmarathons) stark vertreten. Den Sieg machen auch hier (ähnlich wie beim Ötztaler) (semi-)professionelle Radfahrer unter sich aus; die Siegerzeit des letzten Jahres lag bei 5h 50min; eine Zeit, die auch einem Teilnehmer der Tour de France sicherlich gut zu Gesicht stünde. Ich selbst hatte eine Zeit unter 7h und einen Platz unter den ersten hundert ins Auge gefaßt. Aber nun hinein ins Renngeschehen:&lt;br /&gt;Nach dem der vorangegangene Tag noch mit wechselhaftem Wetter gesegnet war, empfangen uns an diesem Samstag ein strahlend blauer Himmel und Temperaturen von rund 15 Grad. Da fällt die Wahl der Bekleidung zum Glück recht leicht: kurze Hose, Trikot mit Armlingen und eine Windweste sollten genügen. So gerüstet stellen wir uns gegen 6.45 Uhr in die Startaufstellung, dank "taktisch cleverer" Hotelwahl stehen wir nicht ganz hinten, sondern mittendrin. Wie weit vorne läßt sich nicht abschätzen: nach vorne und nach hinten sind in der engen Straße nur Radfahrer zu sehen. Um 7.15 Uhr fällt der Startschuß, gegen 7.20 Uhr setzen wir uns in Bewegung. Exakt um 7.23 Uhr rollen wir über die Startlinie: das Abenteuer La Marmotte kann beginnen. Mit Zufriedenheit nehme ich wahr, daß wir sicherlich unter den ersten 1000 bis 1500 Fahrern sind, die das Rennen aufnehmen. Vom Start in Bourg d'Oisans weg geht es zunächst flach in Richtung Rochtaillée: Tempo 45-50. Ich halte voll rein, ich will nichts verschenken und so schnell wie möglich soweit nach vorne wie möglich. Nach 12km ist der Fuß des ersten Anstiegs zum Col du Glandon erreicht. Hier sehe und spreche ich Ingo zum letzten Mal, bevor wir uns im Ziel in Alpe d'Huez wiedersehen. Die ersten Kilometer des Anstiegs sind nicht besonders steil und immer wieder von Flachpassagen unterbrochen, nur langsam gewinnt man an Höhe. In der ersten Steilpassage versuche ich auf mein 28er Ritzel zu schalten, was meine Schaltung mit einem fürchterliche Rattern quittiert: Oh, Scheiße. Das konnte ja heiter werden, ohne 28er... Also zurück auf's 24er. Geht auch nicht richtig. Was ist mit der Schaltung los?! Im folgenden Flachstück schalte ich ein paar Gänge größer: wieso hängt jetzt plötzlich die Kette so durch?! Ein mehrmaliger Blick nach hinten auf's Schaltwerk bringt schließlich die Lösung: der Schaltzug war irgendwie im Startgetümmel verdreht worden. Also schnell angehalten, Schaltzug geordnet, und weiter geht's. Ah, was für ein Genuß: endlich sind alle Ritzel ohne Rattern zu bedienen. Nach dem Flachstück folgt eine kurze Abfahrt, nach der es in eine Steigung hinein geht, die es in sich hat: sicherlich 12-14% steil, ich bin froh, daß mein 28er nun tadellos funktioniert. Die weitere Auffahrt zum Col du Glandon verläuft eher unspektakulär, der Puls pendelt zwischen 165 und 170, das sollte passen. Über der Baumgrenze wird eine weiterer Stausee erreicht und uns eröffnet sich ein traumhaftes Alpenpanorama. Die letzten 3 oder 4km bis zur Paßhöhe fahre ich in einer kleinen Gruppe, und nach rund 1h 40min ist der erste Paß des Tages auch schon erreicht. 37km zeigt der Tacho an. Die Armlinge werden wieder hochgezogen, schnell noch die Weste übergezogen und dann geht es nach dem Auffüllen der Wasserreserven auch schon die Abfahrt hinunter nach St Etienne de Cuines. Die ersten Kilometer der Abfahrt sind unangenehm: schmale Straße, enge steile Kehren, vor jeder Kehre wird den Fahrern angedeutet langsam zu fahren. Trotzdem sehe ich in der dritten oder vierten Kehre Fahrer auf der Straße liegen; das sieht nicht so aus, als würden diese Fahrer weiterfahren können. Schnell verdrängen und weiter geht's bergab: ich überhole einen Fahrer nach dem andere, obwohl ich nicht das Gefühl habe, besonders schnell oder gar riskant abzufahren. Im Tal angekommen gelingt es mir gemeinsam mit einem anderen Fahrer zu einer kleinen Gruppe aufzuschließen. Gut so, geht es doch jetzt erst einmal rund 25km flach bis leicht ansteigend nach St Michel de Maurienne am Fuß des Col du Télégraphe. Leider rollt die Gruppe nicht so richtig, obwohl ein paar Holländer in der Gruppe sehr darum bemüht sind einen Kreisel zustande zu bekommen. Egal, nach insgesamt 81km ist der Fuß des Col du Télégraphe erreicht: es warten knapp 12km Anstieg mit rund 860 Höhenmetern auf mich und alle anderen. Dieser Berg war 1998, als ich gemeinsam mit meinem Vater die Tour de France besucht hatte, mein allererster Alpenpaß gewesen. Damals war dieser Berg eine Riesenherausforderung für mich, heute, so hoffte ich, sollte mir der Anstieg doch deutlich leichter fallen. Schnell setze ich mich aus meiner Gruppe ab, nur zwei Fahrer meiner Gruppe holen mich auf den folgenden Kilometern wieder ein; ich lasse sie ziehen, fahre mein eigenes Tempo, das je nach Steigung zwischen 14 und 18km/h pendelt. Einen Fahrer nach dem anderen kann ich überholen, die wenigen, die versuchen mir zu folgen, geben ihren Versuch meist nach wenigen hundert Metern wieder auf. An der Wasserstation zur Mitte des Anstiegs halte ich kurz und fülle meine Flaschen wieder auf, mittlerweile ist es doch recht heiß geworden, zu wenig trinken könnte sich rächen. Nach 45min ist die Paßhöhe erreicht, schnell noch mal was getrunken, dann geht es in die kurze Abfahrt hinunter nach Valloire. Hier waren mein Vater und ich 1998 auf dem Campingplatz gewesen. Von Valloire aus wartet der Anstieg zum für mich schönsten Paß der Alpen: dem Col du Galibier. 1250 Höhenmeter verteilt auf 18km. 1998 hatte ich anderthalb Stunden für den Anstieg gebraucht. So lange wollte ich heute nicht brauchen. Die Verpflegung in Valloire lasse ich aus: Wasser habe ich noch genug an Bord, zu Essen brauche ich nichts, ich habe meine eigenen Riegel und Gels dabei. Das erste Stück des Anstiegs beginnt mit moderaten Steigungsprozenten, so langsam spüre ich zwar die Anstrengungen von mittlerweile fast 100km und bereits rund 2500 Höhenmetern, dennoch ist mein Tritt runder als der der meisten anderen. Wiederum überhole ich Fahrer um Fahrer; nur ein Fahrer, ca. 20-30m vor mir, wehrt sich heftigst gegen das Eingeholtwerden. Es geht durch die beiden untersten Kehren, in denen ich 1998 im strömenden Regen ausgeharrt hatte und noch Hoffnung hatte, Jan Ullrich könnte sein gelbes Trikot verteidigen. Heute ist das Wetter zum Glück deutlich besser, aber dennoch nicht zu heiß. Weiter geht es das ewig lange Hochtal hinauf, das so tückisch zu fahren ist, da man die Steigung nicht wahrnimmt: ständig hat man das Gefühl es müßte doch besser rollen, dabei steigt die Straße sicherlich mit 7-9%. Kurz vor der Kehre bei Plan Lachat, die den Anstieg zum Galibier quasi zweiteilt, wird es kurz flacher. Ich nutze dieses Flachstück, um zu dem Belgier vor mir aufzuschließen. Dummerweise muß ich an der Wasserstation kurz anhalten, um meine Flaschen erneut zu füllen, während der Belgier durchfährt. Ich habe also wieder rund 20-30m Rückstand, die ich auch nicht mehr schaffe aufzuholen. Die Steigung wird steiler, dennoch bleibt mir etwas Zeit die grandiose Landschaft zu genießen: dieser zweite Teil des Anstiegs zum Col du Galibier zählt für mich zu den atemberaubendsten Naturerlebnissen und hatte schon 1998 einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Immer wieder stehen Zuschauer an der Strecke, die jedem Fahrer "Allez, courage!" zurufen. Überhaupt muß man sagen, daß über die ganze Strecke verteilt für eine "Hobby"veranstaltung sehr viele Zuschauer am Streckenrand standen. Langsam macht sich auch die Anstregung in meinen Beinen bemerkbar; immer öfter brauche ich mein 28er Ritzel, und der Berg will und will nicht enden. Ich beginne zu rechnen: wie lange würde ich für die Abfahrt vom Galibier bis nach Bourg d'Oisans brauchen? Immerhin waren das 50km mit teilweise nicht allzu großem Gefälle. Eine Stunde hatte ich für den Anstieg nach Alpe d'Huez eingeplant, blieben also zwischen 1h und 1h 10min für Abfahrt. Nicht üppig, aber machbar. Weiter geht es bergauf. Endlich ist das Nordportal des mittlerweile wieder geöffneten Scheiteltunnels erreicht: jetzt noch ein Kilometer, der allerdings mit Abstand der steilste des ganzen Anstiegs ist: zum ersten Mal muß ich trotz 28er Ritzel in den Wiegetritt, die Geschwindigkeit ist nur noch ganz knapp zweistellig, so langsam bin ich leicht angeknockt und reif für die Abfahrt. Wenige Meter vor der Paßhöhe ruft ein Franzose am Streckenrand mir und meinen zwei Begleitern die Plazierung zu: "Cent-douze!" Hundertzwölfter also. Ha, das wäre doch gelacht, wenn ich nicht unter die ersten Hundert käme. Die ersten drei dieser zwölf, die ich noch überholen muß, lasse ich gleich mal dadurch stehen, daß ich die Verpflegung auf der Passhöhe auslasse und darauf verzichte kurz anzuhalten um die Weste überzuziehen. Es ist warm genug. Nach etwa 4h 50min gesamt und 1h 10min für den Anstieg stürze ich mich in die Abfahrt, die auch nicht gerade den Traum unter den Abfahrten darstellt: welliger Fahrbahnbelag, schmale Straße, enge Kehren, keine Leitplanke oder ähnliches. Trotzdem bin ich wohl einiges mutiger (oder besser) in der Abfahrt als einige meiner Mitstreiter, jedenfalls kassiere ich in der Abfahrt die nächsten fünf oder sechs Fahrer. Nach 8km ist der Col du Lautaret erreicht, die Straße wird breiter, aber nur bedingt besser. Leider wird die Straße auch flacher, so daß es ein echter Nachteil für mich ist, daß ich im Moment alleine bin. Obendrein schmerzt der Rücken durch die geduckte Abfahrtsposition, immer wieder versuche ich durch Streckübungen dem schmerzenden Rücken wenigstens kurzfristig Entlastung zu schaffen. Endlich sehe ich beim Blick nach hinten zwei weitere Fahrer; ich lasse mich einholen, zu dritt würden wir deutlich schneller sein. Nach wenigen Kilometern erreichen wir eine weitere Gruppe, nun sind wir also neun oder zehn Fahrer. Sehr gut. In den nicht allzu steilen Stücken wird schön gekreiselt, hier läuft die Gruppe richtig gut. Die Abfahrt ist immer wieder von Tunnels unterbrochen, die Straße ist auch teilweise sehr schlecht. Das eine oder andere Schlagloch nehme ich auch mit. Ungefährlich ist diese Hetzjagd nicht, zumal die Strecke nicht gesperrt ist, und wir uns auch noch mit dem normalen Autoverkehr rumschlagen müssen. Doch leider ist es mit der Harmonie in der Gruppe immer wieder schnell vorbei, wenn es flacher wird; keiner will führen, wenn ich versuche eine Ablösung zu fahren, fährt einfach keiner vorbei. Dann plötzlich der Schock: Arrivée à 25km. Nach meinem Tacho sollten es eigentlich nur noch 21km sein. Die 6h-Grenze rückt näher und Bourg d'Oisans ist noch nicht in Sicht. Das würde verdammt knapp werden mit den 7h! Eine Stunde würde ich mindestens für den Anstieg nach Alpe d'Huez brauchen, ich mußte auf jeden Fall nach weniger als 6h unten in den Anstieg hineinfahren. Im letzten Flachstück hinein nach Burg d'Oisans will dann vollends gar niemand mehr aus der Gruppe fahren, das Tempo sinkt teilweise unter die 30km/h-Grenze. Mir wird das ganze Geplänkel zu blöd: das ist ja schlimmer als bei C-Klasserennen! Ich setze mich an die Spitze und schraube das Tempo wieder auf 35-36km/h, schließlich geht es hier noch um was!!! Endlich (??) ist der Fuß von Alpe d'Huez erreicht: 5h 55min Fahrzeit sagt die Uhr. Scheiße, das würde verdammt eng werden. In bester Pantani-Manier sprinte ich unten den Berg hinein: großes Blatt, Unterlenker. Eine Schwachsinnsaktion, aber den Lutschern aus meiner Gruppe wollte ich gleich zeigen, was ich von ihnen halte. Es kann mir prompt auch nur einer folgen. Alpe d'Huez hatte ich so in Erinnerung, daß man unten zweimal vor einer Wand steht und nach 2km das gröbste geschafft ist. Der Rest ist dann zwar hart, aber machbar. So hatte ich mir das jedenfalls gedacht. Nach der ersten der 21 Kehren stehe ich vor jener zweiten besagten Wand, und kann mich nicht so recht entscheiden: 33/24 im Wiegetritt oder 33/28 im Sitzen. Für ersteres fehlt die Kraft, für zweiteres die Souplesse. Der Puls hämmert mit 175 Schlägen pro Minute. Und langsam geht das Wasser in meine Flaschen zur Neige: blöderweise hatte ich die Verpflegung am Beginn des Anstiegs ausgelassen, von der Straße abzubiegen hätte zuviel Zeit gekostet, außerdem hatte ich mich auf die zwei Wasserstationen im Anstieg verlassen. Nur mußte ich die erste jetzt erstmal erreichen, und das war wohl doch weiter als ich dachte. Ein Motorrad bietet meinem Begleiter und mir im Vorbeifahren irgendwelche Süßigkeiten an, die wir beide ablehnen. Ich frage, nein, schreie nach Wasser, woraufhin mir mein Begleiter (wohl wieder ein Belgier, nehme ich zumindest aufgrund der Internetadresse auf seinem Trikot an) seine Wasserflasche reicht. Tausend Dank! Es ist unerträglich heiß mittlerweile, wer Alpe d'Huez kennt, weiß daß an diesem Beg nahezu kein Baum Schatten spendet, hinzukommt, daß wir uns gerade mal auf rund 900m befinden: da ist es natürlich bedeutend wärmer als auf fast 2700m wie am Galibier! Obwohl ich nur noch das Gefühl habe den Berg mehr schlecht als recht hinaufzueiern, kann ich gemeinsam mit meinem Begleiter, der auch immer wieder mal zurückfällt oder mich um ein paar Meter distanziert, einen Fahrer nach dem anderen auffahren und überholen. Die Geschwindigkeit pendelt zwischen 11-12km/h an den Steilstücken und 13-15km/h in den etwas flacheren Passagen. Nur scheint dieser dumme Berg heute zu mindesten 95% aus Steilstücken zu bestehen. Ich leide. Vor meinem geistigen Auge sehe ich die 7h zerinnen, was nicht unbedingt zu meiner Motivation beträgt. Der Spruch "Quäl dich, Du Sau!" wäre jetzt wohl angebracht, aber im tiefsten Inneren will ich eigentlich nur vom Rad steigen und mich hinlegen. Endlich ist die Wasserstation erreicht, ich schreie nur "De l'eau, de l'eau!" und halte meine leere Trinkflasche einer Dame an der Verpflegung hin. Diese sprintet förmlich zum Wassehahn um mir die Flasche zu füllen, eine andere reicht mir eine wassergefüllten Becher, den ich halb leer trinke und mir den Rest über den Kopf schütte. Und schon geht's weiter. Durch den kurzen Stop fühlen die Beine sich kurzzeitig wieder etwas besser an. Mein Begleiter hat durch meinen Stop auch wieder zu mir aufgeschlossen. Gemeinsam kämpfen wir uns nun Kehre um Kehre nach oben, mal ich an seinem Hinterrad, dann wieder er an meinem. Es ist eine Zweckgemeinschaft ohne viele Worte, nur hin und wieder wird über die Hitze und den Anstieg geflucht. Ich rechne und rechne, würde es für eine Zeit unter 7h noch reichen? Die 174km-Marke, bei der laut offizieller Kilometerangabe die Schinderei ein Ende hätte haben sollen, erreiche ich beim Schild "Arrivée à 4km". 6h 40min zeigt der Tacho. Scheiße, bei korrekter Kilometerangabe hätte ich die 7h locker im Sack gehabt. 20min für 4km, das sind 5min pro Kilometer, also ein 12er Schnitt. Normalerweise machbar, auch an diesem Berg, aber die Geschwindigkeit bewegt sich zwischen 11 und 12km/h, selten mal 13km/h. Außerdem macht mir die Hitze extrem zu schaffen. Innerlich ich verfluche alles: den Berg, die Hitze, das Radfahren im speziellen und allgemeinen, meine ehrgeizigen Ziele,... Zu allem Überfluß kommt nun auch noch Wind auf, natürlich von vorne. Ich versuche mich am Hinterrad meines Begleiters ein wenig zu verstecken, aber so richtigen Windschatten finde ich dort auch nicht. Was will man bei 12km/h auch großartig an Windschatten erwarten?! An der 3km-Marke wird der Berg endlich etwas flacher, wenn auch zunächst kaum wahrnehmbar. Irgendwie bekommt der Belgier so etwas wie die zweite Luft: Meter um Meter nimmt er mir ab, wenn ich versucht hätte dranzubleiben, wäre ich komplett geplatzt. Aber, war ich das nicht eh schon? Ich stehe auf dem Pedal, kämpfe, würge, mit Radfahren hat das nicht mehr viel zu tun. Endlich ist die letzte Kehre erreicht und der Ort Alpe d'Huez erreicht, dennoch sind es noch zwei Kilometer. Hier hatte ich 1998 meine Auffahrt nach 1h 05min beendet, heute passiere ich diesen Punkt nach 55min und muß noch 2km zurücklegen. Endlich, endlich wird es bedeutend flacher. Ein Italiener am Sraßenrand feuert mich (aufgrund meines azurblauen Trikots mit grün-weiß-rotem Brustring?)  nochmals lautstark an. Noch eine Kehre im Ort, ein kurzer Tunnel, durch einen Kreisverkehr geht es sogar bergab, großes Blatt und Tempo 35 ist noch einmal angesagt, und dann ist sie endlich erreicht: die berühmte Linkskurve in Alpe d'Huez, um die schon so viele Radprofis gebogen, bevor es die letzten Meter zum Ziel hinauf geht. Diese letzten Meter werden auf der großen Scheibe absolviert. Ehrensache! Der Sprecher erwähnt meinen Namen als ich den Zielstrich passiere, rätselt ob ich nun Italiener oder Spanier bin, woarufhin ich dann doch korrigieren muß und ihm mitteile, daß ich "allemand", also Deutscher sei. Schnell noch die Stopuhr gedrückt: 6h 57min, 1h 01min für Alp d'Huez! Ich hatte mein Ziel erreicht. Mit steifen Beinen steige ich vom Rad und nehme die erstbeste Möglichkeit wahr, um mich zu setzen. Ziel erreicht: 178km mit (laut meinem Höhenmesser sogar) 5200 Höhenmetern und das ganze in weniger als 7h! Tränen des Glücks und der Überwältigung laufen mir durchs Gesicht. Ich kann das Ganze noch nicht wirklich begreifen. Ein unglaubliches Erlebnis, härter und einprägsamer als der Ötzi letztes Jahr, den ich zwar mit Respekt, aber ohne allzu hochgesteckte Ziele angegangen war, "Ankommen" war das Ziel gewesen. Hier hatte ich mir ein ehrgeiziges Ziel gesteckt und habe es unter Aufbietung all meiner Kräfte erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ein paar Anmerkungen und Zahlen:&lt;br /&gt;Der Autor fuhr wie üblich eine Kompaktkurbel mit 50/33er Bestückung, dieses Mal in Kombination mit einer 12-28er Kassette.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeiten für Anstiege im einzelnen:&lt;br /&gt;- Col du Glandon (ab Rochtaillée): 1h 29min&lt;br /&gt;- Col du Télégraphe (ab St Michel de Maurienne): 45min&lt;br /&gt;- Col du Galibier (ab Valloire): 1h 10min&lt;br /&gt;- Alpe d'Huez (ab Bourg d'Oisans): 1h 01min&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit von 6h 57min reichte für Gesamtplatz 74, in der Kategorie der 19- bis 29-jährigen sogar für Platz 24. Sieger war wie im Vorjahr Emmanuele Negrini (in den Jahren 2003-05 jeweils Zweiter des Ötztaler Radmarathons) in einer Zeit von 5h 50min; wenn sich der Autor beim Blick auf das Klassement nicht total vertan hat, ist er bester Deuscher im Feld von rund 7000 Starter geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ingo konnte bei seinem ersten Alpenmarathon (und seinen ersten "echten" Pässen überhaupt!!) gleich eine Zeit von 7h 58min erzielen und belegte damit auch einen Platz unter den ersten 500!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bilder vom Autor gibt's &lt;a href="http://www.photobreton.com/consulter/images.asp?MultiChamp_1=20&amp;MultiChamp_2=26&amp;amp;amp;amp;MultiChamp_3=32&amp;MultiChamp_4=38&amp;amp;MultiChamp_5=44&amp;MultiBooleen_1=OR&amp;amp;MultiBooleen_2=OR&amp;MultiBooleen_3=OR&amp;amp;MultiBooleen_4=OR&amp;MultiBooleen_5=OR&amp;amp;MultiEgalite_1=%3D&amp;MultiEgalite_2=%3D&amp;amp;MultiEgalite_3=%3D&amp;MultiEgalite_4=%3D&amp;amp;MultiEgalite_5=%3D&amp;NoResponsePagePersoID=6444&amp;amp;amp;amp;RechMoteur=&amp;RechMoteurFrom=25559&amp;amp;MultiValeur_2=6560&amp;MultiValeur_3=6560&amp;amp;MultiValeur_4=6560&amp;MultiValeur_5=6560&amp;amp;MultiValeur_1=6560&amp;RechMoteurHidden=1&amp;amp;valider=OK"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;EDIT: Noch ein paar weitere Bilder und die offiziellen Ergebnislisten gibt's &lt;a href="http://www.velovelo.com/article.php3?id_article=4444"&gt;hier&lt;/a&gt; (auf dem obersten Bild sieht man links unser Hotel, ebenso ist Ingo gut zu sehen und der Helm des Autors ist zu erahnen). Laut offizieller Ergebnisliste bin ich jetzt sogar 71. der Gesamtwertung, jedoch "nur" noch 28. in meiner Altersklasse. Offizielle Zeit ist 6h 59min 05s, während auf meiner Urkunde 6h 57min 05s steht. Möglicherweise ist das eine die Brutto- und das andere die Nettozeit. Eine wirkliche Erklärung für diesen Unterschied habe ich jedoch nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-115254201179999437?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/115254201179999437/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=115254201179999437' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115254201179999437'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115254201179999437'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/07/auf-den-spuren-der-tour-de-france.html' title='Auf den Spuren der Tour de France'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-115200308069922914</id><published>2006-07-04T10:42:00.000+02:00</published><updated>2006-07-04T16:11:02.680+02:00</updated><title type='text'>100 000 doping-freie Kilometer</title><content type='html'>Enttäuschung hat sich breit gemacht seit letztem Freitag... Was lange schon eine Art offenes Geheimnis war, scheint nun wirklich Gewissheit zu werden: im Profiradsport sind Siege, zumindest große Siege, nur mit einer entsprechenden (illegalen) medizinisch-pharmakologischen Unterstützung möglich.&lt;br /&gt;Trotzdem bleibt Radsport für mich der schönste Sport der Welt!!!&lt;br /&gt;Ein Freund von mir hat deshalb eine Aktion ins Leben gerufen während der Tour de France 100000 doping-freie Kilometer zu fahren. Die ganze Aktion wird von &lt;a href="http://www.quaeldich.de/"&gt;quaeldich.de&lt;/a&gt; unterstützt. Näheres gibt's in diesem &lt;a href="http://www.quaeldich.de/Forum/Diskussion.pl?DiskAktion=Detail&amp;amp;ID=25643#25643"&gt;Thread&lt;/a&gt; im Diskussionsforum von quaeldich.de. Ich finde die Aktion super und werde selbst auch versuchen mein Scherflein dazu beizutragen.&lt;br /&gt;Man muß sich dazu nur auf der quaeldich.de Seite anmelden und &lt;a href="http://dopingfrei.quaeldich.de/"&gt;hier&lt;/a&gt; seine Kilometer eintragen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-115200308069922914?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/115200308069922914/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=115200308069922914' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115200308069922914'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115200308069922914'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/07/100-000-doping-freie-kilometer.html' title='100 000 doping-freie Kilometer'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-115168965079142806</id><published>2006-06-30T19:45:00.000+02:00</published><updated>2006-06-30T20:06:01.556+02:00</updated><title type='text'>Katastrophentag</title><content type='html'>Erst die Scheiße bei der Tour de France, die noch nicht einmal angefangen hat, und dann gewinnen die deutschen Kicker auch noch gegen die Argentinier. Scheißtag auf der ganzen Linie. Da hilft nur noch eins: ganz laut Depeche Mode hören.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-115168965079142806?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/115168965079142806/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=115168965079142806' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115168965079142806'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115168965079142806'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/06/katastrophentag.html' title='Katastrophentag'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-115131793269964674</id><published>2006-06-26T11:30:00.000+02:00</published><updated>2006-06-26T12:32:12.743+02:00</updated><title type='text'>Doppelbelchentour des ADFC Freiburg</title><content type='html'>Der &lt;a href="http://www.adfc-bw.de/freiburg/"&gt;ADFC Freiburg&lt;/a&gt; richtet jedes Jahr mehrere geführte Rennrad- (und auch MTB- und Familien-) Touren in die nähere und etwas weitere Umgebung Freiburgs aus. Ich hatte bereits letztes Jahr an zwei solchen Touren teilgenommen (Tour zum Rheinfall nach Schaffhausen und Route des Crêtes-Tour) und fand beide Male, daß diese Touren sehr gut organisiert sind und sehr viel Spaß machen, da man lange Touren in Gesellschaft Gleichgesinnter fahren kann, die man alleine entweder gar nicht fahren würde oder nur unter deutlich größerem Aufwand zustande bringen würde. Außerdem stellen diese Touren für mich eine willkommene Gelegenheit dar, im Zuge meiner Vorbereitung für diverse Radmarathons (insbesondere im Hinblick auf den &lt;a href="http://www.oetztaler-radmarathon.com/"&gt;Ötztaler Radmarathon&lt;/a&gt;) lange Strecken jenseits der 200km zurückzulegen. Dieses Jahr stand also sie sogenannte "Doppelbelchentour" auf dem Plan; es sollte zunächst der Grand Ballon in den Vogesen angefahren werden, danach sollte es über den Sirnitz zum Schwarzwälder Belchen gehen.&lt;br /&gt;Um 8 Uhr am Sonntagmorgen trafen sich ca. 16 Rennradler (und eine Rennradlerin) im Freiburger Stadtteil St. Georgen um die 250km mit rund 3500Hm in Angriff zu nehmen. Auch das &lt;a href="http://rig.kennlinie.de/Bereiche/Strasse/Hobbyteam?sid=37294453.7438395"&gt;Hobbyteam der RIG Freiburg&lt;/a&gt; war durch Udo, Matthias und den Autor mit drei Fahrern vertreten; Lance und Roberto waren aus unerfindlichen Gründen nicht mit am Start (die Mutmaßungen über das Fehlen der beiden gingen dann doch sehr in Richtung alkoholbedingter Ausfallerscheinungen aufgrund des Achtelfinalspiels der deutschen Fußballnationalmannschaft am Vortag....). Ingo fehlte entschuldigt; hatte er sich doch entschlossen beim Albextrem die 250km Runde in Angriff zu nehmen.&lt;br /&gt;Um ca. viertel nach acht geht es dann los: über den Tuniberg zunächst nach Breisach, dort über den Rhein nach Frankreich. In Frankreich fahren wir dann durch zahllose Dörfer, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere; über den Col du Bannstein (herrlich: in Frankreich steht auf jedem kleinen Hügel ein Schild mit "Col de xy") geht es hinein in den Anstieg zum Grand Ballon. Mittlerweile ist es doch schon eingermaßen warm geworden, und ein letzter Brunnen am Fuße des Anstiegs wird zum Auffüllen der Getränkereserven genutzt. Die genaue Länge des Anstiegs habe ich nicht mehr im Kopf, aber mit einer kleinen Abfahrt und dem Flachstück hinter &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Le Markstein&lt;/span&gt; werden es wohl schon so 18km gewesen sein. Auf den letzten zwei Kilometern kommt dann sogar ein wenig "Tour der France"-Feeling auf, liest man doch allenthalben die Anfeuerungsschriftzüge auf der Straße, die noch von der letztjährigen Tour de France stammen. Nach rund 90 Gesamtkilometern ist die (leider furchtbar verbaute) Paßhöhe des Grand Ballon erreicht; im dort befindlichen Gasthaus stärken wir uns erst einmal mit einer Portion Spaghetti (man sollte den Franzosen mal erklären, daß man Nudeln in &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Salz&lt;/span&gt;wasser kocht) und einer Cola. Nach ca. 45min Pause geht es dann in die Abfahrt: eine wirklich schnelle Abfahrt mit langgezogenen Kurven, die einiges an Mut erfordern. Über den Col Amic geht es in eine kurze Gegensteigung, bevor die weitere Abfahrt nach Uffholtz folgt. Mittlerweile sind im Tal gut 32 Grad erreicht, Matthias' Hac zeigt in der Sonne sogar 36 Grad an! Was folgt ist eine gemütliche Fahrt Richtung Rhein und deutscher Grenze, die bei Neuenburg passiert wird. Der Tacho zeigt mittlerweile 150km an und im Süden türmen sich die Vorboten eines gewaltigen Gewitters auf. Matthias und Udo entscheiden sich hier in Begleitung zweier weiterer Fahrer den direkten Weg nach Freiburg zu nehmen; die volle Runde zu fahren würde ihnen zu spät werden. Für den Rest der Gruppe geht es weiter Richtung Müllheim und Badenweiler, von wo aus der zweite größere Anstieg des Tages in Angriff genommen werden soll: der Anstieg zum Sirnitz. Leider schläft das Tempo der Gruppe auf dem Weg nach Badenweiler nahezu komplett ein, so daß Stefan und ich den Tourenleiter Jürgen informieren, daß wir zufahren würden, da uns das alles sonst zu lange dauern würde. Schnell haben wir einigen Abstand zwischen uns und die Gruppe gelegt. Ein paar Fahrer schließen nochmals auf, lassen aber kurze Zeit später wieder abreißen. Darunter auch ein ganz spezieller Freund von mir (hehe, den wollte ich schon immer mal am Berg aus den Schuhen fahren ;-)). Zu dritt kommen wir oben am Berg an, warten noch kurz auf einen vierten. Die beiden anderen entscheiden sich jedoch auf den Rest der Gruppe zu warten, während Stefan und ich uns entschließen zu zweit weiterzufahren. Über den kurzen Gegenanstieg bei Wembach geht es hinunter nach Schönau ins Wiesental; von dort haben wir drei Optionen für den Heimweg nach Freiburg: die vorgesehene Route über Aitern zum Belchen und Abfahrt über das Wiedener Eck ins Münstertal, über Utzenfeld zum Wiedener Eck und wiederum durchs Münstertal oder über Todtnau, Notschrei und Schauinsland. Wir entscheiden uns für die Route über Aitern, allerdings unter Auslassung der Stichstraße zum Belchenhaus: das Wetter wird immer bedrohlicher und auch Stefans Beine sind ganz angetan von der Idee diese zusätzlichen rund 300Hm einzusparen. Ich selbst nutze den Anstieg als Test, was meine Beine nach 200 gefahrenen Kilometern und zwei einigermaßen zügig gefahrenen Bergen (insbesondere am Sirnitz war ich doch recht flott unterwegs) noch so hergeben; ich muß sagen, ich bin hochzufrieden und blicke recht zuversichtlich auf die Marathons, die da noch kommen werden (&lt;a href="http://www.oetztaler-radmarathon.com/"&gt;Ötztaler&lt;/a&gt; und wahrscheinlich auch noch &lt;a href="http://www.sportcommunication.com/newsite/horaire.php?Id=128&amp;langue=2"&gt;La Marmotte&lt;/a&gt;). Leider zieht es während des Anstiegs immer mehr zu und wird bedrohlich dunkel; kurz vor dem Scheitelpunkt des Anstiegs fallen die ersten Regentropfen. In der Abfahrt über das Wiedener Eck beginnt es immer heftiger zu regnen, um uns herum blitzt und donnerts es wie wild. Dank des Windes, der in der Abfahrt überwiegend von hinten kommt, erreichen wir Geschwindigkeiten, die sonst am Wiedener Eck nicht zu erreichen sind. Da es nicht zum Glück anfängt wie aus Eimern zu schütten, ist zumindest mir der Regen einigermaßen angenehm, sorgt er doch für ein bißchen Abkühlung an einem (mir zu) heißen Tag. Die letzten 40 Kilometer vom Wiedener Eck bis Freiburg absolvieren wir dann in zügiger Fahrt, auch wenn die Beine dann mittlerweile doch einigermaßen leer sind. Nach rund elf Stunden, davon 9h 10min reine Fahrzeit, erreichen wir Freiburg und freuen uns beide auf eine warme Badewanne und etwas leckeres zu essen.&lt;br /&gt;Wie erwähnt betrug die reine Fahrzeit 9h 10min für 248km, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 27km/h entspricht. Dank des ausgelassenen Schlenkers zum Belchenhaus belaufen sich die Gesamthöhenmeter der Tour auf 3200Hm. Insgesamt war es ein gelungener Sonntag; die ADFC-Touren sind wirklich nur zu empfehlen, auch wenn insbesondere die "Route des Crêtes"-Tour letztes Jahr landschaftlich etwas attraktiver war.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-115131793269964674?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/115131793269964674/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=115131793269964674' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115131793269964674'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115131793269964674'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/06/doppelbelchentour-des-adfc-freiburg.html' title='Doppelbelchentour des ADFC Freiburg'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-115048549590406010</id><published>2006-06-16T20:24:00.000+02:00</published><updated>2006-06-23T09:23:33.763+02:00</updated><title type='text'>Saisonsieg Nummer 1</title><content type='html'>OK, es war "nur" ein vereinsinternes Rennen, aber zu gewinnen ist immer schön, vor allem auch dann, wenn es gelungen ist, genau an der Stelle zu attackieren und das Feld auseinander zu fahren, die ich mir vorher dafür ausgesucht hatte.&lt;br /&gt;Aber der Reihe nach: nachdem das &lt;a href="http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/04/kandelnachwirkungen.html"&gt;erste Rennen&lt;/a&gt; unserer vereinsinternen Rennserie mit einem doch leicht enttäuschenden dritten Platz für mich geendet hatte, hatte ich mir für das zweite Rennen doch etwas mehr vorgenommen. Mit rund 900 Höhenmetern verteilt auf 66km und insgesamt drei längeren Anstiegen kam mir die Strecke auch mehr entgegen. Nach dem Start verlief die Anfahrt zur ersten Steigung zunächst noch relativ gemächlich, langsam wurde die Straße steiler, das Tempo war immer noch in einem angenehmen Bereich. In der ersten Steigung fuhr ich von vorne, in erster Linie um das Tempo kontrollieren zu können. Da ich doch recht zügig in den Berg hineingefahren war, war ich doch recht erstaunt, daß bis auf zwei oder drei Fahrer (und einer Fahrerin) noch alle beisammen waren. Die nächsten Kilometer waren von zwei halbherzigen Attacken einzelner Fahrer geprägt, die jedoch beide nur von kurzer Dazer waren. In der ersten längeren Abfahrt rollte dann alles wieder zusammen. Dann mußten wir uns erst einmal an einer Fronleichnamsprozession vorbeimogeln. Danach folgten zwei kurze, aber knackige Wellen; an der zweiten wollte ich eigentlich nur mal testen, was so geht, befand mich aber plötzlich nur noch in Begleitung eines weiteren Fahrers ein paar Meter vor dem "Feld". Da mir mein Mitstreiter signalisierte, daß er keinen Sinn darin sehe jetzt schon zu fahren (es war noch nicht einmal die Hälfte der Strecke absolviert), nahm auch ich die Beine wieder hoch, und wir ließen uns wieder einholen. Schließlich sollte auch die längste und schwierigste der drei Steigungen in Kürze folgen. Im Schnitt nicht besonders steil, aber trotzdem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;die&lt;/span&gt; Möglichkeit mit einer Attacke bereits unten am Berg bis oben einen schönen Vorsprung herauszufahren, der bis ins Ziel reichen könnte, zumal es danach sofort in eine Abfahrt ging und dann noch der letzte Anstieg folgte. So war meine Überlegung im Vorfeld gewesen, also versuchte ich mit einem Antritt wenigstens einen Großteil meiner Begleiter los zu werden. Zunächst konnte drei Fahrer meinem Antritt folgen: Jan alias Lance alias deutscher Meister, Matthias und Ingo, also die komplette Ötzi-Truppe (nur Sebastian fehlte krankheitsbedingt). Doch schon bald konnte Ingo nicht mehr folgen und auch Matthias hatte seine Schwierigkeiten zu folgen, einzig Jan alias Lance alias deutscher Meister hing wie Kaugummi an meinem Hinterrad. Das war gut, zu zweit hatten wir größere Chancen, immerhin waren noch rund 25km zu fahren. Matthias hing die ganze Zeit nur wenige Meter hinter uns, aber auch wenn wir vorne ein bißchen rausnahmen, schaffte er es nicht das Loch zu schließen. So gingen dann Jan alias Lance alias deutscher Meister und der Autor alias Chiappucci alias italienischer Meister in die Abfahrt, im folgenden Flachstück konnten wir uns gut abwechseln, im nächsten Anstieg übernahm dann wieder ich das Gros der Führungsarbeit; eine (im Nachhinein betrachtet doch vielleicht etwas halbherzig vorgetragene Attacke) führte zu keiner Vorentscheidung, so daß Jan alias Lance alias deutscher Meister und der Autor alias Chiappucci alias italienischer Meister auch die letzte Abfahrt und das folgende Flachstück zu zweit in Angriff nahmen. Mit einem kurzen Antritt konnte ich mich dann ca. 500m vor dem Ziel von meinem Begleiter absetzen und fuhr den Sieg ungefährdet nach Hause. An dritter Position kam dann allerdings nicht wie erwartete Matthias ins Ziel, sondern Ingo vor Thomas: Matthias hatte das Kunststück vollbracht sich zu verfahren, und damit insgesamt vier Positionen verschenkt. Das nächste Mal warten wir auf dich, Matthias. Versprochen! ;-)&lt;br /&gt;Danach sind wir noch gut drei Stunden trainieren gefahren. Den (Trainings-)Tag haben Matthias und ich dann bei einem kühlen Weizenbier und der ersten Halbzeit Ecuador gegen Costa Rica im Biergarten ausklingen lassen. Zu diesem Zeitpunkt war dann der Frust über den verschenkten dritten Platz bei Matthias auch einigermaßen verraucht....&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-115048549590406010?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/115048549590406010/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=115048549590406010' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115048549590406010'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115048549590406010'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/06/saisonsieg-nummer-1.html' title='Saisonsieg Nummer 1'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-115005871271254383</id><published>2006-06-11T21:46:00.000+02:00</published><updated>2006-06-11T22:45:12.786+02:00</updated><title type='text'>Komischer Tag mit gutem Ende</title><content type='html'>Irgendwie war das ein seltsamer Tag heute: schon gestern hatte ich keine besonders große Lust mich beim Radfahren zu quälen, und heute bin ich dann wieder mit dem Gefühl aufgewacht, daß ich heute einfach nicht den Kopf habe, um mich über die Schmerzgrenze hinaus zu quälen. Keine guten Voraussetzungen, wenn es gilt ein 54km langes Mannschaftszeitfahren zu bestreiten. Und so war ich auch auf der Hinfahrt nach Sulz bei Lauffenburg in der Schweiz (ja, wir waren mal wieder in der Schweiz unterwegs) nicht unbedingt als Stimmungskanone zu bezeichnen. Auch der Ansporn meiner drei Mitstreiter Sebastian, Matthias und Thomas konnte mich nicht so recht aufbauen. Und so lief dann auch das Rennen: die Beine waren zwar gut, um genau zu sein eigentlich sogar ziemlich gut, aber der Kopf hat nicht zu den Beinen gepaßt: die Schmerzgrenze lag dort, wo sie auch im Training liegt, und normalerweise kann ich mich im Wettkampf doch recht deutlich über diese Grenze hinausquälen, aber heute ging's irgendwie nicht. Die Strecke bestand aus einer 27km langen Runde, die zweimal zu befahren war, überwiegend am Rhein entlang, mit einem ca. 2km langen Anstieg in Richtung Ziel. Der Wind war heute das größere Problem als das Profil: ständig wechselte die Windrichtung und traf uns immer wieder von anderen Seiten. Die erste Runde lief sehr ordentlich, am Anfang mußten wir erst ein bißchen unseren Rhythmus finden, aber dann lief es ziemlich gut. Die erste Runde absolvierten wir in ungefähr 39min. Eingangs der zweiten Runde wurden wir vom später erstplazierten Team eingeholt; vier Minuten hatten wir also schon einmal abgenommen bekommen (am Ende sollten es fast sechs sein). In der zweiten Runde war es dann an Matthias und mir, den etwas stärkeren Zeitfahrern im Team das Tempo hochzuhalten, was insbesondere Matthias so gut gelang, daß ich jedesmal, wenn er nach mir die Führung übernahm, schwer am "Knautschen" war, um den Anschluß zu halten bzw. erst wieder zu finden. Ein weiteres Team, das allerdings eine Runde später gestartet war (und auch nur eine Runde absolvierte), holte uns ein, aber dann ging es hin und her: mal waren wir vorne, dann mußten wir uns wieder überholen lassen, je nach dem, wer in den jeweiligen Mannschaften gerade die Führungsarbeit verrichtete. Vor dem Zielanstieg konnte wir diese Manschaft dann endgültig überholen. Im Zielanstieg übernahm ich dann die Führung, und zum ersten Mal konnte ich etwas über die Schmergrenze hinausgehen; in einem Kraftakt zog ich meine verbliebenen zwei Mitstreiter Sebastian und Matthias ins Ziel (Thomas hatte wie besprochen in seiner letzten Führung vor dem Schlußanstieg alles gegeben und dann wie befürchtet reißen lassen; wie üblich wurde der dritte Fahrer für die Zeit gewertet). Am Ende stand eine Fahrzeit von 1h 18min 10s zu Buche (Schnitt 41,5km/h), was für den sechsten Platz im 14 Mannschaften umfassenden Startefeld bedeutete. Ein doch sehr zufriedenstellendes Ergebnis.&lt;br /&gt;Danach fuhren Matthias, Sebastian und ich noch mit dem Rad durch das wunderschöne &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Im%20Albtal%20%284%29.jpg"&gt;Albtal&lt;/a&gt; bis &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Dom%20St%20Blasien%20%281%29.jpg"&gt;St. Blasien&lt;/a&gt;, wo wir den Tag bei einem schönen Stück Kuchen ausklingen ließen, bevor wir wieder zu Thomas ins Auto stiegen, um den restlichen Weg nach Freiburg motorisiert hinter uns zu bringen. Ich wär ja noch ein Stückchen mit dem Rad weitergefahren, aber konnte niemanden mehr motivieren und alleine fehlte mir dann auch irgendwie die Lust (oder die Bereitschaft mich noch zu quälen). Irgendwie war bzw. fühlte ich heute nicht ausgelastet, trotz 54km Mannschaftszeitfahren und knapp 100km insgesamt, muß irgendwie mit meinem komischen Kopf von heute zusammenhängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier noch ein paar Bilder (vielen Dank an meinen Vater):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0004%201.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0004%201.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Am Start: Thomas, Sebastian, Matthias, der Autor (v.l.n.r.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0021%201.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0021%201.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Unterwegs: Thomas, der Autor, Matthias, Sebastian (v.l.n.r.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0060%201.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0060%201.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Der Autor in voller Aktion&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0066%201.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0066%201.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Anfahrt zum Ziel: der Autor, Sebastian, Matthias (vl.n.r.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0070%201.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0070%201.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Zieleinfahrt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/DSC_0081%201.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/DSC_0081%201.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Das erfolgreiche Team der RIG Freiburg:&lt;br /&gt;Matthias, Sebastian, der Autor, Thomas (v.l.n.r.)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-115005871271254383?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/115005871271254383/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=115005871271254383' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115005871271254383'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/115005871271254383'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/06/komischer-tag-mit-gutem-ende.html' title='Komischer Tag mit gutem Ende'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-114978836178128443</id><published>2006-06-08T19:33:00.000+02:00</published><updated>2006-06-08T19:39:21.793+02:00</updated><title type='text'>Der schönste Tag des Jahres...</title><content type='html'>...sei derjenige, an dem man zum ersten Mal in kurzen Hosen und kurzem Trikot rennradfahren gehen kann, hat einmal ein unbedeutender Hobbyradsportler von sich gegeben. Heute war dieser Tag doppelt schön, handelte es sich doch um den letzten WM-freien Tag. Jenen letzten Tag also, bevor eine kollektive Abschaltung des - soweit vorhanden - Restverstands vollzogen wird, und eine ganze Nation zu einer schwarz-rot-goldenen Jubelmasse degeneriert. Ich habe ihn sehr genossen, diesen Tag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-114978836178128443?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/114978836178128443/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=114978836178128443' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114978836178128443'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114978836178128443'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/06/der-schnste-tag-des-jahres.html' title='Der schönste Tag des Jahres...'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-114968471725353150</id><published>2006-06-07T14:43:00.000+02:00</published><updated>2006-06-07T14:51:57.266+02:00</updated><title type='text'>Bilder Bilder Bilder</title><content type='html'>Hier ein paar Impressionen vom GP Schwarzwald:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/marco2.0.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/marco2.0.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;Der Autor&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/matthias1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/matthias1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Des Autors bester Begleiter: Matthias&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/marco1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/marco1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nochmal der Autor&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/nummer19.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/nummer19.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nummer 19 :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Viele weitere Bilder gibt's &lt;a href="http://www.sauser.de/bilder/gpts-bilder-2006/RTF-I-2006/index.html"&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.sauser.de/bilder/gpts-bilder-2006/RTF-II-2006/index.html"&gt;dort&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-114968471725353150?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/114968471725353150/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=114968471725353150' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114968471725353150'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114968471725353150'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/06/bilder-bilder-bilder.html' title='Bilder Bilder Bilder'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-114950727587995416</id><published>2006-06-05T11:50:00.000+02:00</published><updated>2006-06-05T13:34:35.916+02:00</updated><title type='text'>Auf der Jagd nach Nummer 19</title><content type='html'>Nach den ganzen Trainigskilometern und kürzeren Jedermannrennen war es gestern dann soweit, mit dem GP Schwarzwald stand ein echter Härtetest auf dem Weg zum großen Saisonhöhepunkt "Ötztaler Radmarathon" auf dem Programm: 180km durch den Schwarzwald mit knapp 3600 Höhenmetern inklusive dem vermeintlich schwersten Anstieg im Schwarzwald, dem Kandel. Die Strecke ist quasi zweigeteilt: während in der ersten Hälfte mit Kandel und Thurner die längeren Anstiege auf dem Programm stehen, zeichnet sich die zweite Hälfte durch ein "Sägezahnprofil" aus, die Strecke pendelt die ganze Zeit zwischen 800m und 1000m ü.N.N., die Anstiege sind nicht länger als 2-3km, aber gemein genug, um einem angeknockten Fahrer den Rest zu geben. Vor allem vor diesem zweiten Teil hatte ich Vorfeld großen Respekt, zumal ich ihn nur teilweise kannte (der erste Teil war mir von meinen Trainingsfahrten gut bekannt). Die Siegerzeit von letzem Jahr lag bei 6h 14min, so daß wir (mein Vereinskollege Matthias und ich) uns eine Zeit unter 6h 30min und eine Plazierung unter den ersten 5 bis 10 als Ziel gesetzt hatten.&lt;br /&gt;Aber nun hinein in die Live-Reportage vom GP Schwarzwald:&lt;br /&gt;Bei der Abfahrt aus Freiburg Richtung Triberg ist das Wetter zwar trüb, aber trocken. Wir (Udo, Matthias und ich) machen uns auf den Weg. Kurz hinter Waldkirch beginnt es zu regnen und die ersten Teilnehmer der ganz großen Feldbergrunde (260km mit 5300Hm) kommen uns dick verpackt in Regenjacken entgegen. In ca. 2 Stunden würden wir uns auch durch den Regen kämpfen müssen, sofern keine Wetterbesserung eintreten würde. In Triberg angekommen heißt es erst einmal Fahrer und Sportgerät klar machen, sprich umziehen und Vorderrad einbauen. Die Frage "Windjacke oder Windweste?" ist angesichts des leichten Regens und komplett nasser Straßen auch schnell geklärt: beides. Kurz vor 9 Uhr rollen wir (natürlich von vorne ;-)) in die Startaufstellung und versuchen so schnell wie möglich unsere Transponder registrieren zu lassen, und dann geht's auch schon los. Udo entscheidet sich kurzfristig wegen des eher widrigen Wetters doch auf der kurzen "Hexenlochrunde" zu starten und biegt 50m nach dem Start erst einmal links ab, um erst 2h später die kürzere Runde in Angriff zu nehmen. Für Matthias und mich geht es gleich Vollgas los, Puls gleich mal bei 180, schließlich wollen wir nach vorne. Nach ca. 1km sehen wir eine Gruppe von ungefähr 20 Fahrern in Begleitung von drei offiziellen Motorrädern vor uns. Hier sind wir richtig: kop van de wedstrijd! Die Windjacke wird erst mal aufgemacht, irgendwie ist es dann doch schon recht warm mit der Jacke. So geht es in einem zügigen Tempo zum ersten Anstieg des Tages, der Wilhelmshöhe. Danach folgt eine langezogene Abfahrt, in der ich dann doch froh bin mich für die Jacke entschieden zu haben: der Regen nimmt zu, und es wird doch empfindlich kühl. Im Elztal angekommen beginne ich gleich mit dem zweiten Frühstück, nach der Erfahrung vom letztjährigen Ötzi wollte ich lieber zuviel als zu wenig essen. Das Tempo ist alles andere als RTF-mäßig, hier wird Radrennen gefahren. Als Matthias und ich das Tempo an der Spitze mal so auf 35km/h einregulieren, beginnen gleich die Attacken: 4 oder 5 Mann fahren vorne weg, darunter ein Fahrer mit Waden, die dicker sind als meine Oberschenkel. Matthias macht mich auf die Nummer 19 aufmerksam, ich sage noch, laß den doch fahren. Kaum sind die 4 oder 5 Mann weg, wird hinten in die Verfolgung eingestiegen: Einerreihe und Tempo 45-50!!! Leute, Leute, wir haben erst 40 von 180km und der Kandel und alle anderen Gemeinheiten kommen doch erst noch. Kurz vor Waldkirch sind zumindest 3 der 5 Ausreißer wieder gestellt, dahinter reißt das Feld gleich zu Beginn des Anstiegs zum Kandel auseinander: ganz vorne fahren 3 oder 4 Fahrer in vorderster Position in den Kandel hinein, dahinter Nummer 19 und ein Fahrer aus Hamburg. Ich lasse diese beiden ziehen, halte aber zumindest zu dem Hamburger Blickkontakt. Bl0ß nicht am Kandel schon überziehen hatte ich mir im Vorfeld immer wieder eingeschärft, unten fahre ich auch einigermaßen gezügelt rein, aber so nach 3km lasse ich meiner Lust am Radfahren vollen Lauf. Es läuft einfach phantastisch. Trotz der Kälte (der Regen hatte mittlerweile aufgehört) habe ich die Jacke im Trikot verstaut, Windweste und Trikot geöffnet, die Armlinge nach unten geschoben. Matthias sehe ich in einer der Kehren ca. 45s hinter mir und überlege kurz zu warten, fahre dann aber doch meinen Rhythmus weiter. Und dieser Rhythmus ist ziemlich schnell: Puls bei 175-180, wenn das mal gut geht. Nach ca. 7km hab ich auch meinen letzten Begleiter abgeschüttelt, vor mir nach meiner Rechnung 4 oder 5 Fahrer ganz vorne, dann Nummer 19 und dann der Hamburger, immer noch in Sichtweite. Und der Hamburger kommt langsam wieder näher. Oben am Kandel dann Nebel, Sichtweite ca. 40-50m, zum Glück kenne ich die Abfahrt. Wie geplant lasse ich die Verpflegung aus, und lasse nur meine Transponder registrieren. Für die Abfahrt entscheide ich mich gegen die Jacke, die Weste muß reichen. Leider steigt der Hamburger an der Verpflegung vom Rad, um eine Pause zu machen, so daß ich nun ganz allein unterwegs bin. Sollte ich auf Matthias warten? Ich fahre erst einmal weiter, zwar zügig aber nicht so schnell, daß ich nicht mehr eingeholt werden könnte. Matthias sollte nach meiner Überlegung ca. 2min hinter mir liegen, leider kann ich weder beim Blick nach vorne noch beim Blick nach hinten irgendwelche Fahrer erspähen, nicht Nummer 19 und auch nicht Matthias. Mist. In der Abfahrt von St. Märgen nehme ich raus, lasse fast nur rollen, und endlich beim Blick nach hinten entdecke ich drei Fahrer: ist da Matthias dabei? Ja, er ist es. Sehr gut. Zu viert geht es dann in den Thurner: ein unangenehmer Anstieg, unrhythmisch zu fahren und einige richtig knackige Rampen. Mir kommt zum ersten Mal der Gedanke, am Kandel vielleicht doch etwas zu sehr überzogen zu haben. Nach rund einer halben Stunde ist jedoch auch dieser Anstieg erklommen und oben wartet die zweite Verpflegung. Kurz einen Blick auf Nummer 19 erhascht, der kurz vor uns die Verpflegung wieder verläßt, dann schnell die Flaschen aufgefüllt, einen Riegel verdrückt und die Trikottaschen mit den bereitliegenden Gels gefüllt. Jetzt steht das gefürchtet Sägezahnprofil an. Aus unserer Vierergruppe verabschiedet sich ein weiterer Fahrer, so daß wir von nun an nur noch zu dritt sind. Die folgende Abfahrt ist eklig: nicht besonders steil, breite Straße, eine Abfahrt, in der man richtig arbeiten muß, um schnell zu sein. Dann der nächste Anstieg: ein ganz ekelhaftes Ding, kurze giftige Rampen (sicherlich bis 16%), zum ersten Mal habe ich echte Bedenken, das sich hohe Tempo rächen würde und das gesteckte Ziel von sechseinhalb Stunden verfehlt würde. Irgendwann ist jedoch auch dieser Anstieg zu Ende, und es geht wieder bergab. Der nächste Anstieg ist ein richtiger Roller-Berg: nur 3-4% Steigung, dafür Gegenwind. In schönen Ablösungen ziehen wir zu dritt den Berg hinauf, das Tempo pendelt so bei 26-29km/h. Mittlerweile fühle ich mich wieder etwas besser, auch wenn der Anstieg trotzdem weh tut. Kurz vor Erreichen des "Gipfels" sehe ich ein rotes Trikot vor uns: war das Nummer 19? Leider finde ich es nicht heraus: in der folgende Abfahrt muß ich kurz auf meine Mitstreiter warten, das rote Trikot entschwindet wieder aus meinem Blickfeld. Direkt aus der Abfahrt geht es in den nächsten Anstieg, wir überholen Kurt, einen weiteren Vereinskollegen, der die "Hexenlochrunde" in Angriff genommen hatte (Wette gewonnen, Kurt! ;-)). Auf einer unangenehm engen und schlechten Straße geht es hinunter nach Furtwangen. Endlich sind auch wieder ein paar Fahrer auf der Strecke: die Fahrerinnen und Fahrer der "Hexenlochrunde" sind ab jetzt auf derselben Strecke unterwegs. In Furtwangen gibt es dann die erste Cola, noch ein Stück Hefezopf und weiter geht's. Noch stehen uns 3 längere Anstiege bevor. Unser Begleiter entscheidet sich, seiner Freundin, die auf der "Hexenlochrunde" unterwegs ist, entgegen zu fahren. Damit sind Matthias und ich nun allein, allein auf der Jagd nach Nummer 19. Es geht durch das schöne Linachtal, ich mache Matthias auf die &lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Linachtalsperre.jpg"&gt;Linachtalsperre&lt;/a&gt; aufmerksam, soviel Zeit muß sein! Im nun folgenden Anstieg muß ich meine ganzen Fähigkeiten als Edeldomestike aufbieten und nehme Matthias an mein Hinterrad, um ihn über diesen Anstieg zu pilotieren. Trotzdem haben wir das Gefühl an den Fahren der "Hexenlochrunde" förmlich vorbeizufliegen. Auch ein Fahrer der "Kandelrunde" ist dabei, wird überholt und kann uns nicht folgen. An der letzten Verpflegung teilt man uns mit, daß wir so an fünfter, sechster Postion liegen. Also nur schnell eine Cola kippen und weiter. Nach der Abfahrt kommt ein Flachstück, auf dem ich wieder die Führungsarbeit übernehme, im Stile eines Paarzeitfahrens überholen wir einen nach dem anderen. Am letzten Anstieg übernimmt Matthias wieder den Löwenanteil der Führungsarbeit, ich selbst bin schwer am kämpfen, leide unter Ansätzen von Wadenkrämpfen, mittlerweile bin ich aber wieder relativ sicher, daß wir die 6,5h knacken würden. Der letzte Anstieg ist ein richtiger Fiesling: jedesmal, wenn man denk man sei oben, kommt eine kurze Abfahrt und noch eine Welle. Hier hilft mir Matthias ein ums andere Mal. Auf einer dieser Wellen plötzlich ein rotes Trikot vor uns: war das Nummer 19? Ja, es war Nummer 19. Er kann uns nicht folgen, nach meiner Rechnung, sollten wir nun an vierter und fünfter Position liegen. Nach Schönwald hinein ist noch einmal ein letzter fieser Stich zu bewältigen, dann folgt die Abfahrt nach Triberg. Ich nehme auf der Abfahrt ein etwas höheres Risiko und bin etwas schneller als Matthias, noch eine Runde in Triberg, dann wird die ansteigende Zielgerade auf dem großen Blatt im Unterlenker hinaufgesprintet. Kurz nach mir kommt Matthias ins Ziel. Ein Blick auf die Uhr verrät: 6h 22min Bruttozeit. Laut Udo, der den Zieleinlauf beobachtet hat, Platz 4 und 5. Auf diese Leistung stoßen Matthias und ich standesgemäß mit einem Radler an. Kurt wird auch noch empfangen und mit einem Radler versorgt, dann geht es unter die Dusche und zurück nach Freiburg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachbemerkungen:&lt;br /&gt;1. Wen's interessiert: die Nettofahrzeit lag bei 6h 15min, das entspricht bei einer Strecke von 183km einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29,3km/h.&lt;br /&gt;2. Die genauen Plazierungen lassen sich leider nicht ermitteln, da dieses Jahr keine Einlauflisten mit Plazierung mehr erstellt werden durften. In Deutschland ist es nicht erlaubt eine Zeitnahme durchzuführen, wenn auf öffentlichen, nicht abgesperrten Straßen gefahren wird. Daher wurde dem Veranstalter für dieses Jahr auch untersagt eine Einlaufliste mit Plazierungen zu erstellen. In meinen Augen eine super-alberne Regelung. In jedem anderen europäischen Land ist es selbstverständlich, daß bei solchen Radmarathons eine Zeitnahme existiert und zumindest vorne ein richtiges Radrennen gefahren wird (siehe auch &lt;a href="http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/05/die-schweiz.html"&gt;hier&lt;/a&gt;). Jeden weiteren Kommentar spare ich mir an dieser Stelle.&lt;br /&gt;3. Der GP Schwarzwald ist eine schöne, gut organisierte Veranstaltung, die leider unter der geringen Teilnehmerzahl leidet. Zum einen sind nur 750 Teilnehmer insgesamt (alle drei Strecken) zugelassen, zum anderen ist der Termin vielleicht etwas ungünstig, da (zumindest dieses Jahr) parallel der Supercup in Bimbach stattfand, der einen Großteil der potentiellen Teilnehmer möglicherweise "abzieht". Daß sich die beiden schwersten Anstiege (Kandel und Thurner) sehr früh im Profil befinden, trägt auch nicht unbedingt dazu bei, daß ein größeres Feld längere Zeit zusammen bleibt. Das ganze führt dazu, daß man über weite Teile der Strecke alleine oder in Kleinstgruppen unterwegs ist. Schade eigentlich.&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-114950727587995416?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/114950727587995416/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=114950727587995416' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114950727587995416'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114950727587995416'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/06/auf-der-jagd-nach-nummer-19.html' title='Auf der Jagd nach Nummer 19'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-114880958334259248</id><published>2006-05-28T11:34:00.000+02:00</published><updated>2006-05-28T11:48:25.950+02:00</updated><title type='text'>Schade schade</title><content type='html'>Wegen eines Einbruchs bei demjenigen Photographen, der bei der &lt;a href="http://www.berner-rundfahrt.ch"&gt;Berner Rundfahrt&lt;/a&gt; für die Bilder zuständig zeichnete, existieren leider nur wenige Bilder von diesem Rennen. Schade, ich hatte mich eigentlich auf Bilder von der Bergwertung gefreut. Wozu bin ich dann eigentlich die ganze Zeit vorne auf meinem &lt;a href="http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/04/logenplatz.html"&gt;&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;Logenplatz&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; rumgefahren?! :-p&lt;br /&gt;So, jetzt aber noch zwei kleine Suchbilder:&lt;br /&gt;Wo ist der Autor? (Kleiner Tipp: ziemlich weit vorne, roter Helm ;-))&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/berner%20rundfahrt2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/berner%20rundfahrt2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/berner%20rundfahrt1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/berner%20rundfahrt1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;(für eine größere Darstellung einfach auf die Bilder klicken)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-114880958334259248?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/114880958334259248/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=114880958334259248' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114880958334259248'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114880958334259248'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/05/schade-schade.html' title='Schade schade'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-114824326896072638</id><published>2006-05-21T22:01:00.000+02:00</published><updated>2006-05-23T23:22:31.966+02:00</updated><title type='text'>Die Schweiz....</title><content type='html'>...ist trotz aller Vorurteile in meinen Augen ein prima Land:&lt;br /&gt;1. werden dort Radrennen ohne den hierzulande üblichen bürokratischen Aufwand einfach durchgeführt und&lt;br /&gt;2. bekommt man als Zehnter in einem Feld-Wald-und-Wiesen-Jedermanneinzelzeitfahren noch 20 Franken "Sieg"prämie (bei einem Startgeld von 15 Franken!!)&lt;br /&gt;Aber der Reihe nach: nach drei Wochen Wettkampfpause (von denen ich eine Woche mit einer üblen Erkältung verbracht habe) ging es heute mal wieder in unser schönes Nachbarland, um an einem Einzelzeitfahren über 26km teilzunehmen. Da ich von der Statur her nun nicht unbedingt so der Zeitfahrer bin, war die Strategie von vornherein: Rückstand begrenzen. Für die 26km hoffte ich weniger als 40min zu brauchen, was einem Schnitt von 39km/h entsprechen würde. In Gerlafingen angekommen, klappte mir erst mal die Kinnlade runter: Scheibenräder, Zeitfahrhelme, Zeitfahrlenker und das ganze Programm wohin das Auge blickte. Mittendrin ich, nicht mal mit einem Lenkeraufsatz ausgestattet. Aber egal, letztenendes entscheiden die Beine. Also nach dem Warmfahren rauf auf die Rampe, Brille noch mal zurechtgerückt, noch ein bißchen am Kinnriemen vom Helm rumgezubbelt (man erinnere sich an Rolf Aldag in "Höllentour ;-)), und dann ging's auch schon runter von der Rampe (da war so ein komischer Teppich drauf, fühlte sich an wie Kaugummi beim runterfahren). Tacho gleich mal bei 45km/h, Puls tendenziell gegen 190. Ging ja gut los: noch keine 500m unterwegs und schon der Puls jenseits dessen, was ich sonst so dauerhaft treten kann. Raus aus Gerlafingen stand erst einmal ein fieser Seitenwind drauf, Puls zwischen 185 und 190, Tempo so bei 38km/h. Die erste Welle weggedrückt, das würde weh tun in der zweiten Runde. Dann ging es rechts herum: da stand der Wind dann voll von vorne drauf. Aua. Dann endlich der Rückweg, Hoffnung auf Rückenwind, aber der Wind kam eher nur so von schräg hinten, keine echte Hilfe. Dann war die erste Runde auch schon vorbei. Der Puls pendelte weiterhin zwischen 185 und 190. Zwischenzeit war so bei ungefähr 19min, ich lag also auf Kurs. Die zweite Runde war hart, richtig hart. Vor allem die beiden kurzen Wellen taten richtig weh, der letzte Kilometer war dann fast so was wie ein Genuß: endlich mal richtiger Rückenwind und Tempo 50 auf dem Tacho. Und dann war's auch schon wieder vorbei. 39min 33s standen am Ende zu Buche (Schnitt 39,4km/h), Platz 10 in einem Starterfeld von 22 Fahrern, 3min 40s Rückstand auf den Sieger, aber die Wertung derer &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ohne&lt;/span&gt; Zeitfahrequipement könnte ich gewonnen haben ;-)&lt;br /&gt;Und für alle, die es wissen wollen: nein, Einzelzeitfahren macht keinen Spaß, das tut nur weh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle noch ein Dank an die Veranstalter: Superveranstaltung, schöne Strecke und vorbildlich den Verkehr geregelt (das Rennen fand auf nicht vollständig gesperrten Straßen statt), und das Ganze &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ohne&lt;/span&gt; Polizei... Da staunt der Deutsche und blickt mit Neid zu den südlichen Nachbarn. Wie gesagt: ich mag die Schweiz.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-114824326896072638?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/114824326896072638/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=114824326896072638' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114824326896072638'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114824326896072638'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/05/die-schweiz.html' title='Die Schweiz....'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-114640584072392520</id><published>2006-04-30T15:42:00.000+02:00</published><updated>2006-04-30T16:04:00.740+02:00</updated><title type='text'>Kandelnachwirkungen</title><content type='html'>Heute fand der erste Lauf unserer kleinen vereinsinternen Rennserie mit Start und Ziel in Sasbach am Kaiserstuhl statt . Das hieß zum einen früh aufstehen und zum anderen bei gefühlten 0°C überhaupt erst mal zum Start fahren. Um 9 Uhr ging es in einem doch eher überschaubaren Rahmen mit 7 Fahrern in Sasbach los. Zunächst führte die Runde Richtung Kaiserstuhl, über den Texaspaß, an dem ich das Feld zwar zunächst auseinander fahren konnte, aber alleine waren die nun kommenden flachen 40km nicht zu bewältigen. Also entschloß ich mich wenigstens auf 1 bis 2 Mitstreiter zu warten, was allerdings in der Abfahrt dazu führte, daß alle anderen auch wieder aufschließen konnten. Die nun folgenden flachen 40km waren eine bessere Trainingsfahrt, da sich keiner zur Tempoarbeit verpflichtet fühlte, nur halbherzig attackiert wurde und sowieso jeder jedem hinterherfuhr. Ungefähr 1km vor dem Ziel nutzte ich den Moment des Einholens eines Fahrers, der sich leicht abgesetzt hatte, zur Konterattacke. Leider hatte ich zwei weitere Fahrer am Hinterrad, zu dritt machten wir dann den Ausgang des Rennens unter uns aus. Leider hatte ich im Zielsprint nicht die Beine, um noch mal vorbeizufahren und wurde so nur Dritter. Wahrscheinlich hatte ich meine Spritzigkeit zumindest teilweise gestern am Kandel gelassen, den ich gestern in einem Anfall von Unvernunft in neuer persönlicher Rekordzeit hochgeballert war. Naja, ein Sprinter werd ich in diesem Leben wohl eh nicht mehr; und für's nächste Jahr werd ich mich dafür einsetzen, daß eine gesonderte Bergwertung in den RIG-Cup eingebaut wird (und sowieso jedes Rennen mit einer Bergankunft endet ;-)).&lt;br /&gt;Wir haben dann zu dritt noch 60km gut trainiert, so daß für den heutigen Sonntag alles in allem auch wieder 150km zu Buche stehen. Jetzt werd ich nach den letzten beiden eher intensiven Wochen einen zweiwöchigen GA-Block einschieben, bevor es dann ab Mitte/Ende Mai im Hinblick auf die Marathons gilt Höhenmeter im Schwarzwald zu machen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-114640584072392520?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/114640584072392520/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=114640584072392520' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114640584072392520'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114640584072392520'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/04/kandelnachwirkungen.html' title='Kandelnachwirkungen'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-114585733681541690</id><published>2006-04-24T07:23:00.000+02:00</published><updated>2006-04-24T07:52:45.540+02:00</updated><title type='text'>"Udo, gib mir mal deinen Helm!"</title><content type='html'>Nach der samstäglichen Hatz in Lyss bei Bern stand am gestrigen Sonntag gleich das nächste kleine Hobbyrennen in Breisach auf dem Plan. Vier der acht Starter aus Bern hatten auch für dieses Rennen gemeldet, wobei mein Mitstreiter Sebastian aus der Berner Spitzengruppe eigentlich gedachte dieses Rennen, das auf einem winkligen 2 km langen Kurs ausgetragen werden sollte, nicht mitzufahren. Dies brachte er durch das "Vergessen" ;-) seines Helms beim morgendlichen Treffpunkt auch nochmals extra zum Ausdruck. Das führte allerdings nur dazu, daß er sich die gesamten Kilometer von Freiburg bis Breisach Matthias' und meine Sticheleien und Spötteleien anhören mußte, und schließlich eine Viertelstunde vor dem Start "weichgekocht" war und sich mit dem Satz des Tages ("Udo, gib mir mal deinen Helm!") den Helm eines Mitfahrers auslieh und sich doch noch seine Startnummer holte, was zu großer allgemeiner Erheiterung beitrug.&lt;br /&gt;Die Geschichte des Rennen ist schnell erzählt: 10 Runden auf einem winkligen 2 km Rundkurs mit einem knappen 40er Schnitt. Zum Glück waren nur 15 Fahrer am Start (davon vier von der RIG Freiburg!), mit mehr Fahrern hätte die ganze Sache doch etwas gefährlich werden können. Vom Start weg wurde gleich hohes Tempo gefahren, so daß es das kleine Feld gleich in Grüppchen zerriß. Sehr schnell war klar, daß hier keine Soloflucht gelingen würde, so daß ich (als eher Nicht-Sprinter) beim Prämiensprint in der vorletzten Runde mein Heil in einem Sprint von der Spitze der Gruppe aus suchte, und tatsächlich den zweiten Platz belegte, was mir 10 Euro einbrachte (damit habe ich meinen Gesamtverdienst in Radrennen auf nahezu unglaubliche 45 Euro gesteigert!!!). Im Zielsprint eine Runde später konnte ich dann nicht mehr wirklich dagegen halten und wurde aus unserer Sechsergruppe heraus Fünfter. Insgesamt belegten Fahrer der RIG Freiburg die Plätze fünf, sieben, acht und elf. Ein mannschaftlich geschlossenes Ergebnis, was aber wohl eher auf das kleine Starterfeld zurückzuführen war ;-)&lt;br /&gt;Insgesamt war's für mich ein schönes Rennwochenende, das mich in meinem bisherigen Formaufbau voll und ganz bestätigt hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-114585733681541690?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/114585733681541690/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=114585733681541690' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114585733681541690'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114585733681541690'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/04/udo-gib-mir-mal-deinen-helm.html' title='&quot;Udo, gib mir mal deinen Helm!&quot;'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-114574457170663213</id><published>2006-04-22T23:45:00.000+02:00</published><updated>2006-04-23T00:50:34.510+02:00</updated><title type='text'>Logenplatz</title><content type='html'>So, das war er also: mein persönlicher Saisonauftakt. Platz 18 und ein richtig gutes Gefühl dabei.&lt;br /&gt;Aber der Reihe nach: um 12 Uhr MESZ ging es in Freiburg los. Dank Sponsorschaft von Baden-Auto stand uns ein richtig großer Bus zur Verfügung, in den tatsächlich acht Menschen inkl. Gepäck und ihrer Rennräder hinpaßten. Nach einer überaus streßfreien Fahrt kamen wir gegen 14 Uhr in Lyss bei Bern an. Dank schweizer Gründlichkeit in Sachen Beschilderung stellte es auch kein größeres Problem dar, den Start/Ziel-Bereich zu finden. Zur Startnummernausgabe mußte man zwar ein Stückchen laufen, ansonsten war alles vorbildlich organisiert. Um 16.15 Uhr sollte der Start zum sogenannten "Super-Race" erfolgen, einem Jedermannrennen über 56 km, ausgetragen auf einer 28 km langen Runde mit einer Steigung von 1km Länge und 8% Steigung die den schönen Namen "Hungerberg" trägt. Kurz vor 16.00 Uhr wurde die Startaufstellung geöffnet und 270 Teilnehmer stellen sich schweizerisch gesittet an den Start. Leider standen meine Kollegn und ich nur ca. an hunderster Position; das verhieß harte Arbeit auf den ersten Kilometern, um nach vorne zu kommen. Immerhin wollten wir möglichst mit mindesten drei Fahrern in der ersten Gruppe im Ziel ankommen, um in der Mannschaftswertung gut abzuschneiden. Schließlich hätten im Vorjahr drei Fahrer in der ersten Gruppe gereicht, um die Mannschaftswertung zu gewinnen.&lt;br /&gt;Punkt 16.15 Uhr erfolgt der Startschuß; zum Glück sind die ersten 3 km neutralisiert, obwohl man davon - wie üblich - weiter hinten im Feld nicht besonders viel mitbekommen hat. Es ist einfach verdammt eng, wenn fast 300 Leute Radrennen fahren wollen. So gut es geht, versuche ich mich am linken Rand nach vorne zu mogeln, ohne allzu viele Körner gleich in der Anfangsphase zu lassen. Als dann plötzlich die Straße breiter wird und das Tempo des Feldes ziemlich stark abfällt (dank des ersten kleineren Hügels), nutze ich die Gelegenheit und fahre nach vorne, so ungefähr an die 10 Position des Feldes. Hier fühle ich mich schon deutlich wohler. Hier bin ich von Leuten umgeben, die durchaus etwas Erfahrung mitbringen, wie man sich in einem großen Feld verhält. Dann geht es über meist ziemlich breite Straßen in Richtung der ersten Bergwertung. Das Tempo im Feld variiert zwischen fast 50 km/h und nur etwas über 30 km/h, so daß man auch immer wieder mal die Beine etwas hochnehmen kann. Vorne sind mitterweile ein paar Fahrer dem Feld enteilt, was aber im Feld nicht zu größerer Unruhe führt. Ich versuche mich weiterhin unter den ersten 30 Fahrern des Feldes aufzuhalten, in erster Linie mit dem Ziel, der Sturzgefahr zu entgehen. Kurz bevor es das erste mal zur Bergwertung geht, entdecke ich ein paar meiner Teamkollegen, offensichtlich alle mehr oder weniger gut dabei. In den ersten Berg fahre ich an ca. 20. Position hinein, nach der Hälfte strecke ich zm ersten Mal die Nase in den Wind, und plötzlich kommt &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ER&lt;/span&gt; an mir vorbeigefahren, Fabian Cancellara, diesjähriger Paris-Roubaix Gewinner und Star dieses Feldes. Natürlich klemme ich mich an sein Hinterrad, diesen Logenplatz laß ich mir doch nicht entgehen und gebe ihn bis zur Bergwertung auch nicht mehr wieder her und fahre als Zweiter des Feldes über die Bergwertung. Was folgt ist eine lange Abfahrt, durchsetzt mit kurzen fiesen Gegensteigungen. Danach geht es wieder falch zurück in Richtung Ziel; an der 1 km Marke hab ich Herbert Watterott im Ohr ("der rote Teufelslappen"), kurz danach geht es zweimal ziemlich scharf nach rechts, bevor wir zum ersten Mal die 500 m lange Zielgerade passieren. Rund 42 min hatten wir für die ersten 28km benötigt. "Und jetzt die ganze Hatz noch mal", geht es mir durch den Kopf. Mittlerweile fordert auch das schwül-warme Wetter seinen Tribut, meine Trinkflasche ist nach nur einer Runde schon fast leer, klassische Fehleinschätzung meinerseits, ich war mir sicher gewesen, daß eine Flasche reichen würde für nicht einmal 1h 30min Radrennen. Mittlerweile taucht von meinen Kollegen nur noch Sebastian von Zeit zu Zeit vor, hinter oder neben mir auf. Das sieht nicht gut aus für die Teamwertung. Die Ausreißer, die bei der ersten Zielpassage noch mit 50s Vorsprung dem vorbeijagenden Feld angesagt wurden, werden an der ersten kürzeren Steigung gestellt. Danach geht es weiter über die nun zum Glück bekannte Strecke, immer wieder rollen kleine Gruppen von 2-6 Fahrern ein paar Meter vom Feld weg. Einmal sind auch Sebastian und ich mit dabei, aber Sinn machen solche Aktionen eigentlich nicht. Kurz, bevor es wieder zur Bergwertung geht, nutze ich den Windschatten eines nach vorne eilenden Fahrers, um mich ebenfalls wieder an der Spitze des Feldes einzusortieren. Dieses Mal nehme ich den Anstieg in ca. 10. Position in Angriff, aus dem Augenwinkel sehe ich wieder Fabian Cancellara, dies mal  nicht direkt neben mir, sondern auf der anderen Straßenseite, als plötzlich Sebastian angeschossen kommt wie anno 2003 Manuel Beltran am Fuße von Alpe d'Huez. Ich denke nur, spinnt der und fahre mit. Urplötzlich sind wir alleine an der Spitze des Feldes, nur noch Fabian Cancellara und zwei, drei weitere Fahrer mit dabei. Dieses Mal lasse ich es mir nicht nehmen mehr oder weniger neben dem Paris-Roubaix Sieger über die Bergwertung zu fahren. Leider nimmt er unmittelbar nachdem Berg die Beine hoch, so daß keine Möglichkeit besteht, mit den verbleibenden drei oder vier Fahrern zu zwei leicht abgesetzten Fahrern aufzuschließen und eventuell dem Feld zu entkommen. Wir probieren es zwar, aber schon wenigen hundert Meter später sehe ich das Feld beim Blick nach hinten nur ca. 50 m hinter uns. Zu allem Überfluß bekomme ich auch noch leichte Krämpfe, mit denen ich auf den letzten 10 km zu kämpfen haben sollte. Die letzten 10 km vergehen wie im Flug, bald ist wieder die "flamme rouge" erreicht, in der letzten Rechtskurve halte ich mich innen, um nicht von eventuell stürzenden Fahrern "abgeräumt" zu werden. Danach ist der Sprint eröffnet. Ein Massensprint, wie man ihn sonst nur im Fernsehen zu sehen bekommen. Obwohl ich kein Sprinter bin und von Waden- und Oberschenkelkrämpfen geplagt werde, schaffe ich es noch auf ca. 55 km/h zu bescheunigen und komme noch an Sebastian vorbei, der vor mir in die Zielgerade eingebogen war.&lt;br /&gt;Am Ende stehen ein 18. Platz, ein Schnitt von 40,6 km/h und eine Menge schöner Erlebnisse zu Buche. Gerne wäre ich unter die ersten zehn gekommen, aber ich möchte jetzt nicht behaupten, daß ich das ohne die Krämpfe geschafft hätte. Vielleicht hätte ich auch nicht jedesmal in vorderster Front die Bergwertung erklimmen sollen, aber für den Logenplatz, den ich dabei hatte, hat sich's auf jeden Fall gelohnt. Unser dritter Mann für die Teamwertung kommt leider in der dritten Gruppe ins Ziel, so daß in der Teamwertung letztendlich ein 7. Platz (bei 33 teilnehmenden Teams) für uns herausspringt.&lt;br /&gt;Dafür haben wir bei der Tombolateamwertung mit einer Schachtel Pralinen, einem gigantischen Hefezopf und einem Reisegutschein im Wert von 1000 Franken eindeutig den ersten Platz belegt ;-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://services.datasport.com/2006/velo/BernRund/volk/RANG010.HTM"&gt;Ergebnisliste "Super Race"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.berner-rundfahrt.ch/"&gt;Berner Rundfahrt&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-114574457170663213?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/114574457170663213/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=114574457170663213' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114574457170663213'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114574457170663213'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/04/logenplatz.html' title='Logenplatz'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-114529420639811712</id><published>2006-04-17T19:05:00.000+02:00</published><updated>2006-04-17T19:16:46.413+02:00</updated><title type='text'>Fabian Cancellara</title><content type='html'>Nächsten Samstag ist mein persönlicher Saisonauftakt in Form eines Jedermannrennens in Bern. Ein Blick auf die Startliste verrät, daß ich da in guter Gesellschaft sein werde:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/berner%20rundfahrt.1.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 399px; height: 42px;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/berner%20rundfahrt.0.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Dann woll'n wir doch mal schauen, ob der gute Fabian mehr kann als  über Pflastersteine zu hoppeln.... ;-)&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-114529420639811712?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/114529420639811712/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=114529420639811712' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114529420639811712'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114529420639811712'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/04/fabian-cancellara.html' title='Fabian Cancellara'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-114390064694571298</id><published>2006-04-01T15:45:00.000+02:00</published><updated>2006-04-09T19:18:47.793+02:00</updated><title type='text'>Endlich Frühling</title><content type='html'>Nach einem (zu) langen Winter mit vielen Stunden bei Minusgraden auf dem Rad ist endlich die Jahreszeit gekommen, in der die lästigen Überschuhe, Handschuhe, dicken Jacken und Winterhosen endlich wieder getrost eingemottet werden können und ihr Dasein irgendwo hinten im Kleiderschrank fristen, bis das nächste Mal die harte, manchmal aber auch schöne Zeit des Wintertrainings anbricht. Diesen Winter hab ich es endlich mal geschafft regelmäßig auch an der allgemeinen Fitness zu arbeiten (mein Gott waren das Muskelkater.... oder wie ein Kollege sehr treffend meinte: "Das kommt davon, wenn Radfahrer meinen Sport treiben zu müssen."), daneben stehen noch etliche Kilometer auf Langlaufskiern zu Buche (auch wenn das erste kleine "Saisonziel" mal einen 50er auf LL-Skiern zu laufen nicht erreicht wurde). Das Rollefahren wurde diesen Winter zu Gunsten eines verstärkten Straßentrainings im Vergleich zum Vorjahr doch deutlich vernachlässigt, dafür kann ich auf bis zu dreieinhalbstündige Ausfahrten bei Minusgraden mit Schnee am Straßenrand zurückblicken (ein dickes Dankeschön in diesem Zusammenhang an Matthias und Sebastian, die sich diesen Winter als nicht minder verrückt entpuppt haben, und immer bereit waren noch ein paar Extrakilometer zu fahren). Im Vergleich zum Vorjahr stehen rund 25% mehr Trainingskilometer und sogar rund 50% mehr Trainingsstunden auf der Uhr. Die Beine fühlen sich dementsprechend gut an. Großes Saisonziel ist wieder der Ötztaler Radmarathon, bei dem ich dieses Mal in Gesellschaft dreier Vereinskollegen antreten werde. Ziel ist es natürlich die Zeit vom Vorjahr mindestens zu bestätigen, und ja, ich mache es jetzt hiermit öffentlich, ich träume insgeheim von einer Zeit unter 8h 30min. Sollte die Vorbereitung weiterhin nach Plan verlaufen, halte ich das für nicht unrealistisch. Daneben stehen der GP Schwarzwald und der Arberradmarathon als weitere Marathons  (ok, der GP Schwarzwald ist strenggenommen dann kein Marathon, da ich dort nur die 180km-Runde fahren werde), sowie einige Jedermannrennen und die vereinsinterne Rennserie auf dem Plan. Erster Saisonstart ist die Berner Rundfahrt, ein Jedermannrennen über 56km, am 22. April. Mal sehen, wie's  läuft. Hinten rumeiern will ich da jedenfalls nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Saison wird gut. Ich habe Großes vor.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-114390064694571298?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/114390064694571298/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=114390064694571298' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114390064694571298'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/114390064694571298'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2006/04/endlich-frhling.html' title='Endlich Frühling'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-113227169520621854</id><published>2005-11-18T00:46:00.000+01:00</published><updated>2005-11-18T00:54:55.206+01:00</updated><title type='text'>Wintertraining</title><content type='html'>sich warm anziehen&lt;br /&gt;kalte Luft atmen&lt;br /&gt;sich an der Einsamkeit erfreuen&lt;br /&gt;gleichmäßiges Dahinrollen&lt;br /&gt;den Stumpfsinn genießen&lt;br /&gt;Leidensgenossen treffen&lt;br /&gt;kalte Füße bekommen&lt;br /&gt;durch den Nebel kämpfen&lt;br /&gt;vereiste Bremsgriffe&lt;br /&gt;eingefrorene Trinkflaschen&lt;br /&gt;sich hart fühlen&lt;br /&gt;Kuchen essen&lt;br /&gt;heiß duschen&lt;br /&gt;gut fühlen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-113227169520621854?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/113227169520621854/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=113227169520621854' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/113227169520621854'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/113227169520621854'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2005/11/wintertraining.html' title='Wintertraining'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-112626733839231639</id><published>2005-09-09T14:01:00.000+02:00</published><updated>2005-09-09T17:58:03.450+02:00</updated><title type='text'>Pforzheim - Basel: Eine Nord-Süd-Durchquerung des Schwarzwalds in zwei Tagen</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Diese Woche Montag kam mir ganz spontan die Idee mit dem Fahrrad eine zweitägige Durchquerung des Schwarzwaldes in Nord-Süd-Richtung zu unternehmen. Der Wetterbericht war günstig, außerdem sollte es meine letzte freie Woche sein, bevor wieder universitäre Verpflichtungen mich in Beschlag nehmen würden. Die Planung ging schnell: als Streckenvorlage diente die Tour "Pforzheim-Basel" aus dem Buch "Jan Ullrich: Meine Lieblingsradtouren im Schwarzwald". 309km mit 4426 Höhenmetern sollte die Tour laut Streckeninfo umfassen. 309km, da bot sich an, die Tour auf zwei Tage zu verteilen; St. Georgen nach 144km laut Streckenplan wählte ich als Etappenziel für den ersten Tag. Die Planung sah dann vor, Mittwoch am frühen Vormittag einen Zug von Freiburg nach Pforzheim zu nehmen, in St. Georgen zu übernachten und am Donnerstag wieder mit dem Zug von Basel nach Freiburg heimzufahren. Schnell war eine Zugverbindung mach Pforzheim gefunden, die Fahrkarte fast ebenso schnell gekauft.&lt;/span&gt;    &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Am Dienstagabend wurde dann ein kleiner Rucksack mit Zivilbekleidung sowie dem nötigsten an Verpflegung und Kartenmaterial gepackt. Ich war sehr gespannt, wie ich mit dem Rucksack klarkommen würde, es sollte schließlich meine erste Tour mit Rucksack werden. Obwohl ich mich wirklich auf das Allernötigste beschränkt hatte, war der Rucksack doch erstaunlich schwer. Nach einem ausgiebigen Frühstück schwang ich mich auf mein Rennrad, um zum Bahnhof zu fahren, da fiel mir auf, was ich eigentlich vor der nächsten Fahrt mit diesem Rad unbedingt hatte machen wollen: die Kurbel knarzte nahezu unerträglich, nicht umsonst hatte mir der Mechaniker, der die Kurbel zwei Wochen vorher montiert hatte, gesagt, ich solle die Kurbel nach rund 200km nochmals nachziehen. Dazu war jetzt leider keine Zeit mehr, ich mußte ja meinen Zug erwischen. Das konnte ja heiter werden mit dem Geknarze!&lt;/span&gt;    &lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Zugfahrt verlief eher langweilig, Regionalzüge sind etwas fruchtbares, aber in den Fernverkehrszügen sind der Fahrradmitnahme ja so große Hürden in den Weg gestellt, daß spontane Aktionen nahezu unmöglich sind. Von den Preisen mal ganz zu schweigen. Das Thema "Fahrradmitnahme in Zügen der Deutschen Bahn" wäre eigentlich mal einen eigenen Kommentar wert, soll aber nicht zum Gegenstand dieses Berichts werden. Um halb elf war ich schließlich in Pforzheim angekommen. Los ging es durch das Würmtal in Richtung Tiefenbronn, wo ich es zum ersten Mal schaffte, mich zu verfahren, was zur Folge hatte, daß ich in Bad Liebenzell bereits rund zehn Kilometer mehr auf dem Tacho stehen hatte als die Kilometerangaben der Streckenkarte vorhergesagt hatten. Na toll, wenn das so weiterging.... Weiter ging's allerdings erstmal durchs Nagold-Tal Richtung Hirsau und von hier einen sechs Kilometer langen Anstieg hinauf nach Oberreichenbach. Irgendwie schien das heute nicht mein Tag zu sein, ich verfluchte alles: das Geknarze meiner Kurbel, den Rucksack, der bereits nach zwanzig Kilometern angefangen hatte mir Rückenschmerzen zu bereiten, die Steigung sowieso und zu warm war es mir obendrein auch noch. Am liebsten hätte ich mich einfach in den Straßengraben kippen lassen, um dort eine Runde zu schlafen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Aber ich mußte ja weiter, ich hatte ja gerade einmal rund 35 Kilometer von knapp 150 zu fahrenden absolviert. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Hinter Agenbach führte mich die Strecke dann auf die B294, die erstaunlich wenig Verkehr, dafür aber guten Asphalt zu bieten hatte. So langsam hatte ich mich gefangen, obwohl die Straße die Art von Steigung aufwies, die Radfahrer überhaupt nicht leiden können: konstant so 2-4 % Steigung, die man allerdings nur wahrnimmt, weil der Tacho trotz großer Anstrengungen nicht mehr als 20-24&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; km/h anzeigen will.&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Auf%20der%20B294%20%281%293.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Auf%20der%20B294%20%281%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Auf%20der%20B294%283%294.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Auf%20der%20B294%283%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Bei Besenfeld verließ ich die Bundestraße, um wieder ins Nagoldtal abzuzweigen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Auf einem kleinen Sträßchen folgte eine kurze Abfahrt, die mir zum ersten Mal "Schwarzwaldfeeling" &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;vermittelte; diese kleinen Seitens&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;traßen waren es, auf die ich mich gefreut hatte, da sie in aller Regel sehr verkehrsarm sind und oftmals schlicht und einfach als "malerisch" zu bezeichnen sind.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Zwischen%20Besenfeld%20und%20Erzgrube%20%281%291.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Zwischen%20Besenfeld%20und%20Erzgrube%20%281%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Bei%20Igelsberg%20%281%291.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Bei%20Igelsberg%20%281%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Über ein Örtchen namens Igelsbach ging es zurück auf die B294 und weiter nach Freudenstadt. Ab Freudenstadt sollte laut Profil eine rund zwanzig Kilometer lange Abfahrt folgen; es ging zwar auf den folgenden rund 25 Kilometern bis Schiltach nicht nur bergab, aber immerhin rollte es doch wesentlich besser als zuvor auf der Bundesstraße. Mittlerweile fühlte ich mich wieder besser, das Geknarze meiner Kurbel nahm ich nur noch wahr, wenn ich darauf achtete. Was so ein Stück Himbeerkuchen und eine Cola, die ich bei einem Stop in einem freudenstädter Café zu mir genommen hatte, doch alles bewirken können....&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Im%20Kinzigtal1.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Im%20Kinzigtal.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Vor%20Schiltach%20%282%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Vor%20Schiltach%20%282%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Schenkenzell%20%281%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Schenkenzell%20%281%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nach rund 130km erreichte ich Schiltach, ein mir bis dahin komplett unbekanntes Städtchen, das sich dadurch auszeichnet, daß die "Innenstadt" fast komplett aus Fachwerkhäusern besteht.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Schiltach%20%281%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Schiltach%20%281%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Schiltach%20%282%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Schiltach%20%282%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ab hier begann die Straße wieder leicht zu steigen, schließlich befand ich mir hier nur noch auf rund 350m ü.NN. und mein Tagesziel St. Georgen liegt auf rund 900m ü.NN. Bis Schramberg war die Steigung noch mäßig, danach folgte ein ca. 5 Kilometer langer Anstieg hinauf nach Hardt, der in der Tat ziemlich hart war. Mittlerweile war es richtig warm geworden, und der Schweiß rann mir nur so herunter.&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Blick%20auf%20Schramberg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Blick%20auf%20Schramberg.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Über eine weiterhin leicht ansteigende Straße ging es dann weiter Richtung St. Georgen, und nach insgesamt 155km und knapp 2200 Höhenmetern war mein Tagesziel erreicht. Ich fand ein nettes kleines Hotel Garni, in dem ich die Nacht verbringen konnte. St. Georgen selbst ist leider kein allzu sehenswertes Städtchen, so verbrachte ich den restlichen Abend abgesehen von einem kurzen Besuch bei einem Italiener zwecks Nahrungsaufnahme vor dem Fernseher. Immerhin hatte ich ja &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;auch noch knapp 170km vor mir, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;bis Basel,&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; das Ziel meiner Tour erreicht war. Das Profil des nächsten Tages versprach jedoch etwas einfacher zu werden; was Wunder, schließlich ging es ja netto von 900m auf 350m hinab.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen erfuhr ich von meiner Hotelwirtin, daß die B500 zwischen Neueck und Thurner gesperrt sei. Da dieser Abschnitt auf der B500 Teil meiner Tour sein sollte, mußte ich also umdisponieren. Ich entschied mich ab Furtwangen statt über die B500 durch das Linachtal und über Hammereisenbach nach Neustadt zu fahren. Das würde mir sogar ein paar Höhenmeter ersparen, so meine Überlegungen, außerdem kannte ich Strecke über die B500 zur Genüge. Nach einem letzten Blick zurück auf St. Georgen, ging es also zunächst einmal nach Furtwangen.&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/St%20Georgen.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/St%20Georgen.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In Furtwangen bog ich dann in das Linachtal ab, wo ich um diese Uhrzeit nahezu komplett allein war, auf den folgenden rund 10km begegneten mir gerademal zwei Autos und vier Radfahrer. Wenn man doch nur immer so viel Ruhe hätte beim Radfahren!&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Im%20Linachtal%20%281%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Im%20Linachtal%20%281%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Im%20Linachtal%20%282%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Im%20Linachtal%20%282%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Vorbei ging es an der Linachtalsperre, einer Talsperre aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, die nicht mehr in Betrieb ist. Ihrerzeit wohl das erste Bauwerk in einer neuartigen "Schalenbetonkonstruktion", wie ich einer Tafel entnehmen konnte. Ein imposantes Bauwerk jedenfalls.&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Linachtalsperre.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Linachtalsperre.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Über Hammereisenbach und&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; Eisenbach erreichte ich schließlich Neustadt. Weiter ging es am Titisee vorbei Richtung Bärental, wo ich zwischendurch noch einen Blick auf das Feldbergmassiv erhaschen konnte.&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Titisee%20%281%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Titisee%20%281%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Seebuck%20und%20Feldberg.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Seebuck%20und%20Feldberg.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Von Bärental aus führte mich mein Weg weiter in Richtung Schluchsee. Der Schluchsee&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; ist Teil eines ausgedehnten Systems von Stauseen im Südschwarzwald, welches der Stromerzeugung aus Wasserkraft dient und im Sommer eine willkommene Abkühlung für unzählige wasserbegeisterte Menschen (zu denen ich nicht gehöre).&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Schluchsee%20%282%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Schluchsee%20%282%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nun ging es zum höchsten Punkt der gesamten Tour; nach etwa 75km war das Äulemer Kreuz auf 1150m erreicht.&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/%3F%3Fulemer%20Kreuz%20%281%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/%3F%3Fulemer%20Kreuz%20%281%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/%3F%3Fulemer%20Kreuz%20%282%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/%3F%3Fulemer%20Kreuz%20%282%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Von hier aus &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;ging es erst einmal nur noch mehr oder weniger bergab, jedenfalls waren zunächst einmal keine Steigungen mehr zu erwarten. Nach zehn Kilometern Abfahrt (ok, ich mußte schon ein bißchen in die Pedale treten, nur rollen lassen war nicht drin) erreichte ich St. Blasien mit dem bekannten Dom. Man ist durchaus erstaunt, ein solch imposantes Bauwerk hier mitten im Schwarzwald zu Gesicht zu bekommen. Leider versperrte mir ein LKW den freien Blick auf den Dom.&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Dom%20St%20Blasien%20%281%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Dom%20St%20Blasien%20%281%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Dom%20St%20Blasien%20%282%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Dom%20St%20Blasien%20%282%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Im Schatten des Doms (naja, nicht wirklich im Schatten, dafür saß ich zu weit entfernt) machte ich eine kurze Mittagspause. Lange hielt ich es in der Sonne jedoch nicht aus, da war es auf dem Fahrrad mit etwas kühlendem Fahrtwind doch deutlich angenehmer. Außerdem hatte ich mich schon den ganzen Tag auf den nun folgenden Streckenabschnitt gefreut: die Abfahrt durch das wirklich außerordentlich schöne Albtal. Ich war im Frühsommer auf einer Tour das Albtal in der anderen Richtung schon einmal gefahren, und hatte es als sehr beeindruckend in Erinnerung.&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Im%20Albtal%20%281%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Im%20Albtal%20%281%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Im%20Albtal%20%282%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Im%20Albtal%20%282%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Im%20Albtal%20%284%29.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Im%20Albtal%20%284%29.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Leider war auch diese Abfahrt viel zu schnell vorbei, und es ging über die Alb hinweg in Richtung Görwihl wieder bergauf. Mittlerweile war es richtig heiß geworden, und auch die zurückgelegten 100 Kilometer zeigten so langsam ihre Wirkung. Dennoch galt es die letzten rund 70 Kilometer noch über die Bühne zu bringen. Zwischen Görwihl und Rickenbach folgte ein ekliges Auf und Ab, immer zwischen 700 und 800m. Immer wenn es ein bißchen bergab ging, hoffte ich auf eine längere Abfahrt, aber nein, nach jeder Linkskurve folgte der nächste Gegenanstieg. Schließlich waren Rickenbach und die ersehnte lange Abfahrt nach Wehr erreicht.&lt;/span&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Zwischen%20Rickenbach%20und%20Wehr.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Zwischen%20Rickenbach%20und%20Wehr.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Wenn ich allerdings gewußt hätte, wieviel wärmer es dort unten ist, wäre ich gern noch ein bißchen länger auf 800m Höhe geblieben, zumal es mit dem Auf und Ab nicht besser wurde. Über Schopfheim und Maulburg ging es nach Grenzach-Wyhlen. Die letzten 15 Kilometer nach Basel absolvierte ich dann im Stile eines Einzelzeitfahrens, um noch ein bißchen Zeit zu haben, mich mit einem Freund, der in Basel am Friedrich-Miescher-Institut (FMI) arbeitet, zu treffen. Nach 168 Kilometern und 1840 Höhenmetern war Basel erreicht, und ich genoß eine schöne kalte Cola auf der Dachterasse des FMIs (ich muß ganz schön albern ausgesehen haben, als ich in meinen Radklamotten durch die Labortrakte gelaufen bin).&lt;br /&gt;Nach 323 Kilometern, 4000 Höhenmetern und 13,5 Stunden im Sattel setzte ich mich in den Zug Richtung Freiburg und trat die (in meinen Augen wohlverdiente) Heimreise an.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-112626733839231639?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/112626733839231639/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=112626733839231639' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/112626733839231639'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/112626733839231639'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2005/09/pforzheim-basel-eine-nord-sd.html' title='Pforzheim - Basel: Eine Nord-Süd-Durchquerung des Schwarzwalds in zwei Tagen'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-112591964904761734</id><published>2005-09-05T12:13:00.000+02:00</published><updated>2005-09-05T18:07:25.516+02:00</updated><title type='text'>Mein Ötztaler Radmarathon</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-size:100%;" &gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/k%3F%3Fhtai2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/320/k%3F%3Fhtai2.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Prolog:&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Der Ötztaler Radmarathon: Traum oder Alptraum für viele Rennradfahrer. 238km mit 5500 Höhenmetern, laut Veranstalter "der wohl härteste Alpenmarathon". Eine Fahrt über vier Alpenpässe, die unterscheidlicher kaum sein könnten: zuerst der unrhythmische Kühtaisattel, bei dem sich Rampen bis zu 16% mit nahezu flachen Abschnitten abwechseln, dann der Brennerpaß, der größtenteils so flach ist, daß man ihn am besten in einer Gruppe absolviert, und nur am Ende eine größere Steigung aufweist, als dritter Paß der Jaufenpaß, der eine unheimlich gleichmäßige Steigung besitzt und zu guter letzt das Timmelsjoch, das man getrost zu den härtesten Anstiegen im Alpenraum zählen kann: fast 30km, knapp 1800 Höhenmeter, Rampen bis 14% auch und gerade auf den letzten Kilometern, Paßhöhe auf 2509m ü.NN. Diese vier Alpenpässe gilt es einmal im Jahr in Gesellschaft von 3500 anderen Rennradfahrern zu bewältigen. Die schnellsten absolvieren diese Runde in nahezu unglaublichen 7 Stunden (oder sogar knapp unter 7 Stunden), die langsamsten brauchen nahezu doppelt so lange.&lt;br /&gt;In diesem Jahr war es dann soweit: auch ich wollte meine Premiere beim "Ötzi" geben. So stand ich dann am 28.08.2005 um 6 Uhr morgens gemeinsam &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;mit &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;dreieinhalbtausend anderen Rennradlern am Start in Sölden. Hinter mir lagen knapp 8000 Trainingskilometer gespickt mit rund 55000 Höhenmetern. Vorgenommen hatte ich mir eine Zeit zwischen 10 und 11 Stunden, wenn alles gut läuft, könnte eine Zeit unter 10 Stunden möglich sein, so dachte ich noch am Start.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Die Fahrt über vier Alpenpässe:&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Der Morgen empfängt uns mit kühlem, nassen Wetter, aber nicht so kalt, daß Ärmlinge, Knielinge und eine Windjacke nicht gereicht hätten, auch wenn die ersten Meter aus der Pension heraus furchtbar kalt sind. So rolle ich gegen 5.50 Uhr langsam in Richtung Startaufstellung und stehe dann doch ziemlich weit vorne, ca. 250m vom Startbogen entfernt. Punkt 6.35 Uhr höre ich den Startschuß fallen, bis ich über die Startlinie rolle, vergehen nochmals rund 5min, so daß ich 6.40 Uhr in meinem Kopf als meine Startzeit notiere.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;   &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Die Abfahrt nach Oetz gehe ich ruhig an, halte mich möglichst aus allen Scharmützeln heraus, und wider Erwarten verläuft die Abfahrt gänzlich problemlos, die einzige brenzlige Situation entsteht beim Einbiegen in den Kühtaianstieg, wo alle etwas über die plötzliche Rechtskurve überrascht sind, und ich meinem Vordermann fast hinten auffahre. Jetzt geht’s also los, 18km Anstieg, Rampen bis 16%, aber auch flachere Passagen. Das Wetter scheint sich etwas zu bessern, die Straße ist an manchen Stellen schon etwas abgetrocknet, ich meine stellenweise etwas blauen Himmel erahnen zu können, immerhin war uns ja eine Wetterbesserung für den Tagesverlauf noch am Start versprochen worden. Ich gehe den Anstieg verhalten an, orientiere mich an meiner Pulsuhr: nicht über 160 ist die Devise, was mir bis auf ein paar Steilpassagen auch gut gelingt. Das erste Flachstück wird genutzt, um die Windjacke auszuziehen, bloß nicht unnötig Zeit verlieren. Der Anstieg verläuft insgesamt eher unspektakulär, ich fühle mich gut. Ca. 2km unterhalb des Gipfels fängt es leicht an zu regnen, was mich aber nicht weiter stört. Oben werden wir von begeisterten Zuschauer empfangen; es ist schon extrem beeindruckend, wie viele Zuschauer sich an die Strecke verlieren und wirklich jeden Fahrer anfeuern. Oben laß ich mir nur kurz die Trinkflasche füllen, ziehe die Jacke wieder an und stürze mich in die Abfahrt. Was folgt ist die schnellste Abfahrt, die ich kenne: 95km/h Höchstgeschwindigkeit, irgendwann denke ich mir, „ui, jetzt ist’s aber wieder langsam“, schaue auf den Tacho: 66km/h!! Aufgrund der nassen Straße sind meine Socken bald komplett durchnäßt, und meine Füße werden eiskalt. Abgesehen davon fühle ich mich gut, auch der Regen und die Kälte machen mir erstaunlich wenig aus. Vor kalten und nassen Abfahrten hatte ich mich im Vorhinein gefürchtet, aber heute macht mir das gar nichts aus.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Kurz vor Kematen treffe ich auf zwei Italiener, die ein schönes Tempo vorlegen, bald sehe ich auch warum: ca. 200m vor uns liegt eine große Gruppe von etwa 30 Fahrern; eine solche Gruppe kann den Brenner hinauf Gold wert sein, wenn sie gut läuft. Das war genau die Situation, auf die ich in meinen Vorüberlegungen spekuliert hatte. Also, nichts wie hinten rangeklemmt bei den beiden Italienern, es gesellt sich noch ein vierter Fahrer zu uns; zu viert machen wir uns dann auf die Verfolgung der Gruppe. Komischerweise nehmen mich die Italiener nicht in die Führung, sondern lösen sich vorne zu zweit ab. Gut, von mir aus, lieg ich halt hinten drauf, mir soll’s recht sein. Kurz vor Beginn des Brenneranstiegs haben wir die Gruppe erreicht, und schon geht es nach rechts weg, die Zeitnahmematte kündigt den Beginn des Anstiegs an. Mittlerweile regnet es etwas stärker, auf der Straße steht das Wasser, trotzdem ziehe ich die Jacke aus, noch schnell nach vorne gesprintet als die Gruppe in zwei Teile zu zerfallen droht, dann geht es in gleichmäßig hohem Tempo den nicht allzu steilen Anstieg zum Brenner hinauf. Die Gruppe rollt phantastisch, hat genau das richtige Tempo für mich, schnell genug, um wenig Zeit zu verlieren, langsam genug, um nicht zu überziehen. Der Puls bewegt sich immer bei Werten zwischen 140 und 150. Perfekt. Leider fängt meine Blase aufgrund der Kälte gewaltig an zu drücken. Wenn ich jetzt absteige, ist die Gruppe weg, also: weiterfahren, sind ja nur noch rund 25km bis zum Brenner. Das letzte Stück zur Paßhöhe wird nochmals steil, die Gruppe zerfällt, ich halte mich zurück, versuche auch weiterhin den Puls nicht in zu große Höhen zu treiben. Oben dann die ersehnte Labe, ich suche mir erst einmal eine Ecke, um pinkeln zu können. Ich wusste gar nicht, dass soviel Urin in meine Blase passen kann, ich stehe bestimmt zwei Minuten da und bin nur am pinkeln. Noch kurz die Flaschen aufgefüllt, den Müll der bisher verdrückten Riegel ordnungsgemäß entsorgt (es ist eine furchtbare Unsitte bei solchen Veranstaltungen in Profimanier einfach seinen Müll in die Landschaft zu pfeffern, aber es ist ja so uncool den Müll wieder in die Trikottasche zu stecken und an einer Labe zu entsorgen), ein Gel reingewürgt (bäh, schmeckt immer wieder eklig, aber hilft) und ab geht’s in die Abfahrt nach Sterzing. Leider ist meine Gruppe mittlerweile in ihre Bestandteile zerfallen, so daß ich die Abfahrt erst mal alleine in Angriff nehme.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Die Abfahrt ist eklig, breite Straße, kein großes Gefälle, immerhin ist die Straße mittlerweile trocken. Ich werde von drei Fahrern eingeholt, die ich aber nach einigen (mehr oder weniger kraftraubenden) Versuchen im Windschatten zu bleiben fahren lasse. Ich lasse mich dann von drei weiteren Fahrern einholen, in schönen Ablösungen fahren wir bis zum Fuß des Jaufenpasses. Hier zeigt sich dann, daß ich wohl doch eher zum Kletterer denn zum Rouleur geboren bin: meine drei Begleiter lasse ich gleich stehen, dann kommt mir ein Fahrer nach dem anderen aus meiner Gruppe von den Brennerauffahrt entgegen. Wie ich in einem kurzen Gespräch mit einem Österreicher, der ebenfalls in meiner Brennergruppe gewesen ist, erfahre, hatte er oben am Brenner Bekannte stehen, die ihn verpflegt haben. Da war er wohl nicht der einzige! Egal, weiter geht’s mit meiner „Aufholjagd“. Mein Puls hat sich bei Werten zwischen 150 und 160 eingependelt, die Geschwindigkeit so bei 12-14km/h. Ich fühle mich richtig wohl; daß ich eigentlich nur überhole und fast nicht überholt werde, gibt mir zusätzliche Moral. Mit dieser Moral ist es aber ganz plötzlich vorbei, als ich über die Baumgrenze komme und sich noch mindestens vier Kehren mit geschätzten 200 Höhenmetern vor mir aufbauen, der Tritt wird eckig, das gute Gefühl ist plötzlich weg. Leute, die ich eigentlich schon überholt hatte, fahren wieder an mir vorbei. Zu allem Überfluß macht sich auch noch so ein komisches Gefühl in der Magengegend breit: Hunger! Das kann doch gar nicht sein, denke ich, ich hab doch genug gegessen. Komm, noch über den Paß drüber, dann kommt eine Labe, versuche ich mich zu motivieren. Zum ersten Mal bin ich froh, daß ich zu meiner Kompaktkurbel mit 33er Kettenblatt auch noch ein 29er Ritzel montiert habe. Mit dieser kleinsten Übersetzung stampfe ich mehr zum Gipfel, denn daß ich einen flüssigen Tritt hätte. Egal, irgendwann ist auch der Jaufenpaßgipfel erreicht. Jacke an, und ab in die Abfahrt. Nach ca. 2km Abfahrt kommt die ersehnte Labe, ich greife mir ein Brot mit Frischkäse (was ein Genuß bei all dem süßen Zeug den ganzen Tag) und ein Stück Schokoladenkuchen (boah, war der lecker!!). Mit vollem Mund nuschle ich irgendetwas, was „Eistee“ heißen sollte, jedenfalls werde ich verstanden und bekomme meine Trinkflasche mit eben jenem Eistee gefüllt. Noch eine Banane zum Abschluß, die ich allerdings dann schon wieder im Fahren verzehre. Solchermaßen gestärkt stürze ich mich in die geilste Abfahrt, die ich kenne: schnelle Geraden, flüssige S-Kurvenkombinationen, enge Spitzkehren, und das ganze auf komplett gesperrter Strecke (großes Lob an die Veranstalter, an jeder kritischen Stelle stand ein Carabinieri)! Hier kann man als guter Abfahrer richtig Zeit gutmachen. Wie schon bergauf bin ich fast nur damit beschäftigt Leute zu überholen. Nach 24 Minuten (inklusive Stop an der Labe) ist der Spaß allerdings zu Ende, und der Scharfrichter des Ötztaler Radmarathons, das Timmelsjoch steht bereit.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Direkt aus der Abfahrt des Jaufenpasses geht es in das Timmelsjoch hinein. Mittlerweile ist es sogar fast so etwas wie warm, also wieder die Jacke aus, Ärmlinge nach unten gerollt und auf in den Kampf. Dieser Kampf entpuppt sich für mich auf den ersten Kilometern allerdings eher als Krampf, an den ersten steilen Rampen ist er wieder da: der eckige Tritt, den ich auch schon auf den letzten Kilometern zum Jaufen hatte. Das kann ja heiter werden. Zum ersten Mal werde ich am Berg von wirklich vielen Leuten überholt, ohne daß ich meinerseits welche überholt hätte. Unter den Überholenden ist sogar ein Einbeiniger, der sein Rad nur mit der Kraft des einen verbliebenen Beins die erbarmungslosen Rampen hinauftreibt. Meine allertiefste Verbeugung und größte Hochachtung vor solch einer Leistung! Endlich wird der Anstieg etwas flacher, ich unterhalte mich kurz mit einem meiner Mitstreiter. Wir kommen auf das Thema „Zielzeit“ zu sprechen. Ich erzähle, daß ich gerne unter 10 Stunden fahren würde und ganz optimistisch sei, es zu schaffen. Die Antwort, die ich bekomme, ist, daß 10 Stunden gar kein Problem darstellen würden, es würde im Moment sogar eher in Richtung unter 9 Stunden gehen. Ich witzele noch, daß ich ihn dann fahren lassen würde, wenn er seinen Angriff auf die 9 Stunden startet, kurze Zeit später bin allerdings ich es, der unsere Zweisamkeit beendet. Die Aussicht auf eine Zeit unter 9 Stunden und die nachlassende Steigung setzen ungeahnte Kräfte in mir frei. Der Tritt wird wieder runder, ich schalte zwei Gänge größer und plötzlich kommen mir all jene entgegen, die ich am Beginn des Timmelsjochanstiegs hatte ziehen lassen müssen. An der vorletzten Labe gibt es dann die erste Cola, ich würge mir noch ein (koffeiniertes) Gel rein, ein letztes Mal lasse ich mir meine Flasche mit Eistee füllen und dann geht’s auch schon weiter, jetzt habe ich keine Zeit mehr zu verlieren. Kurz hinter Labe steht dann ein Schild: noch 11,4km bis zum Gipfel. Ich beginne zu rechnen, wie lange brauch ich noch bis oben, wie viel Zeit hab ich dann für die Abfahrt, ich schätze, daß ich für die Abfahrt zwischen 35 und 40 Minuten brauchen werde. Das wird knapp! Also weiter, nicht nachlassen, es geht um die 9 Stunden! Der Puls ist mir mittlerweile egal, höher als 165 geht er eh nicht mehr. Dann ist auch die Baumgrenze erreicht und vor mir türmt sich ein Steilhang auf, der einen Blick bis zur (erahnten) Paßhöhe zuläßt. Ich weiß nicht, ob dieser Anblick mich motiviert oder frustriert, einerseits ist es nicht mehr weit, andererseits wird es jetzt wieder steiler, sehr steil. Ich halte noch mal kurz an, um Wasser zu lassen. Warum dauert das nur so lange?! Ich will doch weiter! Nach einer Ewigkeit steige ich wieder aufs Rad, jetzt wird’s steil. Also, das letzte Gel reingedrückt mit einem großen Schluck Eistee nachgespült, jetzt bloß keinen Hungerast mehr riskieren. Längst habe ich wieder 33/29 gekettet, rund ist der Tritt trotzdem nicht mehr. Die Geschwindigkeit pendelt zwischen 8 und 10 km/h, meine Beine schmerzen, der Rücken sowieso. Ich wechsle zwischen sitzendem Fahren und Wiegetritt, um wenigstens hin und wieder den Rücken zu entspannen und in den Beinen auch mal ein paar andere Muskeln arbeiten zu lassen. Um mich herum sind alle am kämpfen, und wenn ich die Trittfrequenzen der anderen so betrachte, bin ich mehr als froh über meine 33/29er Übersetzung. Hätte ich einen noch kleineren Gang an Bord gehabt, ich hätte ihn auch noch benutzt. Dann, knapp 7km unterhalb des Gipfels die letzte Labestation: ich rufe nur „Cola, bitte!“ und lasse mir im Fahren einen Becher Cola reichen. Mit Mühe trinke ich ein paar Schlücke, so richtig geht das bei 12% Steigung und maximaler Anstrengung auch nicht mehr. Eine Flasche oder Dose wäre mir lieber gewesen, mit dem blöden Becher komme ich gar nicht klar. Also, weg damit! Was folgen sind die härtesten Kilometer, die ich je hinter mich zu bringen hatte. Hier kämpft jeder für sich allein, und abgesehen von den absoluten Spitzenfahrern, sind hier wahrscheinlich alle Teilnehmer nur noch am kämpfen und würgen. Im Vergleich zu den anderen komme ich aber immer noch recht gut voran. Nach ewigen Kilometern (die letzten 3km zum Timmelsjoch hätt’ ich echt nicht mehr gebraucht) ist der erlösende Tunnel endlich erreicht, es wird tatsächlich flacher. Leider wird es hinter dem Tunnel auch schlagartig kälter und furchtbar neblig. Aber sogar hier stehen noch ein paar Leute, um uns anzufeuern. Ich frage im Vorbeifahren, wie weit es noch sei, und bekomme „50 Meter!“ als Antwort. War die Paßhöhe doch tatsächlich nicht mal aus 50mEntfernung zu sehen, trotz aufgebauten „Red Bull“-Torbogens und ehemaligen Grenzhäuschens. Ein schneller Blick auf die Uhr: 15.00 Uhr. Nach meiner Rechnung bin ich um 6.40 Uhr über die Startlinie gefahren; ich habe also noch 40min für die 25km lange Abfahrt inklusive Gegensteigung. Dummerweise habe ich mit meiner Stoppuhr, die ich extra bei jedem Stopp habe weiterlaufen lassen, um eine Orientierung über meine Gesamtzeit zu haben, Zwischenzeiten gestoppt, so daß mir nur die jeweilige „Runden“zeit, aber nicht die Gesamtzeit angezeigt wird. Deshalb muß ich zu dieser Krücke mit der Uhrzeit greifen, die natürlich mit einer gewissen Ungenauigkeit versehen ist. 40min Zeit bei diesem Nebel, das würde knapp werden.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;Todesmutig stürze ich mich in den Nebel, zum Glück kannte ich die Abfahrt einigermaßen, da ich im Vorjahr das Timmelsjoch von dieser Seite aus erklommen hatte. Trotzdem verbremse ich mich in der ersten Kehre erst mal ganz gewaltig, das Wasser des Nebels auf den Felgenflanken hatte die Bremsen zunächst auch noch ziemlich wirkungslos sein lassen. Nach dieser Schrecksekunde lasse ich es etwas ruhiger angehen, versuche aber dennoch so zügig wie möglich runterzufahren. Vor mir taucht ein Motorrad aus dem Nebel auf, ich erinnere mich an die Geschichte von Jacques Anquetil, der bei einer Tour de France auf einer nebligen Pyrenäenabfahrt ein Begleitmotorrad als Positionslicht benutzt hat, um eine Spitzengruppe wieder einzuholen. Leider fährt das Motorrad in meinem Fall zu langsam, um mir dienen zu können. Ich überhole es und bin wieder auf mich allein gestellt. Vor mir tauchen immer wieder andere Fahrer auf, die sich noch langsamer und vorsichtiger bergab tasten. Die schöne lange Gerade, auf die ich mich so gefreut hatte, wurde zu einer vorsichtigen Schleicherei, immer mit der Befürchtung, es könnte ja doch noch eine Kehre auftauchen. Doch anstelle einer weiteren Kehre taucht diese vermaledeite Gegensteigung zur Mautstation auf. Hier spüre ich, daß ich am Timmelsjoch einfach mein Pulver verschossen habe, der Akku ist leer. Ich kämpfe und fluche mich durch den Nebel. Ein Mitstreiter überholt mich, fragt mich wie weit es noch sei, ich weiß es in diesem Moment auch nicht. Also frage ich ein paar Zuschauer, die hier am Streckenrand standen. „200m!“ wird mir zugerufen, „200m!“ rufe ich meinem mittlerweile enteilten Mitstreiter hinterher. Wehe, diese 200m würden nicht stimmen!! Zum Glück stimmen sie, und die erlösende Mautstation taucht aus dem langsam lichter werdenden Nebel auf. Noch ein Stück weiter unten, hat sich der Nebel ganz verzogen, die Straße neigt sich auch wieder in die richtige Richtung, in steilen, engen Kehren geht es auf den Abzweig nach Obergurgl zu. Ich kann wieder zu dem Fahrer vor mir aufschließen, nur um im nun folgenden Flachstück sein Hinterrad wieder zu verlieren. Wann geht es endlich wieder bergab?! Die Abfahrt wird immer wieder von kurzen Flachpassagen und leichten Gegensteigungen unterbrochen, beides ist Gift für mich in meiner Verfassung. Über die letzte Kuppe schleppt mich ein Italiener, kurz bevor es in die letzten Kurven vor Sölden geht, kann ich nur noch ein kurzes „Grazie!“ hervorwürgen, seine Antwort verstehe ich nicht, ich kann ja (leider) immer noch kein Italienisch. Es geht durch die letzten Kehren bergab nach Sölden, ein letztes leicht abschüssiges Stück durch Sölden, über die Straße gespannte Banderolen kündigen die letzten tausend, fünfhundert, zweihundert Meter an. Das Hinterrad des Italieners hab ich auch wieder verloren, ich bin einfach zu kaputt. Mit dem Gedanken an die 9 Stunden versuche ich die letzten Kräfte zu mobilisieren, die begeisterten Zuschauer auf den letzten Metern tun ihr bestes, um mich zu meinen 9 Stunden zu schreien, aber wo keine Kräfte mehr sind, kann man auch keine mehr mobilisieren. Es geht nach rechts über eine Brücke in Richtung Ziel, „jetzt nur nicht noch dumm stürzen in der letzten Kurve“ schießt es mir durch den Kopf. Doch auch diese letzte kleine Klippe meistere ich und rolle über den Zielstrich. Ich drücke den Stoppknopf meiner Stoppuhr und endlich bekomme ich meine Gesamtzeit angezeigt: 8h 58min 47s. Wenn das stimmte, hatte ich die 9 Stunden tatsächlich gleich bei meiner ersten Teilnahme geknackt. Nach einem kurzen Gespräch mit einem TOUR-Forumskollegen, den ich schon am Kühtai getroffen hatte und einem (alkoholfreien) Radler verlasse ich den Zielbereich, um mich unter die wohlverdiente Dusche zu stellen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;     &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Epilog:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;b&gt;&lt;u&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;  &lt;/p&gt; &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoBodyText"&gt;&lt;/p&gt; &lt;span style="color: rgb(0, 0, 0);font-family:arial;" &gt;Ich konnte die 9 Stunden tatsächlich knacken, meine handgestoppte Zeit war erstaunlich gut:&lt;br /&gt;8h 58min 31s standen am Ende offiziell für mich zu Buche. Das bedeutete den 223. Gesamtrang und den 102. Rang in meiner Klasse. Für alle Interessierten gibt es hier noch ein paar Zahlen:&lt;/span&gt; &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;u&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Übersetzung:&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt; 50/33 auf Kompaktkurbel mit 12-29er 10-fach Kassette (umgebaut aus einer 13-29er)&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:arial;" &gt;Abschnittszeiten:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;u&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;u&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;table style="border-collapse: collapse;" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"&gt;   &lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;   &lt;td style="border: 1pt solid windowtext; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;Strecke&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: solid solid solid none; border-color: windowtext windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: 1pt 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;Zeit&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: solid solid solid none; border-color: windowtext windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: 1pt 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;Platz&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;Ötz&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;0:42:42&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;1118&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;Kühtai&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;1:17:16&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;528&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;Innsbruck&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;0:45:28&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;275&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;Brenner&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;1:20:41&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;294&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;Sterzing&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;0:30:18&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;574&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;Jaufen&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"&gt;1:10:13&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"&gt;231&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"&gt;St. Leonhard&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"&gt;0:40:38&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"&gt;202&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"&gt;Timmelsjoch&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;" lang="EN-GB"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;1:54:38&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;129&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt;  &lt;tr&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext; border-width: medium 1pt 1pt; padding: 0cm 5.4pt; width: 206.6pt;" valign="top" width="275"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;Sölden&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 108pt;" valign="top" width="144"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;0:36:37&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;   &lt;td style="border-style: none solid solid none; border-color: -moz-use-text-color windowtext windowtext -moz-use-text-color; border-width: medium 1pt 1pt medium; padding: 0cm 5.4pt; width: 63pt;" valign="top" width="84"&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;221&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: Arial;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;/td&gt;  &lt;/tr&gt; &lt;/tbody&gt; &lt;/table&gt;  &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;(Anmerkungen des Autors: Die Abfahrtszeit vom Jaufen wurde nicht genau in St. Leonhard gestoppt, sondern etwas weiter oben bereits im Anstieg zum Timmelsjoch, so dass die effektive Abfahrtszeit ca. 15min kürzer war, und die Zeit für den Anstieg zum Timmelsjoch entsprechend 15min länger; die Platzierungen beziehen sich auf die Platzierung im jeweiligen Anschnitt)&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style="color: rgb(0, 0, 0);" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/1600/Urkunde_%3F%3Ftztaler.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2586/1542/400/Urkunde_%3F%3Ftztaler.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Für alle Interessierten:  &lt;/span&gt;&lt;a style="font-family: arial;" href="http://www.oetztaler-radmarathon.com/"&gt;http://www.oetztaler-radmarathon.com/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:100%;"  &gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-112591964904761734?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/112591964904761734/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=112591964904761734' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/112591964904761734'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/112591964904761734'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2005/09/mein-tztaler-radmarathon.html' title='Mein Ötztaler Radmarathon'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-16300131.post-112583562824886078</id><published>2005-09-04T13:55:00.000+02:00</published><updated>2005-09-12T21:33:45.610+02:00</updated><title type='text'>Hallo und Guten Tach!</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Erstmal ein herzliches "Hallo!" an alle, die sich auf mein Blog verirrt haben. Ich werde hier in loser Abfolge Berichte über Aktivitäten meinerseits und Kommentare zu aktuellen Ereignissen online stellen. Das meiste wird natürlich von geradezu atemberaubender Wichtigkeit sein, wer's nicht liest ist dann selber schuld.&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;&lt;span style="font-size: 100%;"&gt;&lt;span style="font-family: arial;"&gt;Die meisten Dinge, von denen ich hier berichten werde, werden wahrscheinlich irgendwas mit Radsport zu tun haben, meiner größten Leidenschaft. Darüberhinaus laß ich das ganze jetzt mal auf mich zukommen, ich werd dann schon sehen, wie sich das Ganze entwickelt, und was ich draus mach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 85%;"&gt;P.S.: Dank der Rechtschreibreform weiß ich häufig gar nicht mehr, wie irgendwelche Sachen orthographisch korrekt zu schreiben sind. Ich werde mir Mühe geben, mich an die alte Rechtschreibung zu halten, schließlich hab ich's mal so gelernt. Sollten sich an manchen Stellen Schreibweisen der neuen Rechtschreibung einschleichen, bitte ich den geneigten Leser großzügig darüber hinweg zu sehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/16300131-112583562824886078?l=marcoskleinewelt.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/feeds/112583562824886078/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=16300131&amp;postID=112583562824886078' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/112583562824886078'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/16300131/posts/default/112583562824886078'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://marcoskleinewelt.blogspot.com/2005/09/hallo-und-guten-tach.html' title='Hallo und Guten Tach!'/><author><name>Marco</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16735319829284588181</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='22' height='32' src='http://photos1.blogger.com/img/130/7769/640/marco3.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
